REGESTEN
der
Herausgegeben
von
profeffor 3HicO. Ccfffnh.
Ernte Abtheilutiß.
Von 741 — 1229.
Programm <let b itrhöfl ich e N Lyreumt.
Eichstätt, 1871.
PtuA oon Kiirl pt iui ii tt
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Vorbemerkung'.
Die vorliegende Bearbeitung eines Thciles der Eichstätter Bischofs-Regcsten hat im
Allgemeinen dasselbe Ziel vor Augen, welches die vor einigen Jahren ebenfalls als Lycealpro-
gramm erschienene Bibliotheca Eystettensis dioccesana hatte, nämlich jenes urkundliche Material
zu sammeln, welches hier in Eichstätt selbst erreicht werden kann, um damit die Vorarbeiten,
welche eine gediegene Diözesangeschichte zur nothwcndigen Voraussetzung hat, zu vervoll-
ständigen.
Es ist vor einigen Jahren ein Verein zur Bearbeitung von Kegcsten der drei fränkischen
Bisthümer Bamberg. Würzburg und Eichstätt bis zum Anfange des 16 Jahrhunderts zusammen-
getreten. Er schied sich in eben so viele Diözcsrfn-Gruppcn. Was nun in Eichstätt seither
von den einzelnen Mitgliedern, deren Namen wir am Schlüsse der letzten Abtheilung dankbar
erwähnen werden, geliefert wurde und theils aus den vorliegenden Urkunden-Sammlungen von
Falkenstein. Stein, Model, Popp, theils aus andern gedruckten und ungedruckten Hilfs-
mitteln erhoben werden konnte, das hat durch den Herausgeber, Hrn. Professor Mich. Lefflad.
eine letzte Ueberarbeitung erhalten, welcher wir das Zeugnis* nicht versagen dürfen, dass sie
mit eben so viel Liebe als ausdauernder Mühe zu Stande gekommen.
Wenn nun das hier gebotene Material, dem Gesagten gemäss, auch nicht auf Voll-
ständigkeit Anspruch macht, wenn auch die Aussicht, dass neben den Regesten der Bischöfe
noch jene des Domkapitels, der Stifte und Klöster des Bisthums zu bearbeiten sind, die Hoff-
nungen der Arbeiter fast niederdrücken möchte, so glauben wir doch, dass die Thatsache: ein-
mal einen, wenn auch noch so bescheidenen Anfang vor uns zu sehen, den Werth habe, unseru
Freunden in den andern Diözesen zu zeigen, wie weit wir selbst zu reichen vermögen, und
worin wir ihrer Unterstützung bedürfen, in uns selbst aber den Muth zu erhalten, wenn auch
in kurzen Schritten dem längst ersehnten Ziele zuzusteuern.
Eichstätt 27. Juli 1871.
J. G. Suttiier.
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I Der heilige Willibald 741-781
742
April 21
745?
März
750
circ.
752?
Juni
761
Dez.
r62?
Lcstincs?
Heiden-
heim
Attigny
Heiden-
heim
Attigny
777 Heiden-
Sopt. 24
778
Sept. 24
Anf einem vom grafen Suitgor geschenkten gründe, dessen grenzen vcrmuthlich mit
den grenzen der ehemaligen pfarrei zu unserer lieben Frau in Eichstätt (jetzt dompfarrei,
pfarrci sanet Walburg und pfarrei Rupertsbuch, letztere jedoch ohne Sappenfeld) zusammen-
fielen, beginnt der heUige Willibald nach gewöhnlicher annähme im jähre 741 ein kloster zu
bauen. Am 22. okt. 741 wird er auf der Salburg vom heiligen Bonifacius zum bischof ge-
weiht. — Popp, Denkschrift zur eilften säcularfeier des bisthums Eichstätt p. 165. 167. Conf.
Dünzelmann, Untersuchungen über die ersten unter Karlmann und Pippin gehaltenen conci-
lien p. 40 (Dfinzelm. vertheidigt das jähr 742).
Der heilige Willibald wohnt dem sogenannten ersten concilium germanicum bei. — Pertz,
Jlon. Germ, bist., leges totn. I p. 16. Jaffe, Biblioth. rer. gcrni. HI, 127. Baiuze, Ca-
pitular. reg. francor. I, 116. 823. Goldast, Constitut. impor. I, 15. (Mansi, sacror. con-
cilior. collect. XII, 355 und Dünzelmann p. 40 und 42 haben das jähr 743). [1|
schreibt mit dem heiligen Bonifacius und einigen anderen Bischöfen an den könig Acthil-
bald von Mercicn und den englischen priester Herefrid. Die Briefe sind datirt von einer
synode: nos octo episeopi, qui ad unam synodum convenimus. [2|
Dümelaumn p. 47 erklärt das von dem ersten germanischen concil, Binterim (Gesch. der deutschen
concil. II, 24) von dem concil zu Soissons ("44), Ilcfclo (Conciliengesch. III, 497) und llahn (Jahrbücher
s fränkischen reiches von 471 bis 752 p. 73) von dem concil in Lcstincs, das sie in das jähr 745
verlegen.
erwirbt in Verbindung mit seinem Bruder Wunibald in Heidenheim grund und boden zur
grilndung zweier kloster. — Sanctim. Heidenh. bei Mabillon saec. Hl tom. H p. 165 Bolland.
Act. sanetor. mens. febr. tom. II p. 70 tom. III p. 514. [3|
unterzeichnet die Urkunde, wodurch könig Pippin dem kloster Fulda einen privilegienbriet
des Papstes Zacharias d. d. 751 nov. 4 bestätigt. (Am datum ist radirt.) Dronkc, Cod.
dipl. Fuldens. p. 4 n. 5. Böhmer, Reg. Karolor. p. 1 n. 3. [4|
Brtquigny, Table chronol. des diploraes hat das jähr 751; Sickel, Acta Karolinorum p. 2 n. 7 das
jähr 753-, Le Cointe, Annal. eccl. Francor. V, 430 und Schannat, Dioeces. Fuld. p. 234 nehmen das jähr 755.
kommt, von seinem brader zu sich gebeten, 761 Dez. 18 nach Heidenheim. Wunibald stirbt
noch am selben tage und wird am folgenden von Willibald bestattet. Willibald über-
trägt seiner Schwester die Oberleitung auch Uber das männcrklostcr. — Sanctim. Heiden-
heim, bei Mabillon saec. IH tom. II p. 16. Gretscr, De divis tutelarib. ecclesiao Ey-
stett. cap. 29 p. 107. Popp, Denkschrift p. 186. [5|
schliesst mit drei und vierzig anderen prälaten einen todtenbund, den ersten im fränkischen
reiche. — Oclsner (König Pippiu pag 363. 476) nach dem cod. biblioth. Vatican. n. 577.
Pertz, Leg. I, 30. [6]
Mansi, Hansiz, Labbe, Abel (Karl der Grosse I, 44) haben das jähr 765.
erhebt die leiche seines Bruders Wunibald und weiht (?) den chor der grösseren durch ihn
statt des früheren Oratoriums erbauten kirche. Geschehen 16 jähre weniger 3 monate
nach der ersten beisetzung Wunibalds. — Sanctimon. Heidenh. bei Mabillon, saec. III
tom. II p. 171. Eichstätt, pastoralbl. IX, 70, 135 (1862). (7|
weiht die neue nun vollendete kirche zu Heidenheim, gerade ein jähr nach orhebung derroliquien
sanet Wunibalds. - Sanctim. Heidenh. bei Mabillon 1. c. Eichstätter pastoralbl. IX, 135. [8]
1
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L Der heilige Willibald 778—781.
783 Fulda
784?
Aug. 22
785
Oct. 8
785 V
Neustadt
Fulda
Würzburg
unterzeichnet mit mehreren anderen das testament des Bischofs Remigius von Strassburg ? —
Grandidier, Hist. de 1' eglise et des öveques de Strassbourg. [9]
ist in Heidenheim, um seine am 25. febr. verstorbene Schwester Walburga zu bestatten. —
Stevart, Commcntar. de vit. s. Walpurgae cap. VIII p. 19. Popp, Denkschrift p. 187. [10]
tritt in eine spiritualis confoederatio mit dem kloster s. Peter zu Salzburg. — Meichelbeck,
Ilist. Frisingcns. I, 83 nach einem Salzburger nekrologium aus dem achten jahrhundert. [11]
Todestag: 781 juli 7, nach sechs und dreissigj ähriger regierung. Vid. Gundechari üb.
pontif. bei Pertz VII, 245, Popp p. 189. — Die Bollandisten (Act sanetor. mens. jul. tom.
II p. 491) und Falkcnstcin (Analect. Nordgav. II, 424) nehmen das jähr 786 an.
Die folgenden nummern sind entweder unecht oder
falsch datirt oder von einem anderen bischof Willibald zu
verstehen:
Bischof Willibald bescheinigt unter aufdrückung seines Siegels , dass die Schenkung , welche
Emhiltis, äbtissin des klostcrs Milize (Miltz in der grafschaft Henneberg) an ihr kloster
gemacht hat, richtig vollzogen worden sei. — Pistorius, Script, rer. germanic. 1U, 563.
Eckhart, Francia Orient. I, 703. [12}
Die Schenkungsurkunde der Imhild bat die Unterschrift: Act. in Ttco publico et villa quae dicitur
Milize, anno mcarnationia Christi DCCLXXXIII ot anno regni dotnini nostri Caroli regis Francorum XVI,
die mensis martii XXV.
consecrirt mit dem erzbischof Lullus nach einer Urkunde Karls des Grossen d. d. jähr Christi
DCCXCIIII im mai, indict. II, regierungsjahr Karls in Frankreich XIX, regierungsjahr
Karls in Italien XII die kircho des klosters Neustadt im Spesshart am 22 aug. eines un-
genannten jalu-es. Ussermann, Episcopat. Wirzob. p. 325 vermuthet das jähr 784. [13 1
Die Urkunde Karls ist gedruckt bei Ussermann, Episc. Wirzeb., cod. probation. p. 5. n. i. Lcuckfeld,
Antiquit. Poeld. p. 241. Auszugsweise bei Eckhart, Francia Orient. I, 705. Die notae chronologicae stehen
mit einander im Widerspruch.
schenkt an das kloster Fulda neun höfc bei Fulda sammt den darauf wohnenden hörigen leuten
und einen hof in Ibesstat (Eibstadt im Grabfeld). Zeugen: Ebucar, Eggi, Erpes, Ihro,
Sitzger, Wahho, Vulfuiar, Hurun, Friccheo, Waldmunt, Vogo. Anno XVIII regnante
Carlo, die VIII octobris. — Pistorius, Kcr. germanic. scriptor. HI, 555, Eckhart, Francia
Orient I, 704. |14]
Dronke, Cod. dipl. Fuld p. 52 n. 86; Falkenstein, Cod dipl. Eystett. p. 1 n. 1 und Schannat, Tradit.
Fuldcns. p. 39 n. 76 haben das jähr 786.
schenkt Gott und dem heiligen Bonifacius für das kloster Fulda den hof Kuchensee (im Sua-
lefeld in der mngegend von Heidenheim). — Schannat, Tradit. Fuld. p. 311 n. 81 und
Histor. Fuldcns. p. 90. Falkcnstcin, Memorab. Nordg. veter. I, 234 und Analect
Browcr, Antiq. Fuld. Üb. IU cap. 11. Popp p. 192. Luidl, Eichstätt, heiligth., prolegom.
p. 212. 224. [15]
assistirt mit erzbischof Lullus von Mainz dem bischof Megingoz von Würzburg bei der weihe
des priesters Bernwulf zum neuen bischof von Würzburg. — Egilward, Vit. s. Burchardi
lib. III cap. 1. Ussermann, Episcop. Wirzeb. p. 13. [16]
Das jähr 785 beruht auf der berechnung Eckharts, Franc Orient. I, 702; Müller (Wirzburg. chronik
p. 361) und Friese (Historie der bischöfe von Würzburg p. 401) setzen diese weihe in das jähr 794; Pagi
(tom. III p. 345 nro. XIX) vor das jähr 774; Solerus (Holland, mens. jul. tom. U p. 493) in das jähr 769.
Conf. Popp p. 191.
II. Geroch 781-801.
Aus edlem geschlechte ; vom heiligen Willibald getauft Nach dem anonvm. Haserens,
(bei Pertz VII, 266) schenkt er der kirche Eichstätt mehrere gütcr, vermuthlich in Eitensheim,
Buchsheim, Pietenfeld und Möckenlohe sowie den forstdistrikt Kamersberg bei Nassenfeis,
|da diese namen schon sehr frühe unter den Eichstättischen besitzungen vorkommen.
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n. Geroch 781—801. III. Agao (Agnus) 801—822? IV. Bischof Altun.
3
7*7 V
810?
Geroch erhält nebst vier anderen bischöfen von Karl dem Grossen antwort auf ein schreiben,
in welchem die bischöfe die frage des kaisers über die gaben des heiligen geUtes beant-
wortet hatten. (Karls brief füllt in die Zeit von 787—800). — Mabillon, Analcct. n. 74.
Migne, Patrolog. curs. tom. 98 p. 914. Sickel, Act. Karoling, II, 64. [17]
wandelt das raänncrkloster zu Heidenheim in ein kanonikatstiit um — Adalberti abbat, rclatio
abgedr. bei Gretaer, De ecclesiae Eystett. divis tutelarib. p. 365. [ig|
Im kloster xu Eichstätt scheint Geroch es so eingerichtet zu haben, tlass manche und stiftsborrn
neben einander wohnten.
Todestag: febr.' 2 eines nicht sicher bestimmbaren jahres.
Von Gerocb und den nächsten vier bischöfen hat Gundekars pontificalc, die ft] teste einheimische
quelle, nur den tag nicht das jähr des todes, und die unbestimmte bemerkung, mit einander hätten die-
selben gerade 100 jähre regiert. Erst in der mitte des dreizehnten Jahrhunderts haben Interpolationen
von zweifelhaftem werth aus der hand des Konrad von Kastel diese 100 jähre auf die einzelnen
vertheilt Von Geroch ist bemerkt: Sedit annos 20. Also wäre er 801 gestorben.
Kl 9
Jan. 17
821?
Okt
822
Aprii
Regens-
burg
III. Agan (Agnus) 801-822?
Nagel (Origin. dorn. boic. p. 47) meint, Agan sei zuvor abt von Münchsmünstcr und
als solcher 799 auf der synode in Reisbach zugegen gewesen. Vergl. jedoch Enhuber, Con-
cilior. Ratisbon. brev. reecns. p. 27 sq. Popp p. 227. Nach Gundekar (Pertz VII, 245
149) starb er am 6. nov , nach konrad von Kastel (Pertz VII, 243) regierte er 18 jähre, also
bis 819. Vergl aber nro. \22\ und [23].
Ein Bischof Agnus von nicht genanntem sitze wohnt einer Versammlung von bischöfen und
übten in RegenBburg bei. — Harzhciin II, 695. Mcichclbeck, Histor. Frising. tom. I prs. p. 144
instrum. CCLVI. Enhuber, Concil. Ratisb. q. 33. Rosch, Annal. eccles. Sebon. II, 78. [19|
IV. Bischof Altun.
Sind die zwei nächst folgenden angaben richtig, so ist man genöthigt, zwei Bischöfe
zu gleicher zeit anzunehmen. Vielleicht verwaltete der eine den bayerischen, der andere
den fränkischen theil der diözesc. Nach Konrad von Kastel (Pertz VII, 243) regierte Altun
17 jähre, also nicht bis nach 836. — Indcss setzen ihn alle bischofskatalogc hinter Adalung.
Nach Falkenstein und Grctscr regierte er 841—858, nach Popp 830—847.
Bischof Altun ermächigt den klosterpropst Gundram von Solenhofen, den leib des heiligen
Sola zu erheben. — Ermenbald, Vit. s. Solae bei Canisius, Lection. antiqu. tom. IV und
Gretser, Do div. tutel. p. 488. Anonym. Haserens, bei Pertz VII, 256. |20|
weiht auf die bitten des abtes Aegil von Fulda nach erhebung der reliquien des heiligen Sola
die neu erbaute kirche des klosters Solenhofen. — Brower, Antiq. Fuld. p. 115. Schannat,
Dioeces. Fuldeus. p. 143. [21 j
Topp, der bei Schannat 849 statt 819 liest, verlegt diese Weihe in das jähr 834 (Denkschrift p. 22s V,
Suttner corrlgirt in 829 (Eichstatt pastoralbl. XI, 61).
Tribur
Ergolting
Synode in Tribur. Ausser anderen deutschen und französischen bischöfen war der erz-
bischof von Mainz cum suffraganeis suis zugegen, also auch mit dem bischof (Agan?)
von Eichstätt — Harzheini II, 23. Goldast, Constit. itnper. I, 13 (hat das jähr 820). [22]
Ein biscliof Agano ist auf der synode zu Ergolting (Engolding bei Landshut). [23]
Nagel (Origin. dorn. boic. p. 202) hält ihn für den biscliof von Eichstatt; Mcicbelbeck (Histor. Fri-
sing. II ö, 229) und Hansiz (Germ. sacr. 1, 134. II, 125) nennen ihn bischof incertae sedis.
V. Adalung 822-841?
Nachfolger des Agan. Nach den angaben des Konrad von Kastel hätte Adalung die
1*
-i
V. Adalung 822—841? VI. Otgar (Ottokar) 847—860?
829 Mainz
Juni
835 Dioden-
hofcn
847
Okt. 1
852
Okt. 18
857
April 21
Mainz
857
Bodmant
Aug. 18
860
Febr. 20
Juni 5.
bürg
Coblcnz
Verwaltung der diözcsc im jähre 819 übernommen. Sedit annoa 22. Also wäre er 841 ge-
storben und zwar am 25. juli (Portz VII, 243. 245). Popp hält für wahrscheinlich, dass er
schon 830 starb (Denkschrift p. 228).
Bischof Adalung wohnt einer synode in Mainz bei. — Harzheim II, 829. Binteriin II, 383.
[24]
Bischof Ado von Eichstätt vertritt auf dem synodalreichstag zu Diedenhofon die sache des
kaisers Ludwig des Frommen. — Mansi XIV, 659. Harzheim II, 66. Binterim II, 392.
Vit. Hludowici bei Pertz II, 638. (25|
»
VI. Otgar (Ottokar) 847—870?
Die bischofskatalogc von Falkenstein, Gretser u. s. w. setzen die erhebung Otgars in
(das jähr 858; allein er muss spätestens im okt. 847 schon biachof gewesen sein. Nach dem
pontificalc Gundekars Btarb er 880 juli 6. Weil aber die Bischöfe von Geroch bis Otgar zu-
sammen 100 jähre regiert haben sollen, nehmen die kataloge das jähr 881 als todesjahr
Otgars. Nach Konrad von Kastel hätte Otgar 23 jähre regiert; also wäre er 870 gestorben.
Bischof Otgar wohnt einer von dem Mainzer erzbischof Raban berufenen eynode bei und ist in
der praefatio derselben genannt. — Ilarzheim II, 152. Falkenstein, Cod. diplomat. episco-
pat. Eichstadiens. statuta dioecesau. p. 26. iieumann, De re diplomat. II, 332. Eck-
hart, Fraucia orient. U, 392. Oclclc, Scriptor. rcr. boic. I, 445. Kunstmaun, Hrabanus
Maurus p. 116. [26 1
wohnt einem concil in Mainz bei: anno incarnnt 852, indict XV., regis Hludowici 18. —
Pertz III, 410. Binterim II, 428. 50-1. Mansi XIV, 969. Ilarzheim II, 165. [27j
Die chronologische!] angaben widersprechen sich. Portz zieht das jähr &M vor. Mansi und Harz-
heim kannten die akten noch nicht.
von könig Ludwig dem Deutschen als nachfolger des 855 sept. 20 verstorbenen bischofs
Gozbald von Würzburg zum abt von Niederaltaich gemacht erhält Otgar für sein kloster
die Zusicherung des königsschutzes und das Privilegium der immuuität. — Mon. boic. XI,
115. Böhmer, Bog. Karolor. p. 80 n. 781. Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 433. (28)
In einer Urkunde von der. 18 ist abt Otgar von Nledcraltsüch „abba et vocatus episcopus" ge-
nannt; in früheren Urkunden findet sich keine hindeutung auf seinen bischöflichen chan.kter. Dcsshalb
glauben Eck hart (Franc. Orient. II. 509) und Popp (Denkschrift p. 230), nicht Otgar, ursprünglich bischof
von Eichctaett, sei abt von Altaich, Bondeni Otgar, ursprünglich abt von Altaich, sei bUchof von Eich-
städt geworden. Eichstädt hätte alsdann zwei Bischöfe dieses namens gehabt und Otgur 1 müst-te circ.
HGä gestorben sein. Uebrigens sind nach dem urtheile Kopps (l'alaeograph. crit. I, 431 sq ) alle Urkunden
tür den abt Otgar unecht.
Bischof Otgar setzt in Verbindung mit Ruadolt, dem grafen des Apphagaus, und Ernst, dem
söhne des grafen in der böhmischen mark, den im aug. 856 begonnenen krieg gegen die
Böhmen fort. Das deutsche beer nimmt die veste des herzogs Wiztrach und vertreibt des -
sen söhn Slawitah. — Annal. Fuld. bei Portz I, 370. Dobner, Annal. III, 26. Oefele, Rcr.
boic. script. II, 153. Palacky, Gesch. von Böhm. I, 115. |29|
Abt Otgar erhält von Ludwig dem Deutschen einige güter für sein kloster. — Mon. boic. XI,
117. Böhmer, Reg. Karol. p. 80 n. 7cU. Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 431. [80]
Otgar wird als abt von Altaich genannt in einer Urkunde des königs Ludwig, betr. die be-
Btätigung der Schenkungen, welche herzog Briwinus mit gütern in Kärutlieu an da« ge-
nannte kloster gemacht hat. — Mon. boic. XI, 119. Böhmer, Reg. Karol. p. 82 n. 794.
Conf. Kopp, Palaeogr. crit. I, 431 und Wattenbach. [31 1
Otgar, abt von Altaich genannt, ist bei den triedcnsunterhandlungen in Coblenz als bevoll-
mächtigter des königs Ludwig des Deutschen zugegen. Baluze, Reg. francor. capitu-
laria II, 137. Walter, Corpus jur. antiq. III. 109. Eckbart, Franc, orient. II, 476. [32]
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VI. Otgar (Ottokar) 860—870? VII. Gotechalk 870?-882?
5
863
uni 16
RH
865
De*. 18
867
868
Mai 16
Hosterino-
tinga
Regcna-
burg
Niederalt-
aicL
870
circ.
870
Sep. 21
Worms
Hcidcn-
heim
Auf bitten des nbtcs Otgar schenkt Ludwig der Deutsch« die villa Nabawinida am fluss
Fcbrina dem kloster Altaich; dergleichen bestätigt er demselben, was es in Pannonien
erworben. Dat. XVI kal. jul., ann. domin. incarnat. 863, indict. X, anno regni Illudovici
in orientali Francia 31. — Mon. boic. XI, 120. Böhmer, Reg. Karol. p. 82 n. 804. Conf.
Kopp, Palaeogr. crit I, 431. [33]
Die chronologischen angaben sind unyereinbar.
Otgar nnd dessen vogt Wicpotus Überlassen an den bischof Ambricho von Regensburg guter
in Zulüngon, Mammingon und Usterlingon (drei dürfern bei Landau amJnti) und cr- f f
halten dafür von Ambricho und dessen vogt Ratboldus die erbschaft eines gewissen Tevit >J ' !> '
in Perga und Egiuuila (Bergen und Egweü). Zeugen: Fritilo, Papo, ein anderer Papo,
L'uolfdregi, ein anderer Uuolfdregi, Erchanperht, Reginpold, Irminolt, Reginolf, Otachar,
Adnlger, Masso, Patager, Odolperht, Arfrid, Machcln, Otperht, Hartrili, Machalfrid, Irmi-
nolt, Atacher, Heinperht — Ried, Cod. dipl. I, 49. Falkenstein, Cod. dipl. Norimb.
p. 13 n. 1 (bat: act. anno Dom. DCCCLXIII). [34)
Otgar, abba et vocatus episcopus, unterzeichnet eine Urkunde Ludwigs des Deutschen, wo-
durch derselbe dem kluster Niederaltaich die demselben' gemachten Schenkungen bestä-
tigt, darunter auch solcho von Otgar selbst in den orten Zullinga, Usterlinga u. s. w. —
Mon. boic. XI, 122. Hund, Metrop. Salisb. II, 17. Böhmer, Reg. Karol. p. 84 n. 813. Conf.
Kopp, Palaeogr. crit. I, 431. [35 1
Synode (in Mainz) wegen der Umtriebe zweier häretiker. Zugegen ist erzbischofs Luit-
pert von Mainz cum ceteris epiacopis; also auch Otgar von Eichstätt! — Annal. Xantens,
bei Pertz II, 232. Eichst pastoralbl. I, 19. [36]
Bischof Otgar wohnt dem concil zu Worms bei und unterzeichnet die professio fidei. —
Mansi XV, 867. Enhuber, Concil. Ratisb. p. 37. Hansiz I, 161. Wattenbach, Archiv
für künde österr. geschichtsquellen X, 459 (corrigirt die namen). [37]
unterzeichnet mit mehreren anderen bischöfen und sechs äbten die confirmationsurkundc des
westphälischen frauenklosters Herse. — Mansi XV, 886. Mabillon, Annal. ordin. s. Bencd.
tom. III p. 152. Schaten, Annal. Paderb. I, 111. [38]
weiht die neue von ihm zu ehren der heiligen Walburga in Heidenheim erbaute kirche. —
Stevart cap. 9 p. 21. Wolfhard in Vita s. Walburgae bei Mabillon saec. in tom. H p.
265. Eichstätt, pastoralbl. IX, 135. 137. 139]
lässt durch die erzprieater Waltho und Adalung die rcliquien der heiligen Walburga von
Heidenheim nach Eichstätt transferiren. Am 21. sept. kommen die heiligthümcr in Eichstätt
an. — Stevart cap. 10 p. 21. Grctscr, Catal. episc. Eystett. p. 408. Mabillon, Act sanetor.
saec. HI tom. U p. 265. 277. Popp, Denkschr. p. 203. Eichstätt. pastoralbL VI, 209.
X, 125. [40]
VE. Gotechalk 870?— 882?
Nach dem pontificalo Gundekars (Pertz VH, 245) hätte Gotschalk drei jähre regiert
und wäre 882 nov. 12 gestorben! — Conf. Popp, Donkschrift 231.
Aus seiner regicrung ist weder eine Urkunde noch eine andere gleichzeitige nachricht
Vni. Erchanbold 882—912.
Nach Bruschius, Catalog. episcopor. Eystett., stammte Erchanbold aus königlichem
karolingischen ges.chlechte. Nach dem pontificale Gundekars starb er 902 sept. 20 (Pertz
VU, 244). Die diplome verlangen ein späteres todesjahr.
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Vm. Erchanbold 882—899.
888
Febr. 23
Aterhove
889
Juni
Des. 8
Augsburg
890
893?
ForcLhoim
895
Mai 5
Mai
Mai 25
Sept. 23
899
Mai 1
Tribur
Regens-
bürg
Bischof Erchanbold erhalt auf seine bitten von könig Arnulf durch goldbulle die abtei
Hasarieda (Ilerrieden) mit voller gewalt über alle klostergüter. Dat. VII kaL mart.,
indict VI, anno Arnulfi I; nct. Atcrhoue (Aitcrhofen bei Straubing nach Dambcrger IV,
9). Mon. boic. XXXI. I, 123. Falkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 13 n. 7. Büttner, Fran-
konia II, 55. Widerlegung der bei gelegcnheit der königl. preuss. gewaltsamen vor-
schritte in Franken erschienenen drutkschrift, urkundenb. p. 3 n. 1. Conf. Anonym.
Ilaserens. bei Pertz VII, 256. Bodmann, Rheingauische alterthüm. p. 110. [41 J
bewirkt durch seine lürsprnche, dass könig Arnulf dem Gotahelm, einem vasallen des gra-
fon Engildeo, sieben hüben in Phuncina (Pfünz) schenkensweise überlässt. — Mon. boic
XXVIII. I, 89. [42]
erhält von König Arnulf zu einem neuaufbau der domkirche den ort Sezzi und einen theil
des zum hofe Weissenburg gehörigen waldcs, und zwar von Bizwangen südlich bis zur
quelle auf dem Hiruzfeld, von da bis Salahinfeld, von da bis an den ort, der Helmrihes-
winkel hebst, von da an den Phal (vallum Hadrianü), Uber den Phal östlich usque in
communem marcham Nordgauensem. — Mon. boic. XXXI. I, 130. Falkenstein, Cod.
dipl. Eyst. p. 14 n. 8. Schütz, corp. histor. Brandenb., versuch IV p. 22. Böhmer, Reg.
Karol. p. 106 n. 1075. [43J
Bischof Erchanbold von Eichstätt, der zu einer besprechung Uber die läge des reiches zu
könig Arnulf nach Forchheim gekommen war, unterzeichnet eine Urkunde für das klostcr Her-
zen. — Harzheim II, 384. Schaten, Annal. Paderb. I, 221. Eckhart, Franc. Orient. II, 715. [44J
überlässt auf verwenden des königs Arnulf einen theil von den reliquien der heiligen Wal-
burga an das neugestiftete klostcr in Monheim und dessen äbtissin Liubilla. Anno Christi
DCCCXCIU, indict. III. — Wolfhard bei Gretser, Do div. tutelar. p. 412. [46)
erhält von der äbtissin Liubilla von Monheim das kloster zu Monheim sammt seiner kirche
(sanet Salvator), seinen reliquien und sonstigem cigenthum. Der bischof dagegen gibt
das empfangene zur nutznicssung an die nonnen zurück und fügt überdies noch die
sanet Peterskircho in Monheim sammt dem dazu gehörigen grundstUckcn und zchenton
sowohl in Monheim als auf den umliegenden höten hinzu. Das Kloster soll nicht als
leben vergabt werden und immer ein wirkliches kloster bleiben und nur adelige von
einigem vermögen sollen aufnähme erhalten, zu was allem die diözesansynode ihre ein-
stiinnmng gibt (Ohne datum uud ort.) Zeugen: die mitglicder der eben versammelten
synode. — Cod. Popp monacens. manuscr. pag. 437 nach einem Eichstätter copiebuch auf
pergament im Münchner archiv. Abdruck im Eichst, pastorabl. VI, 206 (1859). [46]
ist genannt in einer Urkunde für Mcgingoz, seinen vasallen, laut deren könig Arnulf dem
Megingoz gütcr in Pfahldorf, Oundoltingen, Haralontha und Suantharelanta restituirt.
Mon. boic. XXXI. I, 146. Falkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 16 n. 9. Schütz, Corp.
histor. Brandcnb. I, 24. Nagel, Origin. dorn. boic. p. 202. [47]
unterzeichnet die beschlösse der synode von Tribur. — Mansi XVIU, 157. Hartzheim II,
408. Pertz, Legg. I, 559. [48]
erhält von könig Arnulf für Eichstaett, die principalis episcopii sedes, das klösterlcin Ahau-
sen (Kirchanhausen) sammt dürfern, höfen und gehörigen leuten. — Mon. boic. XXVIII.
I, 108. Spiess, Archivalische nebenarbeiten p. 139. [40]
Erchanboldus, episcopus Rubilocensis, ist mit fünf und zwanzig anderen bischöfen bei der ein-
weihung des klostcrs sanet Emmeramm in Regensburg zugegen. — Auctorium Eccardi
bei Pertz XVII, 362. [50]
Bischof Erchanbold erhält von dem grafen Meginward (von Hohentrüdingen?) gütcr in
Appenborg, Prunnon (Büttelbrunn), Hachlinga und Ursesheim, im Sualafeld in der graf-
schaft des Ernest gelegen, welche den widerspenstigen vasallen Cozprcht und Thcotger
abgenommen und dem Meginward geschenkt worden waren. Dessgleichen überlässt Megin-
ward dem bischof seine besitzungen in Westheim. Der bischof dagegen tritt seine be-
sitzungen in Pappinheim, Maromarcha (1) und Hohestat sowie eine hübe in Ellingen
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VIII. Erclmnbold 899—908.
900
Febr. 7
Forchheim
901 Regens-
Sept. 13 bürg
903 Forchheim
Febr. 14
Juni 24
Juli 9
Aug. 12
Oetting
905
Febr. 14
905?
906
Mai 8
907
Mira 19
Febr. 5
Regona-
burg
Forchheim
Holzkir-
Fürth
Frankfurt
mit gebaüden, hörigen leuten und zugehörungen als entschädigung an Meginward ab. —
Widerlegung der preuasiachen öffentl. crklärung, urkundenbuch p. 4 n. 2. Schulhes,
Kleine histor. Schriften I, 334. [51]
wohnt mit den bayerischen biachüfen einem synodallandtage in Rciabach bei und unter-
zeichnet ein schreiben an den papst Johann IX um Sicherung der Jurisdiction des bi-
schofa von Pasaau über Mähren. — Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 60. Hanaiz I, 176 (hat
daa jähr 900). Meichdbeck II, 407. Mansi XVII, 253. XV1U, 206. Harduin, Concilior.
VI. II, 483. [52J
erhält die bostätigung Ludwigs des Kindea zum besitz der abtei Herrieden, welche Arnulf
an das hochatift geschenkt hatte. — Stein, Cod. dipl. Eyatett. manuscr. p. 26. Büttner,
Franconia II, 57. [53J
erwendet Bich für bischof Zacharias von Scbcn, dasa ihm könig Ludwig daa kind den hof
Prihsna fiberlaaae. — Mon. boic. XXVIII. I, 125. Rcsch, Annal. eccl. Sabion. III, 308. [54]
bewirkt durch seine flirsprache, dass Ludwig daa Kind dem bischof Tuto von Regensburg
güter zu Teorinhova im Nordgau für da8 Kloster sanet Emmeram schenkt. — Mon. boic.
XXVIII. I, 128. Pez, Thesaur. aneedot. I. III, 38. Liber probation. s. Emmer. p. 86 n.
32. Lünig, Spicil. ecelea. III, 647 (hat daa jähr 902 J. Neue abhandlungen der bayer.
akad. II, 62. [55]
verwendet aich, auf einem placitum generale in Forchheim anwesend, bei könig Ludwig für
das kloater 8anct Gallen wegen erneuerung seiner Privilegien. — Neugart, Cod. dipl. I
p. 256 n. 6-10. [56]
macht während seines aufcnthaltes auf dem schlösse Tharnsse am Main den Vermittler, dass
könig Ludwig dem bischof Rudolph von Würzburg von den Babenbergischen gütern die
orte Prozzelteshcim und Frichinhuaa überlasse. Mon boic. XXVIII. I, 129. Herzheini II,
583. Krcmcr, Origin. Naasoic. p. 31. Eckhart, Francia orient II, 897. [57]
ist in der Urkunde Ludwigs des Kindea über die Schenkung des hofes Velden an bischof
Tuto von Regensburg, der denselben an das kloater aanet Emmeram übergeben soll,
als intercesaor genannt. — Mon. boic. XXXI. I, 171. Lib. probat, s. Emmer. p. 88. n.
33. Ried, Cod. dipl. Ratisb. 1, 86. Pez, Thesaur. aneedot. I.III, 40. Hanziz U, 143.
Resch II, 316. . [58]
erreicht durch seine Vorstellung, dass Ludwig das Kind dem klostcr Nicdcraltaich den ort
Bucinbura reatituirt. — Mon. boic. XI, 129. XXVIU. I, 138. Resch, Annal. eccl. Scbon.
U, 320. Hund, Metrop. Soliab. II, 20. [59]
erscheint als Zeuge in einer Urkunde Ludwigs des Kindes, einen tausch zwischen dem abte
Huoggi von Fulda und dem grafen Adalhard betr. Anno dominicae incarnat. DCCCCIV,
indict VIII, anno regni Ludovici IU. - Schannat, Tradit. Fuld. p. 221 n. 545, Eck-
hardt, Francia Orient. 11, 814. Dronke, Cod. dipl. Fuld. p. 299 n. 660 (hat das jähr
906.) [60]
Die notae chronologicae stimmen nicht überein.
erlangt von Ludwig dem Kind für den bischof Walto von Freising die erneuerung eines
durch brand zerstörten privilegienbriefes. — Mon. boic. XXVIII. I, 140. Harzhcim II,
583. Hund, Metrop. Salisb. I, 127. Resch II, 324. Hansiz U, 143r Lünig, Spicileg.
ecclcs. II, 215. [61]
stellt, zu einem fürstentag nach Fürth gekommen, an Ludwig das kind die bitte, einen
gütertausch zwischen den klöstern Fulda und fipternach zu bestätigen. — Dronke, Cod.
dipl. Fuld. q. 301. Schannat, Tradit. Fuld. p. 223 n. 547. Böhmer, Reg. Karol. p. 116
n. 1215. [62]
erhält von künig Ludwig auf fürapracho der biachöfe Hatho und Adalgcro sowie der grafen
Chuonrad und Cotefrcd markt-, münz- und zollrecht, das recht, Eichstätt zu befestigen
und den foretbann innerhalb des gebiete« von Eichstätt dann in dem walde von Itena-
, Pusaeneaheim, Puttinveld, Mechinloch, Chittcnveld, Rammcrsperch (Falkcnstein:
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VIII. Erchanbold 908-912. IX. Udalfrid 912-918.
<>0H
Juni
912
März
Forchheim
916
Juli 8
916
circ.
918
Sept. 9
Neuburg
Forchheim
Kaincrsborg) und iu einem waldtheil gegen Sezzin und Affinthal hin. Mon. boic. XXXI.
I, 178. Fnlkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 17 n. 10. Lang, lieg. boic. I, 29 (hat das jähr
900). [63J
auf sein verwenden überlässt könig Ludwig dem erzbischof Hatto von Mainz oine besitz-
ung zu Engclstadt. — Guden, Cod. dipl. I, 345. [64]
erhält von könig Konrad I die bestätigung aller früheren Schenkungen an sein stift, nament-
lich der Schenkungen Hasenried, Ahusa, .... rihhingn, Fahrenpach und Sundaresfeld;
sodann ist genannt ein theil des Wäldes bei Viuzunburc, die kircho zu Fcldun tVelden
an der Pegnitz) und locus vivarii unius in Paginza. — Büttner, Franconia II, 59. [65]
erlangt von könig Konrad I. für die besitzungen seiner kirchc die befreiung vom grafen-
gerichto, wie das schon Karl der Grosse und andere Vorgänger Kourads, quorum nomina
longum est euumeraro, nach dem zeu^niss dieser Urkunde zugestanden hatten. (Diplom
ohne tag und ort, doch vennuthlich gleichzeitig mit dem vorigen.) — Mon. boie. XXXI.
I, 180. {G6J
Popp in seinem Cod. Monac. manuscr. hält diese nrkunde ihrer stylisirung wegen für verdächtig,
empfängt von dem uiöneh Wolfhard von Hcrricden zwei schreiben, die dem bischof die
werke des mönehes dediciren, eines dessen zwölf bücher ^do actis santtorum", das andere
dessen fünf bücher r de miractilis s. Wnlburgao". — Pez, Cod. dipl. epistol. I, 90. Canisius,
Lect. antiqu. toin. IV. Stevart, Cominent. de vit. s. Walpurg. p. 29. Conf. Anonym.
Hascrons. cap. 10 bei Pertz VII, 256. Wattenbach im archiv von Pertz X, 644. [67]
hebt das kloster in Herrieden auf und schickt statt der möncho kauouiker dorthin. Das
gut der früheren benediktiner verwendet er zum theil für die stiftsherrn, zum theil für
sich, zum theil zur errichtung von lehen, um aus den adeligen Vasallen eine ritterbürtige
diözesanmiliz zu bilden. — Anonym. Ilaserens. bei Pertz VU, 256. Bodmann, Rhein-
gauischc altcrthüm. p. 110. 168]
IX. Udalfrid 912—933.
Zuvor kanzler des königs Konrad I; die letzte Urkunde in dieser eigenschaft schrieb
er 912 aug. 23. Als bischof unterzeichnet er: episcopus Rubilociensis. Pertz XXI, 426. VII.
244. Seinon tod setzt das pontificalo Gundekars (Pertz VU, 244) auf 933 jan. 1.; sedit annos
31. Der anonym. Haserens, sagt (Pertz VII, 254): er starb am 20. dcz.; sedit annos 32.
Bischof Udalfried befindet sich am königlichen hoflagcr in Neuburg und wird als intercessor
genannt in einer Urkunde, durch welche könig Konrad die Privilegien des klosters Seben
(Brixen) bestätigt. — Resch, Annal. ccclcs. Sebon. III, 373. [69]
Vermuthlich ging er mit dem könig auf die synode nach Altheim im Ries, woselbst die bayerischen,
schwäbischen und fränkischen bischöfe zusammen traten.
sendet (?) dem könig Karl HI von Frankreich reliquien der heiligen Walburga, deren
der könig einige aus Deutschrand erworben zu haben in einer Urkunde von 916 jun. 7
erklärt. — Mabillon, De ro dipl. p. 560. Bouquet, Script rer. gallic. LX, 529. Böhmer,
Reg. Karol. p. 184 n. 1951. [70]
erhält durch dio letzte Urkunde des königs Konrad I auf verwenden des erzbischofs Heribert
von Mainz, des bischofs Thioto von Würzburg sowie der grafen Eberhard und Heinrich
für sein stift dio erneuerung des markt-, zoll- und münzrechtes, dessgleichcn des forst-
bannes innerhalb der öurraark des klosters Eichstätt zwischen der Altmühl und der
Schuttor und in den Ortschaften ltinesheim", Puatinueld, Mcchinloh, Chittinfcld, Rammcrs-
perc, Funcina und Morincshcim sowie in dem waldtheile gegen Seczzin und Affintal bin.
— Dat. V id. sept. anno dominicae incarnationis DCCCXVIIH indict. VI anno regia
Chuonradi VU. Act. apud Forachheim. Mon. boic XXVIII I, 157. Falkenstein, Cod.
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Dl. Udalfried 918-933. X. Starchand 933—965.
9
932
Jan. 14
Jan.
Juli 16 Dingolfing
944?
948
Juni 7
948
•
circ.
948
circ.
952
Aug. 7.
955
Aug. 10
963
Ingelheim
Augsburg
Mainz
dipl. Eyst. p. 20 n. 11 (hat 919). Böhmer, Reg. Karol. p. 120 n. 1266. Reg. boic. I,
33. [71]
Regenaburg ist auf einer synode in RcgenBburg zugegen. Enhuber, Conc. Ratisb. p. 36. Harzheim,
H, 603. [72]
hliesst mit anderen eur synode in Regensburg anwesenden bischöfen einen todtenbnud. —
Martenc, Veter. scriptor. collect. VII, 53. ' [73]
sendet zu einer Versammlung bayerischer bischöfe und grafen in Dingolfing die chorbischöfo
Gottabcrt und Suardohus als seine Stellvertreter: XVII kal. aug. ad locum, qui Dingol-
finga vocitatur. — Quellen zur bayer. und deutsch, gesch. I, 411. Oefele, Script, rcr.
boic. I, 175 (wo Sarolachua statt Suardohus geschrieben ist). [74]
Pertz, Legi- 0 *>> HU MI» synode yom 16. juli zu Dingolfing für identisch mit der Tom IL jan.
zu Regeiiiburg.
X. Starchand 933—965.
Gundekar gibt ihm eine regierungsdaucr von 32 jähren und verlegt seinen tod auf 965
febr. 11. Nach dem annal. Saxo (Pertz VI, 619) und der contin. Reginonis (Pcrtz I, 628)
starb er 966 5 nach dem anonym. Hascrcns. (Pertz VII, 257) begrub ihn der heilige Ulrich.
— Unter ihm entstand das kloster Auhausen (Anhausen) an der Wernitz.
Papst Leo VII richtet an die bischöfe von Bayern ein achreiben über die metropolitanrechto
von Salzburg. Nach Aventin lib. IV pag. 490 ist in der adresse auch bisehof Starchand
von Eichstätt genanut. — Conf. Hansiz, German, aacr. II, 147. Chronic. Reichersperg.,
unter den von Gewold beigegebenen diplomcn. [75]
Bischof Starchand ist mitglied eines gebetsvereins , der auf einer Regensburger synode in
der zeit von 941 bis 966 geschlossen wurde. — Pcrtz, Legg. IIb, 171. [76]
wohnt einer unter dem Vorsitze des päpstlichen apokrisiars Marinus zu Ingelheim abge-
haltenen synodo bei. — Pertz, Legg. II, 24. Flodoardi annal. bei Pertz III, 395. Ri-
chen hist. bei Pertz III, 603. Hansiz, German, sacr. I, 200. Canisius, Promptuar. eccl.
p*. 1057. (77]
erhält von künig Otto I bestättigung im besitze- Herriedens. — Monum. boic XXXI. I, 189.
[78]
bewirkt durch seine Verwendung bei künig Otto, dass derselbe Heidenheim in seinen schütz
nimmt und von der richterlichen gewalt befreit. — Mon. boic. XXXI. I, 190. (79 1
wohnt einem reichstage in Augsburg bei, auf welchem dio sache der könige Adelbert und
Berengar von Italien verhandelt wird. Die anwesenden bischöfe vereinigen sich bei
dieser gelegenheit über eilf die diseiplin betreffende artikcl. — Pertz, Legg. n, 27.
Canisius, Promptuar. ccclcs. p. 1053. Harzheim II, 622. [80]
nimmt theil an der achlacht auf dem Lechfelde und wurde verwundet — Velser, Rcr. boic.
libri quinq. p. 445. — Nach Konrad von Kastel wäre er in der achlacht geblieben.
Pertz VII, 244. [81]
Generalconcil der deutschen bischöfe in Mainz. Bischof Starchand erscheint nicht unter den
verzeichneten namen; aber die abwesenden hätten ihre procuratoren gesandt — Trithe-
mius, Chronic. Hirsaug. ad ann. 963. Binterim, Gesch. der deutsch, conc. HI, 294. [82]
Bischof Starchand von Eichstätt führt ein umgearbeitete« brevier in seiner diözese ein. —
Conf. Anonym. Haserens. cap. 11 bei Pertz VU, 257.
XI. Retinoid (Reinold) 965—989.
Ein
von hoher geburt, gelehrt, auch des hebräischen kundig, dichter und der
3
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10 XI. Reginold (Reinold) 065—989. XII. Megingoz (Emgoz) 989—1002.
969
909
Sept
971
circ.
972
Sept. 17
980
988?
Rom
Ravenna
Ingelheim
9d9
April 22
995
Nov. 10
nnc
Langile
este musiker seiner zeit, Verfasser einer vitn s. Nicolai und Hersteller eines anbaues an der
Westseite des domes. Anonym. Hascr. cap. 4 und 12 (bei Pertz VII, 255 und 257). Nach
Gundokar starb er 989 april 4: sedit annos 24 (Portz VII, 667). Das auetar. Garetense
(Portz IX, 567), die annal. s. Rudberti (Portz IX, 772 und Pez, Script, rer. Austriac I,
339) haben das jähr 988. - Unter Reginold entstand in der diözese das kloster Borgen,
das papst Johann XV im jahro 988
Bischof Reginold wohnt der römischen frühjahrssynode bei und unterzeichnet die Urkunde,
durch welche papst Johann XIII das bisthum Bonevent zum erzbisthum erhebt. — Mansi
XIX, 22. Ughclli, Ital. sacTa VIII, 61. [84]
Stumpf, Kaiserurkunden p. 41 n. 468 halt diese Urkunde für zweifelhaft,
unterzeichnet die Urkunde, durch welche erzbischof Hatto von Mainz zur errichtung des
erzbisthums Magdeburg theile seiner diözese abtritt. — Mansi XIX, 7. Harzheun H
G50. [85]
unterzeichnet beim concil dieses jahrcs in Ravenna die Urkunde des bischofs Hildeward
von Halberstadt über abtretungen zum behuf der errichtung eines erzbisthums in Mag-
deburg. — Mansi XVIII, 503. Harzheim 11, 641. 650. Leuckfeld, Antiq. Halberst. p.
656 urk. 32. . 186]
unterzeichnet eine Urkunde des kaisers Otto I zu gunsten des klostcrs sanet Emmeram in
Regensburg. — Mon. boic. XXXI. I, 208. Lib. probat, s. Emmer. p. 113 n. 46. Hansiz,
Prodrom, tomi tert. p. 109. Mansi, Supplcm. concil. I, 139. Lünig, Spicilog. ecclcs.
III, 649. 187|
Verdächtig. — Statt der zahl 971 wird sonst 760 angenommen,
besucht den synodalreichstng zu Ingelheim und unterzeichnet cino Urkunde, durch welche
ein zwischen dem bischof von Osnabrück einerseits und den klöstcrn Herford und Neu-
Corvey andererseits obwaltender zehentstreit beendigt wird. — Mansi XIX, 35. Harzheim
II, 654. Henaeler, Dissort. de diplomntc Coroli M. de scholis p. 6. [88 1
Bischof Reginold ist in einem verzeichniss der durch die reichsiürsten aufzubringenden
kriegsmannsebaft angewiesen, sich mit 50 geharnischten bei der armee zu stellen. —
Jaffe, Eibl. rer. german. V, 471. . » [89]
erhebt die reliquien des heiligen Willibald, im 186. jähre nach der ersten beisetzung i. e.
967? — Anonym. Hascr. cap. 4 bei Pertz VH, 255. # 190]
XII. Megingoz (Emgoz) 989—1014.
%
Verwandt mit kaiscr Heinrich II (Anonym. Haser. cap. 24), von späteren für einen
grafen von Lechsgemünd ausgegeben. Gundckar gibt ihm eine regierungsdauer von 2 t
jähren (Pertz VII, 246) und setzt in Übereinstimmung mit dem nekrologium von Nieder-
(Böhmcr, Fontes rer. german. III, 484) seinen tod auf 1014 april 28. Vergl. aber
. [97] und Popp, Denkschrift p. 235.
Biachof Megingoz transferirt die reliquien des heiligen Willibald auf den Vitusaltar in der
krypta des dorne«. — - Gundokar bei Portz VII, 248. Gretaer, Catalog. episcopor. Eyst.
p. 431. [91]
lasst sich den besitz der alten abtei Herricdcn, den Otto I verliehen, Otto II gewährleistet
hat, durch Otto III neuerdings bestätigen. Dat IV id. nov., indict. VIII, anno tertü
Ottonis regnantis XII; act. Langile. — Mon. boic. XXVIII. II, 262. Büttner, Franconia
II, 63 (Büttner schreibt Langobe). Stumpf, Kaiserurkunden p. 90 n. 1053. [92
erhält von dem herzog Heinrich von Bayern die abtei Altaich (in beneficium commendavit)
jedoch mit der bedingung, dass in dem stifte die mönchsregel erhalten bleibe. — Wolfher
Vit. Godehari bei Pertz XI, 176. [93
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XII. Meglngoz (Emgoz) 1002-1014. XIII. Gundekar (Gunzo) I, 1014-1019. 11
1002 Paten»
Jml 11
1007 Frankfurt
Nov. 1
1014 Molk
Okt. 7
Ii 115
Frankfurt
1020
April
Bamberg
erhält, in Italien anwesond, auf verwenden des hofkaplans Hugo von kaiscr Otto III die
erneuerung des von Ludwig dem Kind nn bisehof Erchanbold verliehenen Privilegiums,
betreffend den forstbann innerhalb der grcnzinark des klosters Eistat und an den orten
Iteneaheim, Mechinloh, Chitanfcld, Rameraperuh, i/uncina, Morineahcim und Ruotpoldcs-
puoch. Hat III id. jan., anno regni doiuni Ottonia XVII, imperii XV; act. Paternc
(caatell von Benevent). - Mon. boic XXVIII. II, 292. Lghelli, Italia sacr. III, 44.
Stumpf, Kaiscrurkunden p. 106 n. 1280. Reg. boic. I, 51. [94 j
wohnt dem wegen errichtung dea bisthums Bamberg von kaiser Heinrich II veranstalteten
concü bei und untenieichnet dessen bcschluss. — Mansi XIX, 286. Hareheiro III, 30-
Ussermann, Epiacopatua Bamb. cod. probation. p. 13 n. 9. Jaffe, Biblioth. rerum genn.
V, 28. | 95 |
setzt in der kirche zu Mölk den heiligen Colomann, der im jähre 1012 bei Stockerau er-
schlagen worden war und im jähre 1013 ein gewöhnliches grab erhalten hotte, im jähre
1014 feierlich bei. - Annal. Mellic. bei Portz IX, 497. Popp p. 235. 196]
Xm. Gundckar (Gunzo) I, 1014—1019.
Zuvor cuatos an der kirche zu Bamberg, ein man von unfreier herkunft. Nach
einer regierung von 5 jähren stirbt er 1019 dez. 20. — Anonym. Haaer. cap. 25 und Glinde-
chari Hb. ponüf. (Pertz VU, 260. 245.)
Bischof Gundckar tritt auf einem reichstag in Frankfurt den nordwärts von der Pegnitz
gelegenen theil seiner diözeae an das bibthum Bamberg ab. (Der monat ist unbekannt ;
kaiser Heinrich II war aber 1015 zweimal in Frankfurt, jan. 26 bis febr. 5 und mai 8.) —
Ussermann, Episcopat Bamb., cod. probat p. 22 n. 18. Konrad von Kastel in Gunde-
chari Hb. pontif. bei Pertz VII, 252. Schulthcs, Historische Schriften II, 207. Popp,
Matrikel dea biathums Eichstätt p. 6. [97 1
Papst Clemens 11 bestätigt 1047 diese gebictsregelung und nennt sie concambium. — Ussermann,
Cod. probat, p. 34 n. 32. I.üuig, Spicik'g. ccclcs- 11, 14. Conf. Anonym. Haser. cap. 25 bei Pertz VII, *Jfi0.
vertauscht Nördlingen an den bisehof von Regeuaburg für das jagdrevicr Stcderach an der
ungarischen grenze? — Anonym. Haaer. cap. 25 bei Pertz VII, 261. [98 1
XIV. Walther 1019-1021.
Von unfreier herkunft, wie sein Vorgänger. Auf dem wege nach Rom begriffen starb
er 1021 dez. 20 in Ravcnna und wurde daselbst begraben. Pertz VII, 245. 261.
Bischof Walther von Heihatcid unterzeichnet die Urkunde, durch welche kaiscr Heinrich
II dem papsto Benedict VIII alle Schenkungen und Privilegien seiner Vorgänger erneut
und daa biathum Bamberg sowie die abtei Fulda schenkt. — Pertz, Legg. II b, 174.
Borgia, Breve istoria del dominio tempor. I, 7. Lilnig, Reichsarchiv XIX, 161 und Cod.
dipl. ital. II, 697. Ussermann, Episcopat. Bamb. p. 7. [99]
eccles. XI, 63; Harxheim III, 44; Giesebrccht, Gesch. der deutschen kaiserz. II,
125 haben das jähr 1014. Giesebrecht bringt dieses diplom in zi
mit der kaiserkrönung.
XV. Heribert 1022—1042.
durch
Entsprossen, wie man sagt, aus dem gcachlcchte der grafen von Rothenburg und
den bisehof Heinrich von Würzburg erzogen. Er dichtete Hymnen , deren einig«-
3*
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12
XV. Heribert 1022—1042. XVI. Gozmann 1042 aug.— octob.
1024
Mai 14
Aug. 24
1035
Juli 24
1037
Sept. 21
1038
Dez. 3
1040
Jan. 17
1042
. Mai 30
1042
Okt. 14
Höchst
Eicliatätt
Altaich
Limpurch
Augsburg
Würzburg
Eichstätt
/
aufnähme in da« diözcsanbrevier fanden, baute eine neue bischofewohnung, da wo jetzt
noch die residcnz steht, zuvor aber das kanonikat gestanden war, und ein neues kanoni-
kat, da wo jetzt der kreuzgang sich befindet, liess den dorn ahbrechen und die alte
Marienkapelle ganz neu herstellen u. s. w. Nach zwanzigjähriger regicrung starb er auf
der rückkehr vorn kaiserlichen hoflager, woselbst er das klostcr Neuburg für seil
hatto erwerben wollen, 1042 juli 24 in Freising und wurde dort begraben. — Unter
entstanden in der diüzese die klöster Wilzburg und sanet Walburg.
Heribert, episcopus Rubilocensis , erscheint auf einer synode dea motropolitansprengels
Mainz und unterzeichnet ein schreiben an papst Benedict VIII in angelegenheiten des
metropoliten Aribo. — Öicsebrecht, Gesch. der deutsch, kaiserzeit II, 672. Harzheim
HI, 63. [1001
reducirt die zahl der kanoniker am dorn von 70 auf 50, indem er deren 20 an einem tage
auf pfarreien exponirt. — Anonym. Haserens. cap. 27 bei Pertz VII, 261. [101]
weiht eine von ihm auf dem Willibaldsberg an der stelle, wo ein kirchenräuber den ent-
wendeten arm der heiligen Walburga und einen goldenen kelch aus der domkircho ver-
borgen hatte, zu ehren dos heiligen Bartholomaeus erbaute kapelle. — Anonym. Hascrcns.
cap. 30 bei Pertz VII, 2G2. [1021
führt das mönchslcbcn in einem von ihm auf dem Willibaldsberge bei der späteren Willi-
baldsburg erbauten klostcr ein. — Anonym. Haser. cap. 30 bei Pertz VII, 262. [103]
fertigt die crektionsurkundc für das klostcr snnet Walburg in Eichstätt aus, zu dessen fun-
dirung er einen hof in Bohmfeld, einen hof in Pietenfeld und einen weinberg in Aska-
winchil schenkt. Testes per aures tracti: Udclscalc, Almmi, Dcttprcht, Gozpreht, Leutwin,
Hccil, Marolt, Cadalhoh, Wichart, Rcgil, Gerolt, Wolftrigil. Act. Eistatc in ecel. s. Wal-
burgae anno ab incarnat. Dom. MXXXIV indict. III, VIII kal. aug., imperatorc Chonrado
XI regni ejus anno, Heriberti nnno XIII. In zwei ausfertigungen und einem entwürfe
vorhanden; copirt in der Poppischen Sammlung. [104]
Die notae ckronologicae verlangen das jähr 1035 statt 1034.
weiht mit den bischöfen Berengar und Engilmar die neue kirchc des klostcrs Altaich. —
Pertz, Lcgg. II b, 170 und Script. XVH, 37. 1105]
ist mit anderen bischölen und den Vertretern vieler nicht erschienener bischüfe am hoflager
des künigs Konrad; es werden Verabredungen über die zeit der adventsfeicr getroffen.
— Annal. Spirens. bei Pertz XVIII, 82 und bei Böhmer, Fontes rer. german. II, 151. [106]
bewirkt durch seino vorwendung, dass kaiser Heinrich 1U die im Nortwald von eremiten
erbaute kirche Rimichinaha (Kinchna) dem klostcr Niedcraltaich übergibt. — Mon. boic.
XI, 147. 150. Reg. boic I, 80. Hund, Metrop. Salisb. II, 39. [107]
assistirt mit bischof Suidgcr von Bamberg dem bischof Bruno von Würzburg bei der ein-
weihung der sanet Burchardskirchc in Würzburg. — Ussermann, Episcop. Bamberg, p.
15. [108|
XVf. Gozniann 1042 aug.— oktob.
Bruder des vorigen bischofs; nach einer regierung von zwei monaten starb er 1042
okt. 17. Gundckar bei Pertz VII, 245.
Bischof Gozmann weiht mit dem bischof Bruno von Würzburg die neue kirchc des klostcrs
sanet. Walburg. — Anonym. Haserens. cap. 33 bei Pertz VH, 263. [109]
XVII. Gebhard I 1042—1057.
Aus einem vornehmen schwäbischen geschlechte, man sagt ein graf von Calw (Stalin,
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XVII. Gebhard I 1042—1053.
13
Regcneburg
1045
Juli 15
1048
April 8
1049
Okt 19
1050 Nürnberg
Juli 16
1051
Febr. 10
Augsburg
1052 Bamberg
Okt. 18 '
Okt. 7
Regensburg
1053 Goslar
Mai 17
Wirtembergische gesch. I, 566. 568), um Weihnachten 1012 in Goslar zum biachof von Eichstätt
erhoben (Annal. Altah. bei Pcrtz XX, 798) ; wird Schatzmeister des kaisers Heinrich III (Bo-
nizo bei Ocfele II, 804), Beit 1053 Vormünder Heinrichs IV und in dessen namen regent von
Bayern (Anonym. Haser. cap. 35 bei Pcrtz VII, 264), seit 1055 papst als Victor II und
bischof zugleich. Nach einem pontificat von 13 jähren stirbt er 1057 juli 28 in der nähe
von Arczzo; die leiche, die nach Deutschland gebracht werden sollte, wurde in Ravcnna
ihren begleitcrn abgenommen (Anonym. Haser. cap. 41 bei Pcrtz VII, 266. Annal. August,
bei Pertz III, 127).
Bischof Gebhard wird in einer Urkunde des kaisers Heinrich für den herzog Friedrich von
Oesterreich genannt wegen seines gutes, das an die dem Siegfried laut eben dieser Ur-
kunde geschenkten lündereien angrenzt. — Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 119. Hormayr,
Archiv für SüddeutschL II, 234. [110|
verwendet sich, dass kaiser Heinrich III dem kloster Niederaltaich drei hufen königlichen
lande« an dor Schwarzach überlässt — Mon. boic. XI, 155. Reg. boic. I, 84. Hund,
II, 26. [III]
iner unter dem Vorsitze des papstes Leo IX abgehaltenen synode bei und unter-
zeichnet die Urkunde, durch welche der papst den streit zwischen Bertold und Hugo,
den beiden bewerbern um das bisthum Besancon, zur entscheidung bringt. — Mansi
XIX, 750. Ilarzheim III, 113. Binterim III, 407. Thciner, Disquisitioncs crit in praeeip.
ca.no num collectiones p. 203. [112|
erscheint mit den geistlichen und weltlichen fürsten aus Bayern am hoflagcr des kaisers
Heinrich III in Nürnberg, woselbst die herstellung der Heimburg und ein kriegszug
gegen Polen beschlossen wird. — Aventin, Annal. boic. p. 534. Giescbrocht, Annal.
Altahens. p. 82. [113|
erlangt durch seine fürsprache , dass kaiser Heinrich III einem gewissen Raffold zwei kö-
nigliche hufen im Zidalaregowo schenkt. — Mon. boic. HI, 103. XXXI. I, 326. Stumpf,
Kaiserurkunden p. 197 n. 2398. [114[
ist mit papst Leo IX in Bamberg zugegen und wird unter den zeugen genannt, vor welchen
Leo die privilegienbriefe seiner Vorgänger für Bamberg zum zweck der confirmining
verlesen Hess. Leo urkundet hierüber: Tribur 1052 nov. 6. — Usscrmann, Cod. probat,
p. 36 n. 33. Harzheim III, 121. Lünig, Spicileg. eccles. III, 16. [115|
Statt iu natali s. Lucae (18. okt.) liest Binterim: in natali 8. Luciae (13. dez.). ConciliengeBch. III, 41.V
erhebt mit papst Leo IX die reliquicn des heiligen Wolfgang, assistirt bei der weihe der
westlichen krypta de« klosters aanet Emmeram, wohin die reliquien sanet Wolfgangs
transferirt wurden, und verleiht mit andern anwesenden bischöfen und dem papste einen
ablass für die neue ruhestätte des heiligen Wolfang. Auch wird in Regensburg vor ab-
geordneten des königs von Frankreich über die frage entschieden, welche kirche die
reliquicn des Dionysius Areopagita besitze. — Coelcstinua, Ratisbon. monast. p. 258.
Oefele I, 179. 476. Auctarium Ekkardi Altahens. bei Pertz XVII, 364. Notae s. Em-
merammi bei Pertz XVIII, 572. |116|
erhält von dem kaiser Heinrich III einige orte im Riesgau und Sualafeld in den graf-
schaften des Friedrich und des Chuno und zwar: von Wechingen an der Wernitz auf-
wärts bis zum einfluss des Mulibachs, von da den Mulibach entlang nach Bclzhcim, von
da nach Busen (vielleicht Huaen, Hausen), von da nach Seglohe, von da den bach über-
setzend nach Frankenhofen, von da nach Ursinga (Ihrsingen, Insingen), von da zum
sanet Willibaldsbrunnen (Karlsbrunnen), von da wieder an die Wernitz an die furth, die
Rindgasse hebst (führt von Wassertrüdingcn nach Insingen), dann an den bach, an
welchem sich Schwaben und Franken scheiden (Vilsbronn oder Röckingerbach), von da
nach Röckingen, von da nach Lanteresheim, von da zwischen Swiningcn und Trahemo-
tingen (Schwaningen und Altentrüdingen) hindurch über den Orselbach lOrrabach)
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14
XVII. Gebhard I 1053—1057.
1053 Goslar
Juni 6
1055
März
März 12
Oettingen
1056
Sept.
oder
Okt.
Dez.
Dez. 25
1057
Aug. 16
Cöln
Regensburg
Tribur
nach Magcrichcsheim (Obermögersheim), dann auf geradem woge an die kirche in Gno-
zesheim, von da nach Kersenloch (Kirschenthal zwischen der Heidenheimer und Spiel-
berger markung), an die Rorach (Rohrbach) und die Rorach entlang durch den wald
an die Wernitz zurück. Dergleichen wird dem Gebhard der wildbann in dem genannten
walde verliehen. Geschehen unter Zustimmung des bischof« Heinrich von Augsburg und
seines vogts Guntipert, des pfalsgrafcn Friedrich, des grafen Friedrich, des grafen Ulrich,
eines anderen grafen Ulrich, des Dietpert, des Odeskalk, des Odelbert, des Ditlohe, des
Gundekar, des Hartmann, eines zweiten Hartmann, des Pileund, u. s. w. Dat XVI
kal. jun., indict. VI, anno ordinat. XXV, regni XIV, imperii VI; act. Goslarc. — Wi-
derlegung der (preussischen) öffentlichen erklärung wegen der Eichstättischen insassen,
urkundenbuch p. 5 n. 3. Scbulthcs, Historische Schriften -p. 345. Lang, Rcgesta circuli
Rezatiens. p. 28. [117]
erhält auf verwenden der kaiserin Agnes für Pilingriez und Waltohiricha, gelegen im Nord-
gnu in der grafschaft des Heinrich, markt- und zollrecht und für sein stift die dort an-
fallenden kaiserlichen Strafgelder. — Mon. boic. XXIX. I, 112. Reg. boic. I, 87. [118]
Nach don berichten des hist. Vereins Ton Mittelfr. XI, 91 wäre Beilagries, das 1007 nov. 1 an
Bamberg geschenkt wurde, unter Gundekar 1 an Eichstätt gekommen und an die gralen von Hirschberg
als lehen überlassen worden?
gibt seine ein willigung , den päpstlichen stuhl zu besteigen, für den er schon im nov. des
vorigen jahrcs durch den cardinal Hildebrand von Heinrich III in Mainz verlangt worden
war. Am 13. april empfangt er in Rom die consecration. — Jaffö, Reg. pontific. romanor.
p. 379. Lamberti annal. bei Pertz V, 156. Bcrtholdi annaL bei Pertz V, 269. Chronica
monastcr. Casin. bei Portz VII, 687. Annal. Altahens. bei Pertz XX, 807. Bonizo bei
Oefele II, 804. [119)
erhält von kaiser Heinrich III güter in Skeltdorf (Scheidorf) und Gerolvingen, die zuvor
der rebellische Botho, bruder des pfalzgrafcn Aribo von Bayern, besessen hatte, einen
weinberg bei Regensburg, der dem Aribo selbst als lehen übertragen gewesen, und zum
zweck eines allenfallsigen weiteren Weinbaues einen landstrich zwischen Rebdorf und
Inching. — Mon. boic. XXXI. I, 329. Hormayr, Herzog Luitpold p. 29. [120]
kommt sept. 8 zum kaiser nach Goslar, ist okt. 4 in Botfeidon bei dessen tod zugegen,
begräbt ihn okt. 28 im dorn zu Speyer. — Jaffc, Reg. pontif. rom. p. 380. Lamberti
annal. bei Portz V, 156 sqq. Annal. Laub, bei Pertz IV, 20. Othloni visio XV bei
Pcz, Thesaur. aneedot. III. II, 547. % [121]
Die annal. Altoh. major, bei Pertz XX, 809 lassen den papst mit dem kaiser in Worms
treffen.
bewirkt eine Versöhnung zwischen dem könige Heinrich IV einerseits, danr
Gottfried von Lothringen und dem grafen Balduin von Flandern andererseits. — Jaffe,
Reg. pontific. rom. p. 380. 1122]
feiert Weihnachten mit könig Heinrich IV in Regensburg, von wo aus er circ. febr. 12 den
rückweg nach Rom antritt. — Jaffc, Reg. pontif. rom. p. 380. 381. [123]
Die kircho von Eichstätt erhält von könig Heinrich PV aus rücksicht auf papst Victor II
12 königliche hufen und 2 Weinberge mit 24 hörigen leuten in der villa Berega im Nitgan
(über der linie steht die correctur: Nitargowc; Falkcnstcin liest: Mitarshofen) in der
grafschaft des Bertold. Dat XVII kal. sept. anno dominicae incarnat. inill. LVU indiet.
X, anno autem domini Henrici quarti regis odin. IH, regni I; act. Triburie (nach dem
tode Victors U). — Mon. boic. XXXI. I, 336. Falkcnstcin, Cod. dipl. Eystt p. 27 n.
13. U24]
XVIII. Gundekar II 1057-1075-
Geb. 1019 aug. 10, seit 1045 hofkaplan der kaiserin Agnes, nach dem tode Gebhards
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XVIII. Gundekar II 1057-1064.
15
1058
Juli 16
1059 jLehrberg
Jnni 15
Okt. 15
1060
Juli 22
n n
Speyer
Juli 30
Okt. 28
Nov. 5
Nov. 30
1062
Okt. 17
1064?
(Prtihj.)
1064
Juni 5
ai 16
Regensburg
Eichstätt
Regensburg
Eichstätt
Speyer
EichstUtt
bischoi von Eichstätt, von Heinrich IV mit dem ringe investirt 1057 aug. 10, durch Über-
reichung des stabea mit dem bisthum belehnt 1057 okt. 6, in seiner kathedrale inthronisirt
1057 okt. 17, zuPölde geweiht 1057 dcz. 27. Als bischof setzte er den dombau eifrig fort;
auch die Altmühl brücke bei der Heiligengeistkirche soll von ihm herstammen. Nach einem
pontificato von achtzehn jähren starb er 1075 aug. 2. — Vid. sein pontificale bei Portz VII,
245. Annal. Altahens. major, bei Portz XX, 809. Bolland. act. sanetor. mens. aug. I, 175
sqq. Eichstätter pastoralblatt III, 136. Erhard, Reg. histor. westphal. I, n. 1080.
Bischof Gundekar nimmt in beisein des bischofs Ncsunt von Mantua die schonkung in em-
pfang, welche der probst Heysso von Herrieden seinem Btifto mit gütern in Stritdorf,
Birchahe und Veldcn und zwei Weinbergen in Tilenburc machte. — Stein, Cod. dipl.
p. 33. Eichst pastoralbl. VIII, 29. [125J
consecrirt die Kirche in Lehrberg. — Jahresbericht des hist. Vereins von Mittelfranken IV,
27. Eichst, pastoralbl. III, 143. 1126]
nimmt antheU bei der entscheidung des Streites zwischen dem Bischof Hecill von Stras-
burg und dem grafen Heinrich (im olsässichen Nordgau) über wildbannsrechtc durch
könig Heinrich IV. - Würdtwein, Nova subsid. dipl. VI. 227. [127]
consecrirt den sanet "Willibaldsaltar in der mitte des domehors (späteren kreuzaltar): anno
ab incarnat. Domini MLX, anno autem constitutionis hujus episcopii CCCXVII indictione
XIII. — Gundechari lib. pontific. im Eichst, pastoralbl. IX, 137 sq. III, 144. [128]
stiftet zum kreuzaltar aus dem ertrag des gutes Tulis (in Tyrol) und der dazu gehörigen
Weinberge, zu deren cintausch gegen den hof Wihenmichel (bei Landshut) von dem edlen
manne Rupert bischof Gebhard die Unterhandlungen begonnen, aber erst Gundekar
vollendet hat, und aus dem einkommen der domdeebantei , die durch den tod Wuffos
eben erledigt war, zu seinem und aller seiner Vorgänger Seelenheil die sogenannte „um-
gehende pfrünt." Die kanoniker sollten nämlich täglich zwischen der terz und der con-
ventmesso, so lange Gundekur noch leben würde, den psahn 119, nach dessen tod das
de profundis singen und dafür am sonntag und montag der celebrirende priester, am
dienstag und mittwoch der diakon, am donnerstng der subdiakon, am freitag die armen»
am samstag der sakristan die flüchte der pfründc erhalten. (Mit vielen zeugen.) —
Stein, Cod. dipl. p. 84. Bolland. act. sanetor. mens. aug. I, 182. Eichst, pastoralbl.
III, 159. Resch, Annal. eccl. Sabin. II, 522. [129]
Bei der nonnung seiner Vorgänger »teilt Gundekar den Altan nicht hinter Adalung surück, wie
die kataloge, sondern vor denselben.
wohnt in Regensburg der consecration Gebhards zum erzbischof von Salzburg bei. — Vita
Gebhard, bei Pertz XI, 35. Eichstätt, pastoralbl. III, 145. [130]
leonsecrirt dio domkirche zu Eichstaett und den hochaltar derselben. — Gundechari lib.
pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 137. Conf. ibid. III, 45. [131]
consecrirt in derselben kirchc den zu ehren des heiligen Ulrich und der heiligen Gunthild
erbauten altar. — Gundechari lib. pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 139. [132J
consecrirt in Regensburg auf bitten des abtes von sanet Emmeram eine kapellc ad san-
ctura Andrcam (Aurelicnklauae). — Notao s. Emmerammi bei Portz XVII, 572. Coelc-
stinus, Ratisbona raonast. p. 260 (leszterer hat das jähr 1064). Eichstätt, pastoralbl.
III, 146. [133]
consecrirt die auf der Bildseite des doms zu Eichstaett von ihm erbaute und zu seinem grab
bestimmte sanet Johanneskapelle (dompfarrsakristei). — Eichst, pastoralbl. IX, 138. (131 1
assistirt bei der consecration de« doms ux Speyer. — Weiss, Der kaiserdom in Speyer.
I, 49. Eichstätt, pastoralbl. HI, 147. [13', |
consecrirt den aus der krypta des doms zu Eichstaett in die obere kirchc transferirten sanet
BonifaciusalUr. — Gundechari lib. pontif. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 140. [l.'iii]
den ebenfalls aus der krypta des doms in die obere kirche versetzten Vitus
4*
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16
XVIII. Gundekar II 1064—1075
1064 [Eichstätt
Aug. 1
Sept. 14
1065 Augsburg
Mai 20
1068 i
April 2
1071 jMainz
Aug. 15
Okt. 1
Sept. 8
1073
Jan. 27
1072
Juli 10
Hcrrieden
Augsburg
Breitenbach
Eichstätt
1073
März 21
1074
Juni 16
Juli 8
altar. — Gundecbari lib. pontif. abgedr. im Eicbst. pastoralbl. IX, 140. Conf. ibid.
III, 147. [137]
consecrirt den sanet Peter- und Paulsaltar der domkirchc. — Originalcintrag in Gundcchari
lib. pontific. abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 139. (138)
consecrirt am festo der kreuzerhöhung den kreuzaltar. — Pastoralbl. XI, 140. III, 147. f 1 39]
weiht mit den bischüfen Embricho von Augsburg und Routhard von Treviso die domkirche
zu Augsburg. — Annal. Augustnn. bei Pertz III, 128. Eicbst. pastoralbl. III, 147. [140]
erhält zur dotirung der sanet Jobanneskapellc guter und zwar in Issclto von Uta, Schwester
des erzbischofs Siegfrid von Mainz, deren sämmtlichc besitzungen; ebendort von Alienam
(Aleman?), einem manne ex familia saneti Willibaldi, 12 jauebort fcld und einen hof;
in Alchfridcshuscn eine hübe von der edlen frau Ricblint: in Matzingen im Solzegoe
ein gut von ebenderselben; in Pettonboven im Tongawo von dem edlen manne Udel-
schalk ein gut mit vier hörigen leuten; in Egwile im Tunegowe von dem edlen manne
Erchcnfridt ein gut mit zehn hörigen; in Scherenveit von Gudeloch und Wiso, zwei
männern ex familia saneti Willibaldi, wieder ein gut. Für jede Schenkung sind be-
sondere zeugen genannt. Die sehlicssliche Überweisung dieser guter an die sanet Jo-
hanneskapcllc durch den bischof bestätigen die kaiscrin Agnes, der erzbischof Siegfried
von Mainz, die bischüfo Adalbero von Würzburg, Eliseus von Mantua, dann Gundekar;
ausserdem der probst MarealUatts, der dechant Gunthart, die arebipresbyter Wichart
und Abraham, fünfzehn presbyteri, arebidiakon Hclenbert, zehn diaconi, fünf subdia-
coni, sechs minoristen. — Eichstätter pastoralbl. III, 161. U^l]
wohnt dem concil in Mainz bei, auf welchem in der angclcgenhcit des siraonistischen bi-
schofs Karl von Konstanz entschieden wurde. — Pertz V, 185. Jaffd V, 70. Eccard,
Corp. bistor. II, 112. Wansi XX, 10. Harzheim III, 154. Gretser, Opp. omn. VI,
534. [142]
consecrirt unter assistenz des bisehofa Embricho von Augsburg die kirche in Herrieden
und den hauptaltar derselben. — Eichst, paßtoralbl. IX, 140. [143]
consecrirt mit den bischüfen Embricho von Augsburg und Ellenhard von Freising die neue
sanet Afra- und Ulrichskirehe in Augsburg. — Annal. August, bei Pertz III, 128.
Braun, Bischöfe von Augsburg I, 396. [1*4]
bewirkt, dass könig Heinrich IV von dem rittcr Boto ein gut in Baden, das dieser durch
kauf erworben hatte, au sich bringe. — Dürag6, Reg. badens. p. 110 1145]
lässt durch den patriarchen Richard von Aquileja die sanet Michaelskapelle im südlichen
und durch den erzbischof Gebhard von Salzburg die Marienkapelle im nördlichen thunne
der domkirchc zu Eichstaett, beide am gleichen tage weihen. — Originaleintrag in
Gundcchari bib. pontif. abgedr. im Eichstätter pastoralbl. IX, 141. [146|
empfängt in Eichstätt den könig Heinrich IV, der in dieser Stadt den palmsonntag (März 24)
feiert (?) und den herzog Rudolph von Schwaben wieder zu gnaden annimmt. — Annal.
Altah. bei Pertz XX, 824. [147]
Die annal. Lamberti I (Pertz V, 193) setzen Augsburg statt Eichstaett.
lässt durch den bischof Embricho von Augsburg die krypta der domkirchu zu Eichstaett
und den sanet Willibaldsaltar in der krypta weihen. — Gundcchari lib. pontif. abgedr.
im Eichstätt, pastoralbl. IX, 141. 1148]
consecrirt den sauet Kiliansaltar in der krypta der domkirchc. — Gundcchari lib. pont.
abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 142. [149]
Verzeichniss der von Gundekar geweihten kirchen, wie sie in seinem
pontüicalc eingetragen sind: 1. Sulzkirchen, 2. Jettenhofen, 3. Gempfing, 4. Idstetten (zwischen
Bergen und Attenfeld), 5. Weisscnkirchcn , 6. Böhmfeld, 7. Ruitc (Ried bei Neuburg?),
8. Töging, 9. Gelbelsee, 10. Hagenesberc (Ilainsberg?), 11. Denkendorf, 12. Mögersheim,
(Obermögcrsheim?), 13. Stetten, 14. Weisaenburg, 15. Stopfenheim, 16. Ellingen, 17. Wettcls-
, 18. Morsbach, 19. Thann, 20. Trüdingen, 21. Schwaningen, 22. Lentersheim, 23.
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XIX. Ulrich I 1075-1076.
17
täa4s7
1WIJ
■ fr. W
btfcri
Worms
Ornbau (Arcnburcn ) , 24. Eschenbach, 26. Schwina (nachher Eugeltbal), 26. Offenhausen,
27. Happurg, 28. Eschenbach (bei Hersbruck), 29. Etzelwang, 30. Möckenhausen, 31.
tuen (vielleicht Assel wang ?), 32. Berget, 33. Egenbausen, 34. Vach, 35. Lehr-
berg (die letzteren vier im bisthumo Wurzburg), 36. Monheim, 37. Wemding, 38. Watten-
hofen (bei Hoistetten; jetzt verödet), 39. Traunfcld, 40. Langcnaltheim , 41. Roth, 42,
Allersheim (bei Weissenbnrg), 43 —46. drei nicht genannte kirchen in der diöeese Mainz,
46. die domkirche in Eichstätt (28. okt), 47. eine kirche in Regensburg, 49.
Vogtareuth (in der Regensburgcr diözeso), 49. Lochheim (in der Freisinger diözesc), 50.
Pappenheim, 51. Buch (bei Herrieden), 52. Westheim, 53. H Behlingen, 54. die sanet
Nikolauskapello in Eicbstaott, 65. Orünsberg (Gerungesberch) , 56. Schönberg, 67.
Ottensoss, 68. Möning, 59. Liebenstadt, 60. die kapelle des heiligen Johannes in
Eichstätt, 61. Bercbing, 62. Grossalfalterbach, 63. Berchoven (Kerhofent), 64. Roudmun-
deshoucn (Rudenshofen oder Rudertshofcn?), 65. Wachenhofen, 66. Nensling, 67. Bergen,
68. Holnstein, 69. Pollanden, 70. Rebdorf, 71. Dolnstein, 72. Langenreichen, 73. Osterbuch,
4. Oetting (letztere drei in der Augsburger diözese), 75. dorn in Speyer, 76. dorn in
Augsburg, 77. Absberg, 78 Gräfenstetnberg, 79. Wizzenloch (?), 80. Fiegenstall, 81.
Solenhofon, 82. Blumveit (Pleinfeld), 83. Mündling, 84. Sausenhofen, 85. Burgsalach, 86.
Weimersheim, 87. Wcissenburg, 88. Ebenried, 89. ad domum Richardi (Reichertshofen?), 90,
Stirn, 91. Oberndorf, 92. Lantbirgehoven (Laropcrtshofen), 93. Röckingen, 94. Saldircs-
husen (SeilershauscnV), 95. Heng, 96. Sitenbach (Kirchsittenbach?), 97. Pfraundorf, 98. die
kirche der heiligen Afra und Ulrich in Augsburg, 99. die kirche des heiligen
Vitus in Hasaricth, 100. Lellenfeld, 101. Fünfstetten, 102. Otting, 103. Schambach, 104.
KefenhUll, 105. Deining, 106. Hagenhauaen, 107. Alfeld, 10& Offenhausen, 109. Entenberg,
110 Weidenwang, 111. Tannhausen, 112. Heuberg, 113. Abenberg, 114. die Marien-
und 115. Michaclskapello in Eiehstaett, 116. Wittesheim, 117. Einsfeld, 118. Itzing,
119. Hainsfarth, 120. Geilsheim, 121. Dcttenhcim, 122. Egwcil, 123. Aurnhcim, 124. Oening,
125. Zennehusen, 126. Rutesheim (die beiden letztern unbekannt). — Pertz VII, 247.
Eichst, pastoralbl. IX, 141. Einen versuch diese weihen chronologisch zu ordnen, macht
das Eichst, pastoralbl. III, 142 sq.
Im kalendarium des pontificale sind ausserdem noch genannt: jan. 22, dedicatio
ecclesiae s. Nicolai; aug. 18, dedicatio basilicae s. Mariae; okt. 12, dedicatio capellae s.
Michaelis Eihstct; okt. 14, dedicatio ecclesiae s. Walpurgae; eod. die dedicatio capellae
superioris ad s. Laurentium; okt. 20, dedicatio ecclesiae s. Quirini martyris; nov. 20, de-
dicatio basilicae s. Martini; nov. 23, dedicatio ecclesiae juxta ripam fluminis (die kirche
des Heiligengeistspitals) ; nov. 30, dedicatio capellae domini episcopi : insgesammt schon
vor Gundckar geweiht - Pertz VII, 248. Eichst, pastoralbl. IX, 143.
XIX. Ulrich I 1075-1099.
Eine Schenkungsurkunde für Herrieden bei Stein (Cod. dipl. p. 36) nennt ihn den
20. bischof von Eichstätt. Otto, der ersto continuator des Gundckarischen lib. pontif. theilt
ihm 23 regicrungsjahre zu und setzt seinen tod auf 1099 nov. 17 (Pertz VII, 260). Das
gleiche jähr haben die annal. Wirzeb. (Pertz II, 246) und die annal. s. Disbodi (Pertz XVU, 16).
Unter ihm entstand das kloster Kastel.
Bischof Ulrich wohnt einem von kaiser Heinrich IV berufenen concil bei und beschKesst
mit drei und zwanzig anderen bischöfen die absetzung des papstes Gregor VII. — Pertz,
Legcs II, 44. Udalrici codex bei Jaffe, Biblioth. rerum germ. V, 103. Binterim III,
436. Golast, Constit. imperii p. 2. [160J
Das Wonnser decret wurde nach Italien gesendet und auf einer srnode «u Piacenxa tob de
II, 814.
5
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18
XIX. Ulrich I 1076—1091
1076
Febr.
1077?
1080
Juli 22
Rom
H)6. r .
Mai
1086
april?
April 29
Mainz
1087
1089
14
1091
Mai 5
Regensburg
Gaimersheim
Bamberg
Bassano
wird, wie die anderen thciLnehmer an der Wormser Synode, zu persönlicher Verantwortung
nach Rom vorgeladen? — Lauobertus Hersfeld, bei Pertz V, 243. [151J
bewirkt durch seine fürsprachc, dass Heinrich IV seinem getreuen Vasallen R. vier morgen
aekerland schenkt. (Geschah in der zeit von 1077 bis 1084.) — Cod. Udalrici bei Jaffe,
Bibl. rer. germ. V, 140. 1152]
orhält von kaiser Heinrich IV auf verwenden der kaiscrin Bertha und des erzbischofes
Liemar von Bremen den wildbann im gau Rodrnaresperch im bezirk des grafen Heinrich
von Wizenburch und im Solzgowe im bezirk des grafen Heinrich von Sinzingen, und
zwar inncrhnlb der folgenden grenze: Von Eihstat den weg entlang nach Sigewnsesholz
(Seubersholz), von da nach Salhahc, von da nach Etcnstat, von da nm bach fort nach
Smalcnwiscn, von da nach Leibestat, von da im thal fort bis an den bach Dolaha, von
da abwärts an die Schwazach, von da nach Mazingen und am wege fort nach Griesbach,
von da wieder am wego fort nach Widinewanch und Erichesbach, von da ad vadum
VVolfprechtes mule in fluvium Solcnzc (Wolpcrtsmüblc an der Sulz), am flusse fort nach
Piberbach, von da nach Ostenderendorf, von da nach Tegeningen, von da nach Werede
und an dio Altmühl und an derselben fort nach Eichstactt zurück. Anno dominicae incar-
nat MLXXX, indict. III, XI kal. aug., anno ordinationis Henrici regis quarti XXVIII,
regni autem XXV. — Stein, Cod. dipl. Eystett. manusc. p. 248. Mun. boic. XXXI. I,
363. Schuhes, Kleine histor. Schriften II, 349. Widerlegung der preussischen erklärung
wegen der Eichstättischen insassen, urkundenbuch p. 6 n. 4. [153]
Das jähr der Ordination und regicrung wt-it.cn auf das jähr 10S1. Conf. Stemel, Gesch. Deutsch-
lands unter den frank, kais. II, 277. — Vidimirt wurde diese Urkunde M81 juli 3.
huldigt mit anderen bischöfen auf einem concil in Mainz dem gegenpapste Clemens II,
während er Gregor VII mit dem kirchenbanne belegt — Bernold bei Pertz V, 443.
Goldast, Constit. imp. p. 121. Mansi XX, 603. 613. Harzheim, HI, 201. Binterim III,
467. |154j
wohnt in Mainz der Überreichung der königskronc an Wratüslaw von Böhmen auf einer
Zusammenkunft mehrerer königstreuer bischöfe bei. — Cosmne chronic, bei Pertz IX,
91. Palacky, Gesch von Böhm. I, 318. Hcfelc, Conciliengcsch. V, 168. Giesebrccht,
Gesch. der deutsch, kaiserzeit III, 614. 1163. (155)
entscheidet mit anderen bischöfen, dass das bisthum Olmütz mit dem bisthum Prag durch
kaiser Heinrich IV vereinigt werden solle. — Stumpf, Reichskanzler II, 79. Boczek,
Cod. dipl. Morav. I, 173. Goldast, De regni. Rohem jurib., docum. p. 21. Erben,
Reg. Bohem. p. 73 (fragro). Lünig, Rcichsarchiv VI b, 230. Cosmae chronic, bei
Pertz IX, 91. Conf. Dümmler, Piligrim von Passau p. 174. [156]
Die boschlnssfassung geschah wohl auf der synode in Mainz; die bezügliche Urkunde Heinrich«
ist in Regensburg ausgestellt.
weiht dio kircho in Gaimersheim und vergleicht sich am nämlichen tage mit Frideruna,
äbtissin von Geisenfeld, wegen der gegenseitigen ansprüchc dahin, dass Frideruna dem
bischof durch ihren vogt Heberhard zwölf und eine halbe hübe landes in Wolfsbuch
nebst sechs leibeigenen und zehn pfund denare zusichert, der bischof aber und sein
vogt Erncst dem kloster der Frideruna den zehent in Gaimersheim ausschliesslich über-
lassen. — Mon. boic. XIV, 190. Falkenstein, Cod. dipl. Eystctt. p. 30 n. 16. Hund
II, 353. Ried, gesch. der grafen von Hohenburg I, 75. [157[
verwendet sich bei kaiser Heinrich IV, dass derselbe dem Mcindor, einem ministerialen der
Bamberger kirchc, sechs morgen königlichen landes in Arinbach schenke. — Mon. boic.
XXIX. I, 212. Schuthcs, Kleine histor. Schriften II, 350. Stenzel, Geschichte Deutsch-
lands unter den iränk. kaisern U, 292. 1159]
erreicht durch die (Ursprache des patriarchen Ulrich von Aquileja sowie der bishüfo Milo
von Padua, Hccelin von Viccnza und Otger von Ypern, dass ihm Heinrich IV in rück-
sicht auf geleistete dienste das gut Greding reststituirt , das schon frühere köuige dem
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i
XIX. Ulrich I 1091-1099. XX. Eberhard 1099-1103.
19
1093?
hochstift zugesichert, markgrnix Eggebert II (von Meissen aus dem hause Braunschweig)
aber an sich gebracht und darauf wegen Verschwörung Eggeberts gegen den könig
richertlichc entscheidung dem letzteren zuerkannt hatte. — Mon. boic. XXIX- 1, 214.
Conf. Annul. Saxo ad 1076 bei Pcrtz VI. Walram b<i Üoldast, Apolog. pro Hernr. IV.
Giesebrecht, Geschichte der deutsch, kaiserzeit III, 11G9 sq. Lang, Reg. boic. I,
105. [159]
ist genannt in einem berichte an den kaiser Heinrich IV wegen Gredings, das graf Hein-
rich von Sachsen, söhn dca herzogs Otto von Nordhtim für sich in anspruch nahm.
Der kaiser solle den bischof Ulrich durch eine zweite gc-sandtschaft zur nachgiebigkeit
bewegen, da die ersta wegen mangeU authentischer schreiben nichts ausgerichtet habe.
— Cod. Udalrici bei Jaffe, Biblioth. rcrum german. V, 171. [160]
Flolo, Kaiser Heinrich IV Bil. II p. 319 setzt dieses scliriftstück in das jähr 1086.
soll das Irauenklostcr Bergen geweiht haben. — Falkcnstein, Nordgauischc altcrth. im
bitith. Eichstett I, 123. Nach Bruschius »bat es erst bischof Ulrich II. [161]
schenkt an das kloster Oberaltaich während der Verwaltung des nbtes Egino einen hof
und zehn hörige leute. — Mon. boic. XII, 18 aus dem cod. tradit. monasterii Altan. [162]
Bergen
. « ■ • •
1099
Xov. 9
Mainz
ror 1103
1103
In einer Urkunde der bischöfe Johann von Speyer und Kuono von Worms über den aus-
tausch einiger orte und kirchen ihrer sprenge! gegen einander ist ein bischof Walram
von Eichstätt (Wulravanus Einsicenstis) genannt, der zustimmt und zeugschaft leintet! —
liemling, Urkundenbuch zur gesch. der bisch, von Speyer I, 69. Dümg6, Reg. badens.
p. 24. [163]
XX. Eberhard 1099-1112.
Sohn des grafen Heinrich von Vohburg, durch seine mutter Beatrix (Petrissa) enkel
Ottos, des letzten markgrafen von Schweinfurt aus Babenbergischem geBchlcchte und dcsshaJb
erbe Schwciufurtischer güter. Irmengard (Imroula), Eberhards grossmutter und Ottos von
Schweinfurt gcmahlin, heurathe in späterer ehe markgr. Eckhart I von Meissen ; daher die
ansprüehe Eckbarts U auf die Schweinfurtische besitzung Greding — vid. oben nro. [159J.
Gertraut, Eckbarts II Schwester, war vermählt mit Heinrich I, dem vater des Otto von
Nordheim; daher die prütensionen , die Ottos söhn, der graf Heinrich II auf das nämliche
Greding erhebt — vid. oben nro. [160]. Richenza, eine Schwester des Otto von Nordheim,
war die gemahlin des kaisers Lothar; desshalb wird Greding unter den besitzungen Ger*
trauds, der toebter Lothars, genannt — vid. unten nro. [199J. Bertha, eine Schwester der
Beatriz, war vermählt mit Friedrich von Habsberg; dieser Friedrich und sein söhn Otto sind
die gründer des klostcrs Kastel. — Moriz, Abhandlung Uber die grafen von Sulzbach H,
130 in den anmerk. Leo, Vorlesungen über die geschichte des deutschen Volkes II, 513.
Eberhard heisst noch 1104 bloss episcopus clectus, hat noch 1108 zwei chorbischöfe
an seiner scite und war vielleicht gar nie geweiht. Bischof Otto gibt ihm eine regiernngs-
zeit von 13 jähren und setzt seinen tod an auf 1112 {?), jan. 6 (Pcrtz VII, 250). Das nekro-
loghim s. Eminerami antiq. hat ohne jahresbestimmung: jan. 6 (Mon. boic. XIV, 366).
Bischof Eberhard vertauscht an den grafen Otto von Habsberg güter in Leupoldahoven,
Eyotenshaün, Megenloch und Puchsenhaim (Lippertshofen, Eitensheim, Möckenlobe und
Buchsbeim), welche Otto dem kloser Kastel übergibt, Eberhard aber zugleich vom zehent
befreit. - Kastlcr reimchronik vers 249 sq. Moriz, die grafen von Sulzbach II, 26. [164]
erlangt in Verbindung mit dem tischof Hermann von Augsburg von dem herzog Friedrich I
von Schwaben und vielen grafen einen frieden für die kleriker, für die kirchen, für
jeden innerhalb seines bauses und seiner umzäunton oder nicht umzäunten kofstätte, für
5*
s
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•20
XX. Eberhard 1103—1108
1104
Jan. 14
1106
Nov. 1
1106
Okt. 17
1107
Mai 25
Sept. 30
Nov. 3
nort
Sept. ft
Sept. 29
kauflcute und den ackersmann. Wer gegenstände im werthe unter 60 denaren entwendet,
soll mit ruthen gepeitscht werden; beläuft sich der werth höher, so soll der thäter die
hand verlieren. — Pertz, Leges II, 61. Neue abhandlungen der akad. der Wissenschaften
X, 424 (1866). [165 1
Regensburg Eberharde, electus Eiatetensis, nimmt antheil bei einer entscheidung des kaisers Heinrich IV
über die vogteirechtc auf den gUtcrn des Augsburger domknpiteb. — Harzheim IU,
247. Nagel, Origines dorn. boic. p. 276. Mcichelbeck, Histor. Frising. I b, 530. Monom,
boic. XXIX. I, 328 (in einer Urkunde Friedriche I von 1156 juni 21) und XI, 26 (fragm.).
Pertz, Leges 11, 62 (fragm.). [166)
Böhmer, Rcgesta indc a Conrado I usque ad»Henricum VII p. 75 n. 1499 hat: 1041 mai 27.
Speyer assistirt bei der weilie Gebhards, eines grafen von Urach, bisher abts von Hirsebau, zum
bischof von Speyer. — Würdtwein, Nova subsid. dipl. I, 135. [167]
wird nach besekluss einer Versammlung von zwei und fünfzig fürsten, unter die er ver-
inuthlich selbst gehörte, nach der abdankung des kaisers Heinrich IV (1006 dez. 27
und 31) als Stellvertreter Bayerns (!) mit den erzbiBchöfen Bruno von Trier und Hein-
rich von Magdeburg sowie den bischöien Gebhard von Constanz und Otto von Barn-
..A^^ojt borg nach Rom gesendet mit der bitte an papst Paschal II, zur hebung der übel in
kirche und staat auf deutschem boden ein grosses concil zu halten. — Chronic. Urs-
perg. ad ann. 1106. Biutcrira III, 468. Eichhorn, Episcopat. Curcns. p. 72. Gretser,
-V V A;<. -\\ ü° divi* tutel. p. 464. Druffel, Kaiser Heinrich IV und seine söhne p. 66. 1 1 68]
Mit ausnähme Gebhards von Constanz wurden die bischSfe und mit ihnen mehrere laien in Trient
auf anstiften Heinrichs IV gefangen, aber drei tage darauf durch Weif von Bayern befreit.
Speyer verwendet sich bei kaiscr Heinrich V, dass derselbe dem kloster sanet Walburg im Hagen-
auer forst eine Schenkung macht — Würdtwein, Nov. subsid. dipl. VII, 8. Schöpfflin,
Alstatia dipl. I, 187. [169J
Metz befindet sich am hoflager des künigs Heinrich V, der in Metz seinen Aufenthalt nahm,
während der papst in Troycs ein concil hielt, und bewirkt durch seine vennittclung,
dass Heinrich dem kloster sanet Maximin (bei Trier) mehrere um Metz gelegene güter
restituirt. — Beyer, Mittehheinischcs urkundenbuch I, 476. Martene, Vetcrutn scriptor.
collet. I, 613. Hontheim, Histor. Trevir. I, 487. [170|
wird sammt den andern bischöfen des Mainzer mctropolitansprcngels, die bischöfe von Bam-
berg und Chur ausgenommen, durch papst Paschal II suspendirt. (Schreiben des papstes
an den bischof Gebhard von Constanz.) — Neugart, Cod. dipl. Alamann. II, 42. Migne,
Cursus pntrolog. CLXIII, 213. Ekkehard bei Portz VI, 242. [171)
Corvey vermittelt, dass könig Heinrich V dem kloster Corvey den zehent restituirt, welchen ihm
Ezelin entzogen hatte. — Erhard, Cod. Wcstfal. I, 138. Senaten, Annal. Paderborn.
I, 667. [1721
Köln wird als zeuge genannt in einer Urkunde des königs Heinrich V, in welcher dieser die
reichslehen der Gertrud von Boppard, nemlich 3 höfe im gaue Einrich im distrikt des
grafen Ludwig von Arnstein, auf deren bitte der abtei Pantaleon zu Köm als freies
eigenthum übergibt. — Lacomblct, Niederrhein, urkundenbuch I, 174. [173]
Nürnberg verwendet sich sammt seinen chorbischöfen bei könig Heinrich V für einen gewissen
Hedcnric, der in folgo dessen drei königliche hufen zu Brnnna als lohen erhält. — Mon.
boic. XXXI I, 384. Oefele I, 710. [1741
Tum erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich V, laut deren dieser dem kloster
Göttweig die insel Mutheimcrwcrth schenkt. - Fontes rer. austriac abth. II, bd. VITI
p. 262. Hormayr, Archiv ftlr gesch. jahrg. 1828 p. 650. Meiller, Reg. der markgraf.
und herzöge Oesterr. p. 11. , [175]
Presaborg unterzeichnet die Urkunde, durch welche könig Heinrich V bestätigt, dass Heinrich von
Schauenburg dem hochstift Bamberg das gut Viehbach schenke und bischof Otto von
Bamberg den donator wieder mit Viehbach belehne. - F^ejer, Cod. dipl. Hungar. II,
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XX. Eberhard 1109—1112. XXI. Ulrich II 1112-1119.
•21
Uli
Sept. 4
Mainz
Okt. 2 Strasburg
Aug. 8
1112
circ.
1114
Jan. 17
Mainz
1116
Febr. 14
Nov. 1
1118
)
1119
circ.
Augsburg
Büdesheim
50. Archiv für österr. geschichtskundo VI, 295. Meillor, Reg. der markgr. und her-
zöge Oesterr. p. 12. |176|
Die Urkunde hat das jähr 1109.
bewegt durch seinen rath dt-n könig Ileinrich V, dem kloster sanet Salvator zu Schaff-
hausen seine freiheiten zu bestätigen. — Ficklor, Quellen und Forschungen zur geschichtc
Schwabens und der Ostschweiz p. 33. [177]
erscheint in einer Urkunde, durch welcho könig Heinrich V dem kloster Einsiedeln das
privileg seines vaters von 1073 mai 25 wiederholt. — Neugart, Cod. dipl. Alemann.
II, 113. Böhmer, Acta imperii sei. p. 71 n. 76. Hartmann, Annal. heremi Dciparae
p. 171. iKeymann), Doeum. arehiv. Einsidl. II, 35. Tschudi, Chronic, helvetic. I,
50. 1178J
Tschudi hat: VI kal. oct. (sept 26) statt VI non. oct. (oct. 2.)
unterzeichnet eine Urkunde Heinrichs V, wodurch derselbe die bäuerlichen Verhältnisse auf
den glltern des klosters sanet Maximin (bei Trier) ordnet. (Verdächtig.) — Hontheim,
Hiator. Trevir. 1, 495. Calinct, Histoire de Lorraine I, 530. (179)
gibt mit beistimmung seiner verwandten guter in Schweinfurt sammt zugehörungen an die
kirche Eichstätt — Gundochari lib. pontif. abgedr. in Vitae pontificum Eystett. Bei-
lage zum Eichst, pastoralbl. von 1867 p. 2. Conf. Moriz, die grafen von Sulzbach II,
133. [180|
XXJ. Ulrich II 1112-1125.
Ein graf von Bogen und durch den söhn seines bruders Friedrich verschwägert mit
dem gcschlechte seines Vorgängers, den grafen von Vohburg (Mon. boic. tabelle zu p. 22.
Hund, Bayerisches Stammbuch I, 116. 117. Popp, Denkschrift p. 241). Nach einer regier-
ung von dreizehn jähren starb er 1125 sept. 3. (Vitae pontif. Eyst. p. 2.)
Ulrich, electua HcistcttensU , wird neben Bruno, dem elcctus Spirensis, genannt in einem
schreiben, durch welches erzbischof Bruno von Trier im auftrage des papstes den
bischoi Otto von Bamberg einlädt, zur weihe beider mitwirken zu wollen. — Usscr-
mann, Episcopat. Bamberg, p. 65. Hahn, Collcctio monumentor. I, 202. [181J
Bischof Ulrich ist in Mainz, wo könig Heinrich V jan. 7 seine Vermählung gefeiert, und
erscheint als uitcrvcnicnt in einer Urkunde, wodurch der könig das durch Heinrich den
Eppensteiner, herzog von Kärnthcn, gegründete kloster sanet Lamprecht bestätigt. —
Archiv flu* österr. geschichtsk. XII, 198. Neue abhandlungen der bayer. akad. IV, 687.
Puseh et Fröhlich, Diplomataria Styr. II, 2m. Meillcr, Reg. der markgr. und herz.
Oesterr. p. 13. Crollius, Erläuterte reihe der pfalzgr. p. 195. [182 [
Galantha, Dipl. Styr. II, 277 setzt diese Urkunde irrtuümlich in da» jähr 1104; das original im
sauet LamprecUt hat 1114.
int als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich V, wodurch dieser dem schis-
matischen bischof Hermann von Augsburg für geleistete und noch zu leistende diensto
die abtei Benediktbeuren schenkt. — Mon. boic. XXIX. I, 236. Conf. Damberger,
Synchron, gesch. des mittelalt. VII, 765. 1183]
bewirkt durch seine fürsprache und seinen rath, dass kaiser Heinrich V dem Otto von
Wittelsbach das gut Wilenbac (Weilnbach) in der grafschaft des Heinrich von Horcburc
schenke. — Mon. boic. XXIV, 9. Ried, Cod. dipl. I, 176. Meiler, Mundi miraculum
seu s. Otto monasterii Ensdorf, praeeipuus dotator (1730). [184|
ist zeuge in einer Urkunde des kaisers Heinrich IV (!) über erleichterung des weinverkaufs
in Strassburg. — Wtirdtwein, Nov. subsid. dipl. VII, 32. [185|
verleiht den domkanonikern die gunst, dass bei eingetretenem todcsfall das pfründeein-
ein jähr lang fortbezahlt werde, und schenkt dem domkapitel besitzungen
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XXI. Ulrich II 1119—1125.
1120
Mai 1
1120
Würzburg
Bamberg
1J22
Nov. 11
- rr
Doz. 28
1123
Mai 8
1124
Mai 30
Speyer
in Mekcnloh und Hcbingon. — Die continuatio zu Gundckara liber. pontif. abgedr. in
Vitac ])ontif. EystetL p. 2. Conf. Dürr, De aunis gratiae. Mogunt. 1770. [186]
Also waren unter bUchof Ulrich I[ die güter des hochstifts getheilt in guter des bUchof*
und in guter des d u m k a p i t e I s , und zwar wohl schon um Ulu, in welchem jähre der domherr
Burchard zum altar des heiligen Will, bald latidercicn vermacht, von deren ertrag den kapitularcn (ca-
nouicis, fratibus) wein, hier und getraide verabreicht werden soll. — Diploniatur. capituli Eyslett.
bewirkt durch seine Verwendung, dass köuig Heinrich V dem bischof Erlung von Würz-
burg und seinem stuhle diu entzogene richterliehe gewalt über Ostiranken zurückgibt.
— Leuckfcld, Antiq. Pöhlens, p. 253. . Lüuig, Rcichsarchiv part. special, contiuuat. III.
p. 325. Mon. boic. XXIX. I, 238. . [187]
erscheint als zeuge iu einer Urkunde de« kaisers lleinrich V, in welcher dieser dem sanet
Salvatorskloster zu Schaßhausen seine von dem papste Gregor VII und dessen nach-
folge rn verliehenen Privilegien bestätigt und den abt Adelbert auffordert, einen vogt zu
wählen. (Ohne monat und tag). — Fickler, Quellen und forsch, zur Geschichte Schwa-
bens und der Ostschweiz, p. 39. 45. [188]
Reichstag in Bamberg. Auf demselben geben diejenigen fUrstcn, welche sept. 23 dieses
jahres beim abschluss des Calixtirtischen concordats in Worms nicht zugegen gewesen,
cinraütbig ihre nachträgliche Zustimmung; also auch bischof Ulrich von Eichstätt. —
Hefele, Conciliengesch. V, 335. , (189]
Bischof Ulrich erscheint als zeuge iu einer Urkunde Ottos I von Bamberg, worin dieser
coraiu Ilenrico quarto imperatoro einen 1050 zwischen dem herzog Berthold (von Zubrin-
gen) und dem grafen Eberhard von Neuenbürg gemachten gütertausch bestätigt. —
Eickler, Quellen und forschungen p. 4C. Stumpf, Kaiserurkunden p. 270 n. 3183. [190]
verwendet sich dafür, dass kaiser Heinrich V die dem kloster sanet Blasien von den kaisern
Otto und Heinrieh IV gemachte Schenkung der vom heiligen Iicdinbert errichteten zelle
im Schwarzwald mit den dabei liegenden orten bestätige. — Wirtembcrgisehes urkunden-
buch I, 356. Stumpf, Kaiserurknnden p. 270 n. 3185. 1191]
Hergott, Genealog, gent. HaWburg. II, 136 und Neugart, Cod. dipl. Alcinanu. II. 28 haben da»
jähr ll'ja.
intercedirt in einer Urkunde des kaisers Heinrieh V, durch welche dieser dem nonnenklostcr
zu Kaufungen die dorfer Heiligenrode und Umbach restituirt: VIII id. mai. — Stumpf,
Reichskanzler II, 86. [192}
Stumpf meint, es sei vielleicht richtiger: VIII id. niart. (mirz 8.)
erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Heinrich V, in welcher dieser auf bitte
des erzbischofs Adalbert der Mainzer kirche und dem heiliger/ Mactin die hälfte des
castells Eppstein schenkt. — Gudcn, Cod. dipl. I, 66. [193J
Oberaltaieh? wohnt der übergäbe von fünf hörigen leuten an da* kloster Obcraltaich durch eine frau
Gisela bei. Mon. boic. XII, 27 m 14. [194]
Der name Ulrichs wird vermuthet in einer Schenkungsurkunde an das kloster Obcraltaich
ohne den namen des donators. Die abtretung betral sechs hörige leute. — Mon. boic.
XII, 27 n. 13. fl95]
Bisehof Ulrich übergibt ein gut in Utingan (Oeningen) mit drei hörigen leuten in die hände
des Hartmuht von Greifesbach, damit derselbe gut und hörige leute dem kloster Tegorseo
aushändige. — Mon. boic. VI, 71. [196}
hat dem söhne seines bruders Friedrich, Friedrich dem Jüngern, dem vogt von Regens-
j bürg, ein gut in Seil tarn hinterlassen, das derselbe an das kloster Prifling übergibt. —
! - Mon. boic. XIII, 60. [197]
[dergleichen gttter, die Friedrich an den edlen mann Ratpo von Niwenhuscn deputirt ; Ratpo
j ist beauftragt, nach Friedrichs tod diese güter an das kloster Obcraltaich abzutreten.
i Mon. boic. XII, 32 n. 26. 1.198]
ischol Ulrich ist genannt in der Urkunde eines gewissen Lantold, der beim aufbrach zum
kreuzzug ein gut in Geunaha an Altaich schenkt und Bich dabei als vasalle Uhrich« von
Eichstactt unterzeichnet. Mon. boic XII, 32 n. 25. [199]
Nc
Worms
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XXII. Gebhard II 1125—1129.
23
1125 Mainz
Okt. 16
Nov. 27 Regensburg
1127
Sommer
1128
Nov. 12
1129
Mai 26
Juli 17
vor Aug*
Stockcy
Regensburg
. . . •
XXII. Gebhard II 1125-1149.
Aus dem hause der grafen von Hirschberg: der erste nicht vom könig eingesetzte,
sondern vom kaphvl gewählte bischof. Er starb nach einem pontificate von 24 jähren
1149 märz 17.
Unter ihm entstanden in der diözose das benediktinerkloster Plankstetten , das ci-
sterzienserkluster Hailsbronu und ein f'rauenklostcr in Abenberg (durch sanet Stilla).
.
Gebhard, Eistetensis electus, erseheint mit Gebhard, dem vertriebenen bischof von Würzburg,
vor der synodo in Mainz. — Codex Udalrici bei Jaffe, Biblioth. rer. germ. V. 108. 1200]
Gebhard, electus Eistetensis, wohnt einem reichstag in Regensburg bei und gibt seine ein-
stimmung dazu, dass könig Lothar dein bischof Hermann von Augsburg den besitz des
durch Heinrich V an dessen hoehstift geschenkten klosters Benediktbeuren bestätige.
— Mon. boic. XXIX. I, 248. 1201 1
Bischof Gebhard belehnt den herzog Heinrieh den Stolzen mit Grcdiug. Heinrich begab
sich, nachdem er 1127 mai 29 auf dem schloss Gunzenlcch ain Lechfeld seine Vermählung
mit Gertrud, der erbtoehter des kaisers Lothar gefeiert, au den hof des letzteren und
übernahm von demselben das herzogthura Sachsen, Nürnberg, Gredingen und alle lehen,
die der kaiser von bischöfen und übten hatte. — Hist. Wellor. Weingartensis bei Pertz
XXI, 464. [202]
wohnt den Verhandlungen bei, in folge deren der kirche Furheuriht die zehenten in Tanlach
und Amenruht, die ihr durch den abt Wortwin von Kastel entzogen worden waren, re-
stituirt und ihr selbst die Unabhängigkeit von der zu Kastel gehörigen kirche Lutcrhouen
zuerkannt wird, gegen welche Unabhängigkeit abt Wortwin und der presbyter Helpherich
gesprochen hatten. Zeugen de« urtheils: Hermann, archipresbyter und kanonikus. Pil-
gerin, dekan. Chuonrad von Soundelbach. Rahowin von Dietkirchen. Arnold von
Furhenriht. Heinrich von Peregc. Marquard von Altdorf. Heberhard von Eschenweiden
und sieben mit namen aufgeführte laien. — Mon. boic. XXIV, 317. [203]
erscheint als zeuge in einer Urkunde Lothars III, worin derselbe dem kloster Madilhartcs-
dori (Mallersdorf) lostrennung von dem kloster Nieder uiünster (in Regensburg) sowie
freie abtwahl gestattet. — Mon. boic. XV, 266. XXIX 1, 252 (correkturen zu XV, 266).
Hund, Metrop. Salisb. II, 459. Hansiz II, 226. Stumpf, Kaiserurkunden p. 277 n. 3244. [204]
Dia Mou. boic. XV, 566 uud Utihmer, lieg. p. 10<» n. 2108 haben: kal. juu. statt VII kal. jun. —
Vermutldich kam Gebhard mit dem kaiser vou der tnai ltt in Corvey abgehaltenen füistenvert-auimlung.
unterzeichnet als dritter zeuge eine Urkunde des bischoi's Chuono von Regensburg, laut
deren durch den herzog Heinrich von Bayern ein streit zwischen dein genannten
Chuono und dem bischof Gtto von Bamberg über die dem hoehstift Bamberg in der
diözese Regensburg zustehenden neubruchzehenten geschlichtet worden. — Ried, Cod.
dipl. Ratisb. I. 187 n. 98. Lang, Reg. boic. I, 128. 1205]
gestattet in Ubereinstimmung mit seinem bruder Hartwic, grafen von Hirchsberg und vogt
der kirche Eystct, sowie des klerus, der vasallcn und des Volkes (abo auf einer synode!)
dass Ernest, der dritte bruder Gebhards und Hartwic* , sein allodialgut Petzenpruch
(Pezabruck bei Nabburg) gegen Planngksteten, das ein lehen des hochstifts war, zu dem
zwecke umtausche, um den letzteren ort am altarc der schon bestehenden Marienkirche
zu einem kloster zu opfern. — Aus einem Plankstetter saalbuch von 1461 in Popps cod.
Monacens. p. 257. [206]
fertigt den stiftungsbriei^ für das kloster Plankstetten aus. Er und seine brüder Ernest
und Hartwic schenken zu dem kloster, nachdem sie dasselbe erbaut, zwei hole in Planngk-
stete und acht lehen, drei höfe in Laudenstauden, hof, taboTnc und mühlo Gösscuthal
(Josental), einen hof in Sweikersdorf und ein lehen, einen hof in Wallensdorf und ein
lehen; dergleichen sechs hörige sainint den von diesen hörigen in den beiden Wint-
6*
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24
XXII. Gebhard II 1129 — 113*2.
1129
Aug. l
Okt. 5
1129
Laufen
1130
Juni
1130
1131
März
Juli?
1132
circ.
Kastel
Regensburg
Nürnberg
Lüttich
passingon und in Schaurndorf innegehabten gutem (es werden diese hörigen zu einem
jährigen zins von fünf denaren verpflichtet); endlich drei dürfer an der Swartzn,
nämlich Petzenbruck, Zulchenrewt und Treurewt. Zeugen : Friedrich von Truhendingeu
und dessen bruder Albert. Hainrieh von Ettenstat. Herbert von Hebingen. Friedrich
von Wcllenhaym. Hadebert von Erlingshovcn und sein bruder üotfried. Hclembert von
Lutenpach. Konrad von Ziliugsvirst. Friedrieh von Laber. Adelo von Eystet. Wolfger
von Kickersdorf. Conrad von Retcnpuch. Wichfrid von Herriden. Mcgcnwardt von
Pedtcnhoven. Udah ich von Hutteshoven. Megenwnrt von Ahausen et alii quam plures.
Act. MCXXIX tempore Lotharii regis. — Popp, Cod. Monac. p. 258. Jahresbericht des
hist. Vereins von Mittelfranken XVI, 92. [207J
sendet den douipropst Burkhard und den abt Rudolph von Plankstctten zu einer synode
der bayerischen bisehüt'e nach Laufen, woselbst die snehe des vor 52 jähren verstorbenen
und des ansehlusses au den gegenpapst Wibert beschuldigten bischofs Ellcnhard von
Freising zur Verhandlung kam. — Hund, Mctrop. Salisb. I, 103 (edit. Ratisbonensis;
I, 151 edit. Monac). Hausiz II, 22fi. Meiehelbeck I a, 307. 1206]
weiht das kloster Kastel in gegenwart der fundatoren und einer grossen menge Volkes. —
Braun, Kastler chronik cap. 14 (mnnuscr.) abdr. Eichst, pastoralbl. X, 102(1863). [209]
macht zur oblei des domkapitels und der nonuen von s. Walburg eine Stiftung mit seinem
gute in Tyufenbaeh, Rota und Sacze (Sezzi!) durch die hand Pertholds von Preitcn-
prunnc und Burehards von Wachencelle mit rath seines (des bischofes) bruders, des
grafen Hartwich, advokaten der domkirche, in der art, dass an seinein ordinationstagc
jährlich und ebenso nach seinem tode auch an seinem jahrtage den domherrn 3 talente,
den nonnen ein halbes gereicht und ein ewiges licht unterhalten werde. Sein kapellan
und blutsverwandter, Chunrad, und nach dessen tode sein verwandter, der douihcrr
Heinrich, sollen aber die rcutenüberschüsse zu gemessen haben. Der schutzvogt soll
diese Stiftung nicht weiter verleimen, für seinen schütz aber jährlich ein schwein, 20
denare werth, und 10 sehäffel (medios) haber erhalten. Act. 1129 regn. Lothario rege
anno 4 regni sui, ordinatiouis mcao ctiam anno quarto. (Diplomat Capituli Eystett.
im bisch, ordinariatsarehive.) [210]
befindet sich in Regensburg, wo köing Lothar circ. mitte juni einen reiehstag gehalten,
und ist mitsiegler einer Urkunde, laut deren Lothar die Schenkung eines gutes durch
Otto von L'ndendorf (Indtrsdorf) an das Undendorfcr kloster bestätigt. — Mon. boic.
X, 234. XXIX. I, 258. Scheid, Origin. Guellic. II, 600. Hundt, Metrop. Salisb. III.
437 (edit. Monac). Archiv für österr. geschichtsquell. V, 203. Conf. JafTe, Gesch. de»
deutsch, reiches unter Lothar p. 85. [211]
unterzeichnet eine Urkunde des gegenkönigs Konrad, durch welche der letztero dem kloster
Weltcnburg alle seine rechte und Privilegien bestätigt. — Mon. boic. XIII, 358. [212)
huldigt mit etwa fünfzig anderen bischöfen dem papste Innocenz II, der vom heiligen
Bernhard und von vielen cardinälen begleitet zu einer besprechung mit könig Lothar
nach Lüttich gekommen. — Conf. Bintcrim IV, 48. Hefele X, 366. [213]
wohnt einer unter dem päpstlichen legaten Matthaeus, cardinalbischof von Albano, in Mainz
abgehaltenen synode bei, auf welcher dem gegenpapste Anaklet gegenüber Innocenz II
nochmals anerkannt und über die strittige bischofswahl von Trier verhandelt wurde.
Bischof Bruno von Strassburg, der sich auf Beinen stuld eingedrängt, trat freiwillig zu-
rück. - Harzheim III, 221. Annal. 8 . Disibodi bei Portz XVII, 24. [214|
Gebhard, provisor der kirche Eichstaett, befreit Halcsbrunnen , Oborcndorf, Velsenbcrg,
Witrammcsdorf und Pezemannsdorf (Hailsbrunn, Oberndorf, Weiter^dorf und Pctzmanns-
dorfi, die zu dem im jähre 1132 gestifteten kloster Hailsbrunn gehörten, von dem zehent,
welchen sie bisher an Eichstätt hatten entrichten rottssen. Zeugen: Synodus univer-
salis, bestehend aus Hcinric, abt von Plancstetten ; Oudalric, abt von Abenbcrch;
Walbrun, propst; Regenhart, dekan; Chunrad, archidiacon; Hartwic und Hermann,
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XXII. Gebhard II 1132-1139.
25
1183
Okt. 23
1135
März 17
1136
Mainz
Bamberg
1137
1138
Mai 22
Nor. 1
Bamberg
Plankatctten
archipreabyteri; Ezzo, kaplau des bischofs; Marquard, dekan von Ettenstat ; Ilsunch von
Walkirchcn; Regil, dekan von Solzebirchen und dio laien Werenher, Propst, Willihalm
und Oudalrich von Emfondorf; OttdaUchalch. — Heilsbrunner copiebuch I fol. 101 im
konigl. archiv zu Nürnberg. Lang, lieg. boic. I, 137. [215]
befindet »ich mit vielon anderen bischöfen in Mainz und erscheint als zeuge in einer ur- ,\
künde des königs Lothar, wodurch dieser dio abtei Sueiga (Mönchsmünster, östlich von ,
Ingolstadt) dem lehensverband mit dem herzog Heinrich von Bayern und dem mark- i :
grafen Diebold (grafen von Vohburg) entzieht und dem hochstift Bamberg schenkt. —
Mon. boic. XXIX. I, 259. Lang, Reg. boic. I, 136. 1216]
wohnt einem fllrstentng in Bamberg bei und nimmt antheil bei den Verhandlungen über
einen gütertaiisch zwischen dem kloster MallerBdorf und dem herzog Heinrich von Bayern,
worüber kaiser Lothar urkundet. — Mon. boic. XV, 268. XXIX. I, 265. Scheid, Ori-
gin. Guelfic. II, 522. Hnnsiz II, 232. Harzheim III, 780. [217]
Burchardus, sanetae Eystetcnsis eccleainc humilis provisor (vielleicht coadjutor) vermag den
graft n Rapoto von Abenberg, die von dessen vater angefangene, von Rapoto aber wie-
der eingezogene klauac bei Abenberg der neuen klostcrkirche Hailsbronn bei ihrer
einweihung in gegenwart der bischöfe von Wirzburg und Babenberg sowie der übte
Marquard von Fulda, Adam von Ebrach, Rabboto von Halcsbrunnen , Wignand von
Tharis, Ortlieb von Nerensheim und Adelbert zu Abusen zu schenken. Zeugen: Oral
Gerhard, Walbrun propst, Cuurad dekan, Ilsung von Gcimcrsheim, Cunrad propst zu
Spalt, Ezzo kaplun, Burchard Frey (über), Udalrich Veterlin, Megcnhard von Bligen-
vclt, ministcrialen, Karol von Oberenbach, Wicfrid von Eystetc, Hermann von Pelden,
Gotfrid von Alteuburch, Friedrich und Udalrich sein bruder von Salahaha. (Sine die.)
— Heilsbronner copieb. I foL 53 im königl. archiv zu Nürnberg. Stein, Cod. dipl. IV.
71. Falkcnstein, Cod. dipl. Norinib. p. 24 n. 14. [218J
Die Urkunde gebort, wiewohl sie das jähr 1136 hat, doch in das jähr 1149. Conf. Jahresber. des
Tereins von Mittulfr. XXV, 11 (1837). Eichst, pastoralbl. IX, 116 (1862).
Bischof Gebhard bctheiligt sich sammt seinem bruder Hartwig bei erwerbung des gutes
Perchenstetten durch den abt Ulrich von Kegcsheim (Kaisheim) für sein neugegründetes
kloster und wird in der betreffenden Urkunde genannt. — Lang, Reg. boic. I, 149. [219 1
erscheint als zeuge in einer Urkunde des küuigs Konrad III, worin dieser die Privilegien
des klosters sanet Blasien in Schwarzwald bestätigt. (Sine dio.) Herrgott, Genealog,
gentis Habsburg. II, 158. Neugart, Cod. dipl Alemann. II, 50. Dümgc, Reg. badons.
p. 38. Meiller, Reg. der markgr. und herz. Oesterr. p. 25. Stumpf, Kaiserurkunden
p. 290 n. 3378. [220]
consecrirt das von ihm und seinen zwei brüdern erbaute kloster Plankstetten, wobei er
reliquien von 208 heiligen in den altären niederlegt, und schenkt zum kloster die kirche
zu Plankstctten sowie die kirchen zu Pilengries und Solzkirchen. Weiter wurde be-
stimmt, jeder kinderlose ministerial des bischofs solle sein lchcn an das kloster über-
tragen können. Zeugen und zwar ex canonicis: Burkard. Walbrun propst. Frater
Ezzo. Frater Chunradus. Aus dem adel: Friedrich von Truhendingen. Adelbero und
dessen söhn. Perthold von Tumbrunnen. Gozbcrt von Hollnsteine und dessen söhn
Adelperth. Heinrich von Fridebretheshoven. Cunrad von Schillingsfirst. Heinrich von
Ettenstat. Hadebrand und dessen bruder Godefried. Halembcrtus von Lutcnbach.
Regboto und Arebode von Morenshem. Mcginhard von Abusen. Chunrad von Frön-
der. Otto von Werde. Werenher und sein bruder. Purgold von Soltzkirchen. — Hand-
schrift!. Plankstetter chronik im pfärrarchiv zu Beilngries I, 10 III, 19. Gesch. des
benediktinerklosters Plankstetten in dem jahresber. des bistor. Vereins von Mittelfrank.
XVI, 93 (1847). [221]
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<2f»
XXII. Gebhard II 1138—1447.
1138
Nov. 1
1138
1139
April 11
Juai 11
1140
Sept.
•r
r n
r n
1111
Mai?
1H2
1143
Plankstetten
(Rom)
Nürnberg
schenkt an das gleiche klostcr ein gut in Swigcrsdorf, bisher ein lehen des Adelbcrt
Jahrcsb. des hist. vor. von Mitteirr. XVI, 46. [222]
desgleichen Ubcrlässt er ihm die hörige frau Bertha, tochter des Bernhard von Luitbbardcs-
hoven. — Plfinkstetter chronik III, 21. [223]
Der Eichstätt«:!- sprengol ist enviihnt in einer Urkunde des papstes Innocenz II lür das
klostcr Kastel. Otto, abt von Kastel, verweilt in Kom, wo april 1 das zehnte allgemeine
concil eröffnet worden, und erhält april 1 1 ein breve, worin seinem klostcr neben anderen
j echten auch dies zugesichert ist, innerhalb der kirchspiele Louitcrhoven, Phaphenhovcn.
Ueswanc (nicht: He&wanc!) und Furhenrjot die zehnten zu pereipiren, die es cum assensu
et conniveutia Ulrichs, bischofs von Hcistcht und anderer erlangt hat — Mon. boic.
XXIV, 315. Eichst, pastorabl. VII, 215. Moriz, die graten von Sulzbach I, 150. 12241
Bischof Gebhard siegelt die bestimmungen, welche abt Heinrich von Plankstetten über die
rechte der zu seinem kloster gehörigen leuto im ciuvcrständniss mit ihm getroffen. —
Jahresbericht des hist. Vereins von Mittelfr. XVI, 46. [225)
unterzeichnet eine Urkunde, durch welche könig Konrad III einen gütertausch zwischen
dem abte Erbo von Piüleniug und dem präfekten Otto von Regensburg bestätigt —
Mon. boic. XXXI. I, 306. Stumpf, Kaiserurkunden p. 293 n. 3415. Scheid, Origin.
n n
Regensburg
Mai? Nürnberg;
Eichstätt
üuelfic. II, 556. Wcixcr, Fontileg. Prifliiigcnso p. 60.
[226]
unterzeichnet die gleiche Urkunde, aber mit (interpolirten) hinzufügungen über das verhält -
niss der vögte zur abtei. — Mon. boic. XIII, 16G. Stumpf, KaUerurk. p. 293 n. 3416. |227|
desgleichen eine Urkunde, durch welche könig Konrad dem kloster Wcltenbcrg seine frei-
luiten bestätigt und die vogteiverbältnisse ordnet. — Mon. boic. XIII, 356. Stumpf
p. 293 n. 3117. [228]
unterzeichnet eine Urkunde des königs Konrad III, wodurch derselbe das von könig Lothar
nach schwerem verfall restaurirte kloster Münchsmimstcr bestätigt. — Mon. boic. XXIX. I,
273. Scheid, Origin. Guelfic. II, 501. Hund, Metrop. Salisb. II, 520. [229]
Ohne tag; die mon um. boic. nehmen laai 18—25; Stumpf, Kaiserurkunde p. 295 n. 3430 bat: vo:
mitte juli.
hat dem grafen Ludwig von Oettingen anregung gegeben, das gut Biberbach um 100 ta-
lente an das kloster Plankstetten zu verkaufen. Aber von Ludwigs nichtc Gisela, der
rechtlichen eigenthümrrin, war dies gut schon zuvor den niönchcn von Wcasenbronu
geschenkt worden. König Konrad vermittelt diese angelegenheit. — Mon. boic. VII,
.314. Iiistor. Wessenfont. p. 117. [230]
entscheidet auf bitten des dompropstes Walbrun und seines brudeiu Heinrich ihren streit
wegen eines hofes, und thcilen die brüder diesen hof, den der dompropst um einen
andern in Mossolteshulc von den bisch, ministerialen Heinrich von Petimess , Volc-
mar von Pettelbrunnen , Adalbert Nasella, Walbrun von Putonvelt, Derthoh, Iscnrich
und Rudcger von Tubcrvclt eingetauscht hat, in der weise, dass Walbrun auf einem
theilo eine kapeile an seinem hause erbaute, den andern theil mit den gcbaüden dem
bruder abtrat. Facta sunt baec a. d. inc . 1142. ind. V. anno VI regni Conradi II. Gcbc-
hardo U Eistetcnsi cathedrae praesidente, Gcrbardo advocato tradentc et suseipiente.
Actum in publico palatio (placito?) Eystet. Zougen: Adelo and filius ejus Chuono und
Adelo. Odelscalh. Fridorich. Odelrich de Pennenveit und filius ejus Hartwich. Chunrat
von Wimpczzingen. Adalbcrto do Oborneistct, und frater ejus Wyrnet. Rodcger und
lrater ejus Chonrat do Pleinveit. Chonrat de Funfstatt. Hartwich und privignus ejus
Hartwich de Polenvclt. Mercboto de Pochonhul. Harnit und filius ejus Purcbart de
Mazingen. Chonrat und filius ejus Engilshalh de TolionBtain. Ottlio Jagewazela. Sige-
hart und Sigcboto. — Salbuch des Klosters h. Kreuz in Eichst, fol. 1. [231]
ist zeuge in einer Urkunde, durch welche könig Konrad III die Schenkung des Augsburger
custos Hermann an das kloster sanet Ulrich und Afra in Augsburg bestätigt. — Mon.
boic. XXII, 172. [232]
Digil
ied by CjOOglc
XXIL Gebhard II 1147-1149.
27
47 Regensburg
Febr.
1147
April 24
Hai
Nürnberg
fnv'-rT^.:.*
Regensburg
,11 ,i.Wl
3 nov ff-lii
Juni 16 Erfurt
1147
Würzburg
. '.»-.Ii!
1148
c
Mainz
21
1148
befindet sich in Regensburg, woselbt eine grünere fllratenversammlung statt hatte, und
unterzeichnet eine urknndo, laut deren Adelheid, äbtissin des Passauischcn klosters
Niedernburg, mit dem bischof Otto von Preising vor könig Konrad einen gütertauseh
eingeht. — Meicholbcck I b p. 649 n. 1321. [233]
unterzeichnet eine Urkunde de« könig« Konrad III, wodurch derselbe die grttndung des
klosters Ichtershausen und die freie wähl der abtissin dnaelbst bestätigt. - Rein,
Thuringia sacra I, 40. Hesse, beiträgo zur gesch. dos mittolalters II, 41. [234]
erseheint als zoogo in einer Urkunde des königs Konrad HI, worin derselbe den domka-
nr.iiikorn von Pinn ihro Privilegien bestätigt. — Muratori, Antiquit. italicae II, 87.
Stumpf , Kaiserurkunden p. 306 n. 3648. Mciller, Regesten der markgr. und herz.
Oestorr, p. 33. 1235]
Die urkundo hat das datum: 1148 indictione VIII, anno Conradi regni X.
unterzeichnet eine Urkunde des erzbiachofs Heinrich von Mainz, bestätigung des klosters
Ichtershausen betreifend. — Rciu, Tkuriiigia Sacra I, 42. Stumpf, Acta Mogunt. p.
39. | [236J
weiht den abt Boppo von sanet Burchard in Würzburg, dessen Vorgänger febr. 26 ge-
storben war. — AnnaL Herbipol. bei Pertz XVI t 3. i [237]
vermag die kanoniker in Heidenheim, zum bthuf der einfiilirung von münchen, wie sie der
heilige Wunibald dorthin gesetzt, gegen entschädiguug auf ihre präbendeu vorzieht zu
lebten. — Adelberti abbat. Heidenheön. relatio bei üretser, De divis tutelar. p. 333. [238]
erbittet sich von den erzbischöfen Adelbert von Mainz und Konrad von Salzburg sowie
> von dem bischofe Otto von Bamberg gutachten über reformen, die er mit dem kanoni-
katstift in Hcidcnhcim vornehmen will. — Adclberti abbat Hcidculieimens. rclatio,
qualitcr raonasteriuin Heidenheimcnsc ad ordin. s. Benedicti redierit, abgedr. bei üretser,
De divis tutel. pag. 366. |239J
erscheint als zeuge in einer Urkunde des erzbischofes Heinrich von Mainz, wodurch dieser
einen zwischen den äbten Cuno von Disibodenberg und Eberhard von Geroden einge-
gangenen gütertausch bestätigt. — Stumpf, Acta Mogunt. p. 40. [240]
kommt, von papst Eugen III berufen, zu dem 1118 märz 21 eröffneten concil von Rheims
und erhält dort in folge seiner cröffhungen den auftrag, in Heidenheim die reform in
allem durchzuführem — Adelberti abbat, relatio bei üretser, De divis tutelar. p. 333. |241]
beauftragt den Hcidcnheimer propsteiprocurator Pernio, die verschleuderten güter seines
Stiftes zu Bammeln und iheils Mir herstf llung dt r thürme zu verwinden, theils für neu-
bauten an den wnhnungen zu hinterlegen. — Adclberti rclatio bei üretser p. 234. [242 1
Gebhard ist zweimal in Urkunden für das kloster sanet Walburg genannt, 1134
märz 21 (Lang, Reg, boic. I, 137) und circ. 1139 (Lang, lieg. boic. I, 153).
T
»
U
Will. Burkhard 1149—1153.
1149
Der. 26
Bamberg
Nach dein tode Gebhards II wählte die refonnpartei den dompropst Walbrun, dessen
familie in lUesbofcn ihre hnuptbesitzungen hatte und dorn dienstadel des bisthums ange-
hörte. Der domherr Burkliard, in der Gegend von Kaidorf und Rapersdorf begütert, war
;r erkorne der andern pnrtci. König Konrad, dem durch das Calixtinische eoncordat die
entscheidung überlassen war, sprach die infel auf betrieb des grafen üerhard von Hirschberg
dem Burchard zu. — Adelberti relatio bei Gretaer p. 334.
Uebor dompropst Walbrun vid. oben nro. [815. 218. 221. 281]; über Burkhard nro. [|86]. — Popp
j (Denkschrift p. 2-ii) glaubt, der bischof Burkhard sei dur frühere dompropst coni'r. nro. uud
icoadjuior — confr, uro [218. 221*]. , f
[Bischof Burkhard ist genannt in einem schreiben des königs Konrad III an papst Eugen
[ III als einer von denjenigen, die bei der prüfung der zustände im kloster Morbach durch
I den könig beigezogen waren. - Jane, Biblioth. rcr.'genn. 1, 350. |243|
7*
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28
XXIII. Burkhard 1149—1152.
1149
1150
1151
circ.
1151
1151
1152
Fobr. 9
Nürnberg
Scgni
gestattet mit Zustimmung des erzbischofs von Mainz, aber entgegen den anordnungen des
papBtes Eugen III, den kanonikern von Hcidenhcim die rückkclir in ihr stift und be-
setzt die erledigten pfrtinden daseibat neu. — Adelberti relat. bei Gretscr p. 334.
368. 1244|
wird durch Ilsung, der früher ebenfalls kanonikus in Heidenheim gewesen war, damals als
priester an der kirchc zu Otting diente und nach der rückkohr der stiftsherrn wegen be-
treibung der Heidenheiiner reform eine reise nach Horn unternommen, in seiner an-
klagnachrift gegen die widerspenstigen dem papste als begünstiger ihres Ubermüthigen
treibens dargestellt — Adelbcrti relatio bei Gretser p. 368. 335. [245]
Ilsung brachte von seiner italienischen ruise einige reliquien des heiligen Richards in die diose&e
zurück. Von da an begann man sein fest zu feiern. Bollaud uct. Sanctor. mens. febr. II, 79. Eichst,
pastoralbl. IX, «0.
wird von bischof Eberhard von Bamberg, welcher sainmt dem nbt Adam von Ebrach mit
der Schlichtung der Ilcidcnheimcr angelegcnheit beauftragt worden war, ebenso wie die
Hcidenhcimcr kanoniker nach Nürnberg vorgeladen. Dio letzteren erklären in Nürnberg,
mönchen weichen zu wollen, und billigen den Vorschlag, sogleich einen abt aufzustellen.
Adclbcrt, bisher im kloster sanet Micliael bei Bamberg, wird dem bischof Burkhard und
dem grnfen Adelbort von Tnihondingcn, dem schutzvogt von Heidenheim, als solcher
übergeben mit dem auftrag, ihn in sein neues kloster einzuführen. — Albcrti relat. bei
Gretser p. 337. [246]
Der auetor der citirten relatio ist dieser neue Hcidenheimer abt selbst,
erhält durch die hand des abtoa Adelbert von Hcidenhcim von dem bischof Eberhard von
Bamberg als päpstlichem commissür für die Heidenheimer frage in amtlicher Zuschrift
den dringendsten auftrag, dem genannten abte bei seiner peinlichen Verlassenheit und
dem alles hemmenden trotz der kanoniker kräftigen beistand zu leisten. — Adelbcrti
relat. bei Grctser p. 338. (247]
bestätigt die Schenkung eines gutes an das kloster Plankstcttcn, welche Konrad von Oester-
berg mit Zustimmung seiner kinder gemacht hatte. Zeugen: Gerhard von Hirschberg,
des klosters vogt Konrad von Wimershcim. J}<fnwin von Mahingen. Dietrich von'
Reicherstorff. Wirnt von Oberndorff. Gotefrid und sein söhn Konrad von Altenburgk.
Willehalm und Adelhoch von Emmendorf. Konrad von Grispach. Perthold von Alfer?-
husen. Gotefrid von Tollenstcin. Hartnid von Owe. Bruno von Pilingriz und dessen
bruder88ohn Bruno. Konrad von Tachusen. Bcrthold und sein bruder Libhard von
Mahingen. Herdegen Probst. Konrad Russe. Linwik von Platikstetten. Gramlib.
Volch. Hartnid und sein söhn Burkhard. Heinrich und sein bruder Gotefrid von
Mahingen. Hermann und Konrnd von Stetten. — Handschriftliche Plankstetter chronik
III, 28 im pfarrarchiv zu Beilngries. [248J
erhält durch die hand des abtes Adelbert, der mit einem schreiben des bischofs Eberhard
von Bamberg an den päpstlichen hof gegangen war, als zu den quälcreien der kanoni-
ker noch gewaltsame hinwegnahme der mundvorräthe, des viehes und selbst der mönchs-
kleider durch laikale anhänger dieser kanoniker hinzugekommen, von Eugen HI ein
brove, das zugleich an den bischof Eberhard adressirt ist. Burkhard wird aufgefordert:
1. dem kloster Heidenheim die gelder zurückzugeben, die der kanonikus Benno für die
restauration des klosters gesammelt, Burkhard aber sogleich nach seiner wähl zur ent-
richtung der üblichen gaben an den königlichen hof und zur bestreitung der consecra-
tionskoaten entlehnt hatte ; 2. die nikolai tischen kanoniker aus dorn kloster zu entfernen.
— Adelbcrti relatio bei Gretser p. I, 343. Falkenstein, Cod. dipl. Eyst p. 31 n. 18.
Ltinig, Reichsarchiv, spicileg. ecclesiast. II, 205. |249]
Ausserdem brachte Adelbert aus Segni mit: 1. eine bulle, durch welche das kloster
Heidenheim für exemt von bischöflicher gewalt erklärt wird (von den briefschaften Adel-
berts hat diese bulle allein ein datum); 2. ein breve an Gerhard grafen von Eystctt (d.
Ih. grafen von Hirschborg und schutzvogt von Eichstaett); 3. ein belobungsschreiben für
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XXIII. Burkhard 1152-1153. XXIV. Konrad I 1153-1153.
1152 Eichstätt
Aug. 17 Segni
Worin»
den graten Adelbcrt von Trtidingen, den schutzvogt von Heidenheim. Ein 4. schreiben
ging an den crabischof von Mainz. — Ädelbcrti relat. bei Gretser p. 343. Falkenstein, Cod.
dipl. Eystett. p. 32 sqq.
gibt in gegenwart des grafen Gerhard von Hirschberg, des klcrus und des Volkes von Eich-
stätt dem abt Adelbert die erlaub niss, mit seinen mönehen wieder nach dem kloster sanct
Michael zurückzukehren, worum derselbe gebeten, da wiederholte auftrage des päpst-
lichen commissärs Eberhard von Bamberg an den bischof Burckhard und die cxcom-
munication der Heidenheimer kanoniker durch den nämlichen Eberhard gänzlich erfolg-
los geblieben. — Adelberti relat. bei Gretser p. 348. 12001
erhält nebst zehn anderen bischüfon von papst Eugen III eine rügende Zurückweisung auf
ein schreiben, das die sache des 1152 mai 28 gegen die kirchlichen canoncs durch
Friedrich Barbarossa von Zeiz nach Magdeburg versetzten bischofs Wichmann vertrat.
- Jaffe, Biblioth. rer. germ. I, 535. Harzheim III, 374. Otto Frisingcnsis, Vit. Frider.
lib. II eap. 8 bei Pertz XX, 393. |251j
wird auf einem synodalrcichstag in Worms um pflngsten 1153 (juni 7) durch die päpstlichen
legaten, den cardinalpriester ßernhnrd und den eardinaldiakon Gregor, seiner schwäche
wegen zugleich mit dem erzbischof von Mainz des bisehöflichen nmtes entsetzt, nach-
dem der abt Adelbert schon vorher durch die genannten cardinälc zum zweiten male
nach Heidenheim gesandt worden war. — Adelberti relat. bei Greteer p. 349. Pertz
XVI, 88. XX, 394. (252 1
Anmerk. Da* poutincale Gundekar« sagt, Burkhard habe resignirt, nachdem er seinen stuhl vier jähre
lang inne gehabt (Vilae pontif. Eystett. p. 2). Weder die zeit noch der ort seine« todes ist bekannt.
Tempore Chunradi imperatoris et Purch.irdi episcopi tibergibt Ulrich von Lvoittelinch (Leit-
ling), ininisteriale des hochstifts, mit Zustimmung seiner frau Pehrta durch die band des
scliutzvogtes Gebhard an die domkirchc zu Eichstädt sein gut zu Lvoittelinch, jedoch so,
dcss nach seinem todo sein vetter Dipert damit belehnt werde. — Diplomatar. capit.
Eystett.
XXIV. Konrad I 1153—1171.
Aus dem gcschlechte der edlen von Honsbach}; auf den bischöflichen Stuhl erhoben
durch eine kanonische wähl, welche nach Adelbcrts bericht (Gretser p. 349) anf einer synode
Mainz vorgenommen wurde. Nach Hefele (Conciliengeschicbte V, 471) Hole aber die frag-
liche synode eher in das jähr 1154 als 1153. Nach einer regierung von achtzehn jähren
starb er 1171 jan. 13 (Vitae pontitic. Eystett. p. 2) und wurde in Kcbdorf begraben.
Neben Rebdorf wird unter Konrad auch der bestand eines schottenklostcrs in Eieh-
staett, das domprobst Walbrun gegründet, urkundlich beglaubigt.
t
Bischof Konrad erhält durch zuschritt der beiden cardinallegaten Bernhard und Gregor die
mahnung, die neue pflanznng Eugens III in Heidenheim zu schützen und seine diözese
im glauben und in den sitten zu refornüren. — Adelberti relat. bei Gretser p. 349. (253 1
Das schreiben ist ohne datuin, kann aber nicht in die zeit vor 1153 juli 8 fallen, da Eugen III bei
seiner abfassung schon todt war.
wird von dein biaehofo Eberhard von Bamberg ermächtigt, die Ueidenheimer angelegen-
heit allein zu betreiben. Eberhard legt mit Zustimmung der cardinallegaten sein com-
missariat in bezug auf Heidenheim nieder und gestattet dem abt Ebifrhard , aus der
diözese Bamberg ganz auszutreten. — Adelberti relat. bei Gretser p. 350. [254]
beruft alle mönche seiner diözese und mit ihnen die kanoniker von Heidenheim um sich,
kann aber den widerstand der letzteren und ihrer adeligen verwandten aus dem laicn-
standc nicht brechen. — Adelberti relat. bei Gretser p. 351. i-
8
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XXIV. Konrad I 1153-1158.
1153?
1154
1155
Juli 11
Tivoli
1157 Würaburg
Juli 4
,t Y
Juü 5
1158
Bamberg
Juni
Juli 10 Am Mincio
1158
Sept. 20?
1158
Nov.
- »
Roncalia
beendigt die llcidenheimer angelcgenhcit , indem er mit jedem einzelnen der dortigen ka-
noniker, welche degradation und Sperrung alles einkommens zu befürchten hatten, weil
sie der excoimuunication verfallen waren, einen eigenen vertrag absehliegst, jedoch in
der weise, dass die ihm zur sustentation angewiesenen guter nach seinem tode an das
kloster zurückfallen sollen. — Adelberti relat. bei Greteer p. 352. (256 1
unterzeichnet die Urkunde, durch welche kaiser Friedrich I dem bischof von Basel das
mtlnzrecht bestätigt. — Herrgott, Genealog, gent. Ilabsburg. II, p. 176 n. 229. Trouil-
lart, Mon. de Bnle I, 323. Mono, Zoitechr. für gesch. des Oborrh. IV, 215. Stumpf,
Kaiserurkunden p. 321 n. 3G83. 1257',
Herrgott bat: 1152 circ.
Papst Hadrian bestätigt die neue Ordnung im kloster Heidenheim; doch werden in du
bulle die rechte des bischofs ausdrücklich gowahrt (salva dioeecsani episcopi canonici
justitia). Adelberti relat. bei Greteer p. 359. Falkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 36
n. 25. Lünig, Spicil. eccles. II, 207. Jafte, Reg. pontitic. romanor. p. G64 n. 6892. [258]
erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, wodurch derselbe das durch
den verstorbenen rheinpfalzgrafen Hermann gegründete und dessen wittwe Gertrud
vollendete kloster Bildhausen (nördlich von Schweinfurt) bestätigt und dessen güter in
schütz nimmt. — Mon. boic. XXXI. I, 411. Ussermann, Episcop. Wirccb. codex probat.
p. 42 n. 43. Tollner, Cod. dipl. ad histor. Palat. p. 49. Stumpf, Kaiserurkunden p.
331 n. 3765. [2501
Die Urkunde hat das jähr 1158 und die indict. V. Letztere deutet auf das jähr 1157; Usscrmaun
und Tollner behalten H5H bei, die mon. boic. und Stumpf nehmen 1157. *
unterzeichnet eine Urkunde, laut denn kaiser Friedrich I dein hochstift Passau die villa
Merdingen ( unweit Augsburg an der Schotter) restituirt, nachdem dieselbe früher durch
könig Konrad III an Weif von Bayern vergeben worden war. — Mon. boic. XXIX. 1.
314. Scheid, Origin. Gurlfic. II, 578. Hansiz I, 315. Oefele 1, 711. [26uj
siegelt mit siebenzchn anderen genannten zeugen eine Urkunde des kaisers Friedrich I.
durch welche derselbe dem kloster Neustift (bei Brixen) seinen schütz zusagt und alk
besitzungen bestätigt. — Böhmer, Acta imperii sclccta p. 92 n. 99. [261]
ertheilt seine Zustimmung dazu, dass der ministeriale und doiuherr zu Eichstätt, Reiuboto
von ümegesingen seine güter Omsingcn und Piburch durch seinen salmann Reinboto
von Tubcrvolt, und das gut Urenwanch durch die salniänucr Chunrad und Pillung von
Ursenwanch dem domcapitel in Eichstätt mittels des grafen Gebhard übergebe. Anno
Domini 1158 ind. VI sub Friderico gloriosissimo imperatore, anno regni ciua VII im-
perii V, Cunrado venerabili episcopo EyBtet. ecclesiae cathedraiu tunc praesidente.
— Diplomatar. capit. Eystet. [262|
befindet sich im gefolgo des kaisers Friedrieh I, als derselbe mitte juni zum zweiten male
nach Italien zieht. - Otto Frising. bei Pertz XX, 431. Radevicus, Vita Friller. I,
25..1 [20a;
'Unterzeichnet mit fünfzehn anderen genannten zeugen eine Urkunde Friedrichs I, wodurch
1 derselbe das sanet Snlvatorhospital zu Mantua in seinen schütz nimmt und den prior
| sowie die brüder desselben von der Verpflichtung befreit, das juramentum calunmiae zu
leisten. — Böhmer, Act. imperii select. p. 97 n. 104. |_264J
geht mit dem abt Adelbert von snnet Emmeram in Regensburg einen tausch ein über be-
sitzungen in Schern velt uud Phater. (Mit zeugen). — Popp, Cod. Monac. p. 18. [265
Die Urkunde ist unverständlich.
wohnt dem berühmten reichstag Friedrich« I auf der roncalischen ebene bei. — Otto Fri-
sing. bei Pertz XX, 445. |266]
erhält nach dem roncalischen reichstag den anttrag, gemeinschaftlich mit dem grafen Emicho
(von Leiningen?) zwischen Genua und Pisa einen frieden zu vermitteln, dann auch beide
Städte sammt umhegend zur anerkennung ihror pflichten gegen kaiser und reich zu be-
wegen. — Otto Frising. bei Pertz XX, 460. [267]
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XXIV. Konrad I 11 58-11 62.
31
1159
Febr. 2
Aug. 1
Autiiniacum
Xeu-Lodi
1160
rirc.
f r
Eichstätt
1161
1162
befindet sich bei Friedrich Barbarossa in Autimiacum, woselbst der beschluss getasst wird,
die Mailänder vor das gerieht des kaisers zu laden. — Otto Frising. bei Pcrtz XX,
4o9. (268]
erhält eine Urkunde von kaiscr Friedrich I, durch welche derselbe erklärt, dass er dem bi-
schof Cunrad von Eistet für Eeine ergebene treue auf fürsprache der kaiserin Beatrix
und mehrerer forsten den ort Rebedorf, der dem reiclie gehörte, geschenkt habe, sodann v
das augustinerklostcr, das bischof Konrad nach der Schenkung des ortes gegründet
hat, in seinen schütz nimmt und jodem die vollmacht crtheilt, an Rebdorf geschenke
zu machen. Zeugen : Erzbisehof Hartwig von Bremen ; die bischöfc Eberhard von Bam-
berg, Burchard von Strassburg, Hermann von Verden und Daniel von Prag: der rheiu-
pfalzgraf Cunrad: herzog Friedrich von Schwaben; pfalzgrai Ottho und dessen briider
Friderich und Ottho. Acta sunt haec anno dominie. incaru. M.C.L.VIIII. indict. VII
regnante domino Friderico Romanoruni imperatore anno regni ejus octavo, imperü vero
V. kal. aug. - Mon. boic. XXXI. I, 413. Stein, Cid. dipl. Eystett. I, 77. Pctri col-
lect scriptor. ordin. s. Augustint tom. V part. II p. 16. Conf. Gemeiner, Gesch. Bayerns
unter kais. Fricdr. dem erst. p. 121. — Falkenstein, Cod. dipl. Eyst. p. 36 n. 26 und
Lünig, Keichsarchiv XVII, 207 haben das jähr 1158. |269|
Diejenigen mitglieder de« Eichstöttor dorakapitel», welche lür die beibehaltung der vita communis
waren, zogen nach Kebdorf.
weiht eine kapclle, die er nach dein gelingen der Heidenheiiucr reform bei der domkirchu
zu Eichstätt zu ehren des heiligen Wunibald erbaut hatte. — Adelberti rclat. bei Gretscr
p. 358. Eichstätt, pastoralbl. IX, 47 (1862). [270|
Cunrad, minister der kirche zu Eystct, vertauscht mit willen des pfarrers Werinher und des
grafen Rapoto als vogts und seines sohnes Fridcric an den abt Cunrad zu Halsprunne
die zur pfarrei Rore gehörigen zehenten aus einem gütlein zu Feiharn gegen ein gut
in Wolfcsawe, das er der pfarrei Rore übergibt. Zeugen und zwar von der domkirche
(matricis ecclesie): Otto dekan, Burcbardus, Wedln, Cunradus, Riinpoto, Ilsungus und
ein zweiter Ilsungus, Adelbertus, Otto, Wicf'ridus, Gotescalcus, Ludewicus, jiiboto, Cun-
radus seholasticus, Eckebertus, Volkmarus, Marquardus. Eysteter laien: Cerono und
seiu söhn Kuno, Adelu und sein söhn Adelo, L'dalricus und seine zwei söhne Hartwicus
und Udalricus, Ileinrieus, schenk (piueerna), W'icfridus, Merboto, Adelbero, Rudigerus,
Cunradus, Reinboto, Burcbardus. Gaugenossen (comprovinciules) : Fridericus von Truhen-
dingen und sein bruder Adelbertus, Wirnt von Oberneistcte uud sein bruder Regin-
marus, Wiefridus von Hovcstcten und sein bruder Burchardus, Adelhoc von Emmen-
dorf und seine zwei blutsverwandten brüder (coguati duo germani) Woli'rainus und
Udelricus, Wirnt der junge von Obcrcneistctcn, Reinboto von Witeneheim und sein bru-
der Arbo. (Sine Anno et die.) — HciUbr. copiebuch I f. 102 im königl. archiv zu
Nürnberg. (2711
Laug. Reg. boic. I, 231 liut das jähr 1157.
wohnt in Regensburg einem allgemeinen hoftag des horzogs Heinrich von Bayern bei und
unterzeichnet die Urkunde , laut deren graf Bcrthold von Andechs allen anspriiehen des
klosters Andechs auf ein gut in Elsindorff entsagt und das recht des klosters Admont
anerkennt. — Mon. boic. VII, 109 n. 20. (272)
gibt den klöstern in Donauwörth und Kaisheim das pfarrrecht zu Biurvelt, dessen kirche
auf dem boden der genannten klöster erbaut war, jedoch gegen die Verpflichtung, dass
Donauwörth und Kaisheim die baupflicht an der kirche zu Beyerfeld übernehmen und
von einem hofe daselbst jährlich zwei fässer wein am gründonnerstag an die domherrn
von Eichstätt verabreichen. Zeugen: Ulrich, praepositus majoris ecelesiao. Walbrun,
dekau. Custos Otto. Arnold, archipresbyter. Heinrich, pfarrcr. Otto, kaplan. Bur-
chard von Mornctiheim. Ilsung von Eistetcn. Wernhcr von Eistcten. Sigebotto von Al-
begge. Sigeboto von Trcnnclc. Rcimboto, obldmeister. Adelbero von Eisteten, sämmtlich
lyiu.
32
XXIV. Konrad I 1162—1168.
1163
Fobr. 23
1161
1165
1166
1167
1168
circ.
r
Würzburg
Pappenheira
kanoniker. Gerhard, vogt der domkirche. Gotefrid von Arneaperch. Conrad von Wal-
mentingen. Bohvinu* (wohl: Gozwinus) von Knkcringen. Theodorich von Richcrsdorf.
Diu brüder Cuno und A ldo von Listeren (?). Gebhard von Grifspach. Friedrich von
Salchach. Ulrich (von) Bennenvelt. Adelhoch von Emendorf. Willchnlm und Wolfram
von Emmendorf. Adalbero und Wime von Oven, neisteten. WLcfrid, Adelbero, Frideric,
Cuno, Hartvie, alle von Eisteten. Bertold von Rorlandeshoy* : säuimlich ininistcrialen.
Acta armo incarnat. doininic. MCLXII iudict. X anno regni Friderici XI, imperii autem
VIII. — Königsdorfer, Gesch. des klosters zum heiligen kreuz in Donauwörth I, 400
Lang, Reg. boic. I, 215. |273|
Im jähre 1166 vereinbaren sich die klüster Donauwörth und Knisheim, dass jede»
den fraglichen wein zur hiilfte liefern wolle. — Urkunde darüber bei Königsdorfer I, 402.
erseheint als zeuge in einer Urkunde des kaisrrs Friedrich I, durch welche derselbo die
zollpflichtigen des sanet Thomasstiftes zu Strassburg zur entrichtung ihrer leistung an-
hält und die besitzungen des klosters in seinen schütz nimmt. — Würdtwein, Nov. subsid.
dipl. IX, 387. Selmiid, llistoirc do chap. du e. Thoni. do Strassb. p. 292. Schöpnin,
AUnt. dipl. I, 253. [2711
unterzeichnet als der dritte von fünfzehn genannten zeugen eine Urkunde, laut deren der Li-
sebof Udo von Naumburg (Nuwenburg. ecelae. minister) giiter in Albstat, Walbrunncn und
Hasclbrunncn gegen cinkünftu in Ostheim, Lurungcn, Hochheim, Humenstat (Iliinmelstat),
Birkcnvolt und Carbach an das kWcr Zell vertauscht. — Lang, Reg. boic. I, 251. [275|
consecrirt die pfarrkirche in Pappenheim. — Hund, Bayer. Stammbuch II, 160. Jahresber.
des bist. vcr. von Mitteli'r. X, 13. XI, 16. Eichst, pnstoralbl. IX, 136. [276J
siegelt sammt seinem domkapitel den brief, mit welchem der domherr Otto die sanet Veits-
kapollo nnd einen dnranstossenden hof an das kloster heiligen Kreuz zu Haistadt durch
den stiftsvogt Gerhard übergibt. Otto hatte ka]ielle und hof von Waldbrunn, dem Stifter
des klosters heiligen Kreuz, als dessen verwandter erhalten, aber unter der bedingung,
beide nur auf die dauer seines lebens behalten zu dürfen. Gcschworne zeugen: Adelbero
von Oberneistatt. Conrad von Rudeshoven. Herolt von Talmazingcn. Rad -boto von
Hovesteten. Hartwich und Regenbot gebrüder von Werde. Dictker von Tubervelt.
Unbeeidigt: Graf Gerhart. Gotefrit von Araespcrc. Wernher von Laber. Adelbero ven
IncMiingen. Gozwin von Anekeringen. Chonrad von Wahnentingen. Chono und sein
bruder. Adelo von Eystat. Dieterich von Riehersdorff. Pernolt von Puch. Adelprcth
von Talmazingen — liberi. Witfrit von Eistatt. Adelhoch und sein söhn Conrat Chonrat
und Odelrich gebrfider von Eiubendorf. Odelrich und sein söhn Hartwich. Odelrich
von Penuenfelt. Heinrieh der schenk. Merboto von Phonzen. Heinrich von PfarTeii-
hofen. Pruno von Pechtal. Wirnt und Reginmar gebrü<ler und ihr nepot Wyrnt von
Oberncistat. Ilsunc von Wc-zcstcton. Chonrad von Oedeubure (?). Pucco von Talmr.-
zingen. Ingelscalh von Tollenstein. Rodeger von Affendal. Rudolt und Hainiieh gc-
brüder. Gottcbolt von Tegi nvngen. Rodeger Helmwich von Erlingshoven. Peringer
von Hölingen, ministerialen. Gesta sunt anno ab inc. Dom. 1166 indict. XIV anno
regni gloriosissirni triumphatoris Friderici XV, imperii autem XII. — Snlbuch des
klosters h. Kreuz fol. 2. [277|
bestätigt der äbtissin Berchtrada von sanet Walburg in Eichstätt eine Schenkung, welche
Rudolph von Mammingcn ihrem kloster gemacht, und ein gut desselben klosters in
Dictfurt (bei Pappenheim). Fidejussor: Friederich von Truhendingen. (Suspect.) —
Lang, Reg. boic. I, 263. [278]
bewilligt und bestätigt den tausch, wodurch abt Nicolaus zu Halesprunne der pfarrkirche
zu Eschenbach ein gut zu Isiboldesdorf gegen die zehcntcn aus seinen besitzungen in den
dürfern zu Seligenatat und Flaskercn durch die hand dos grafen Rapoto und mit willen
des pfarrers Ezzo (zu Eschenbach) übergeben hat. Zeugen: Conrad, propst; Hilsung,
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XXIV. Konrad I 1168-1171. XXV. Egilolf 1171-1180.
3ä
1169,
circ
1179
Fobr.
H oy i
1180
Eichstätt
(k-kan; W Albrun und Kcginboto, kanoniker. (Sine anuo et dio.) Heilsbr. copicbuch I
i. 108 im königl. Archiv zu Nürnberg. [279|
Laug, Reg. boic. I, 231 hat: circ. 1157.
vertauscht mit willen des pfarrer* Roginward au den abt Cunrad und die brilder zu Hals-
prunneu den zur kirchu Hndewartesdorf gehörigen zchent und das stiftungsgut der ka-
pelle in Cennehuaen gegen ein gut in Bccbofen, 6 böte zu Hunesdorf und einen hof in
Bramahe, die er der kirebe zu Hadewartcsdorf schenkt. Ein theil jenes zehents war
zur annenpfiege in Eystet bestimmt. Zeugen: Utto, propst. Sigcboto von Freinlin.
Volricus, propst. Wezcio, canonicus. Hoinricus, kaplan. Cunradus von Talmeszingen,
ilcrmanuus von Augsburg (Auguata). Sigefridus von Ennendorf. (Sino anno et die.)
— Heilsbr. copicbuch I f. 1026 im königl. archiv zu Nürnberg. Lang, Reg. boic. I,
269. . [280]
Cunrad, minister der kirehc zu Eystet, vertauscht mit Zustimmung des kaisers Friedrich
und nach dem gutachten seiner ministerialcn Udalric von Bennienfeit, Tiemo von Mek-
kenhusen, llcinric schenk (pincema), Dietmar von Herrcden, Dietmar von Sudorf, Hertwic
von Morc und Wirnto von Oberneisteten an den abt Cunrad und die brüder zu Hals-
prunn das gut Cennehuseu, das Adolbcrtus von llolnsteine von ihm zu lehen gehabt imd
nunmehr aufgegeben, bat, dann die gütcr zu Selbesbaeh und Ingoldesvcldo gegen die
güter Erlabe mit ihren zugehiirungen, 2 hüte zu Varubach, 2 höfo zu Sparwaresloch, 1
bot zu Erlabe, 3('hüf(; zu Hunoltcshovcn, 1 bot zu Hasclach, 1 hof zu Sulzbach, 2 höfo
zu Niusczze, l hof zu Niwenstatt und gegen alles das, was sie im dort" Sasbacb gehabt.
Zeugen: Otto, propst. llsunch. Heinrieh, pfarrer. Arnold, erzpriester. Berthold von
Walttingen. IlsUne, custos. Cunrad, scholnsticus. Beinboto von Ongesingen. Otto von
Celle. Burkart von Witinshaim. Daim testes per auros tiacti: Gotfrit von Erlunges-
boven, Adelbrcht von Holensteine, Adelbcr von Tagesteten, Gozwin von Kregelingen,
Lintfrit von Graben, Ulrich von Bennienfeit, Ilerinau von Steine, Tiemo von Mekken-
husen und sein söhn Wirnth, Heinrich schenk (pincema), Wichfried truchsess (dapifer),
Cuno von Glappenbereh, Merbot von Thuntze, Ulrich von Emmendorf, Diemar von
Sudorf, Hartwich von Mure, Wirnth von Oberneisteto, Marquart von Fiumfstat, Herman
von Waeheuhofen , Ramtinch von Swiusfurte, Kudigcr von Eistete. Facta MCLXVHII
imperante Friderico Romanor. imperatore, anno regui ejus XVIII, imperii XV. — Heilsbr.
copiebuch* I fol. 1036 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. I, 269. [281 j
XXV. Egilolf 1171-1182.
Von unbekannter herkunft; kanonisch gewählt, aber nie geweiht. Podagrnkrank.
wie jüngere naebriebten angeben, zuletzt der spräche beraubt, wie das pontiticale bezeugt
(abgedr. in Vit. pontific. Eystett. p. 2), rcsignirte er nach einem pontiticatc v. n eilf jähren.
— Popp, Denkschrift p. 242.
Allgemeines concil, das dritte im Lateran. — Zu dieser zeit sind abgeordnete aus Eichstätt
in Rom; april 3 erhalten dieselben für den dorapropst Otto und das ganze kapitel eine
bestätigung der kapitlischen besitzungen, die einzeln aufgezählt werden. Für diese be-
sitzungen soll das kapitel die pfarrer präsentiren, der bischof den priisentirten im falle
der taugliehkeit die cura anbnarum crtheilen. — Eine copie in der Poppischen urkunden-
sammlung; ein bruchstück im Eichst, pastoralbl. VII, 195 (1860). [2821
Egilolf us, Dci gratia Eystetensis ecelesiao bumilis electus, entscheidet einen streit über
zebentbezüge in Otting aus den gutem der klöstcr Heidenheim und Muenheim, welche
abt Adelbcrt von Heidenheim dem priester Ilsung zugestanden, bischof Konrad aber
auch auf den nacbfolgcr Ilsungs in Otting, den priester Mar, übertragen hat, Tinter bei-
rAth seines domkApitcls in der weise, dass Mar dio genannten zehenten gegen eine jähr-
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XXV. Egilolf 1180-1182.
1180
Augsburg
1181
Febr. 27
Nürnberg
März 11 Donauwörth
Regensburg
Pappenheim
liehe leistung von 12 denaren an Heidcnheim auf lebcnszeit gcnicssen, einen meierhof
aber sogleich an dasselbe zurückstellen müsse. Dessgleichen einen streit über zchenten
in Geiselsheim zwischen dem abt von Heidcnheim und dem priestcr Megengot und zwar
so: Der heuzehent solle der pfarrkirehe in Geiselsheim verbleiben; der weitere gross-
zehent solle gleichheitlich zwischen dem kloster und der pfarrkirehe getheilt werden;
den kleinzehent solle Megengot, so lange er in Geiselheim ist, beziehen; später soll
auch er glcichheitlich getheilt werden. — Zougschaft leistet das domkapitel: Propst
Otto, dekan Chunrad ; Burchhard, Ilsung, Gotschaleh, Ekkcbert, Otto, Eberhard, Berthold,
der domscholastcr Adelbcrt, Witlrid, Ilsung, Heinrich, Wernher, Dittmar, Marquard,
Mar, Swiker et alii plures de choro; dann die dienstmannen: Bruno von Bechtbal,
schenk Heinrich, Adelbo von Eystet, Wirnt von Oberneystct, Merboto von Phuenzen,
Reimboto von Emmendorf, Chuno von Woltcsprunncn, Chuono kämmercr von Hirzpcrch,
Adelbert von Muvenheim (Monheim), Cuno von Petenis, Hartnid von Word und dessen
bruder Reimboto, Wiclifrid, genannt Lnegelin. Vom adcl: Ludwig grai von Octtingcn,
Fridrich von Tnihendingen und dessen bruder Adelbert, Berthold Spaetho, Adelo von
Eystet. Vom pfarrklerus: Ch. von Heidenheim, Purchard von Ehingen und dessen
bruder Ilsung von Oetingen, Friedrich von Steinberch, Mar von Stochcim (in der pfami
Spalt), Wernher von Solzkirchen, Chunrad von Egwil, Gebhard von Dietkirchen et alii
quam plures. Acta sunt haec in civitato Eystetensi anno ab incarn. Domini MCLXXX
indict. XIV regnante domino Friderico impefatore invictissimo anno regni ejus XXVIII,
imperii XVI. (Sine die.) — Popp, Cod. Monac. p. 14 abgedr. Eichst, pastoralbl. IX,
66 (1862). [289|
erscheint als zeuge in einer Urkunde Welfs IU, inhaltlich deren der letztere dem kloster
Kempten zur Stiftung eines jahrtnges für Bich und eines ewigen lichtes sein allod im
Ammergew schenkt. — Mon. boic. VIII, 17. [284]
unterzeichnet, zu einem lürstentag nach Nürnberg gekommen, eine Urkunde, durch welche
kaiser Friedrich I dem kloster Kremsmünster eiuige von den herzogen von Bayern ge-
machte Schenkungen bestätigt und zugleich eine Streitigkeit dieses klosters mit Engel-
schalch von Huginpach entscheidet. — Meillor, Reg. der markgr. und herzöge Ocsterr.
p. 58. [285)
Stumpf, Kaiserurkonden p. 387 n. 4313 bat: 1181 märt. 1.
beint als zeugo in einer zu Donauwörth ausgestellten Urkunde über einen in Nürnberg
genehmigten gütertausch zwischen dem herzog Otto von Bayern und dem kloster
Prüfening. — Mon. boic. XIII, 187. [286]
hat dem stifte der regulirten chorherrn von Rebdorf die güter wieder entzogen, welche
bischof Konrad vom besitzthura der mutterkirche Eichstätt losgetrennt und an das ge-
nannte stift überlassen hatte, und behält recht vor den abgeordneten, die pnpst Alexan.
der III auf klage der Rebdorfer nach Regensburg gesendet — Berichtet in einer Ur-
kunde des bischofs Otto von 1186 vid. infr. nro. [299). [287,
Ein päpstlicher legat, bischof Peter von Tusculum, erscheint (wegen des klosters Ebrach) 1179 zu
Augsburg (Lang, Reg. boic I, 303). Vielleicht gingen Egilolf und die Hebdorfer augustiner nach Augs-
burg und wfire dann die Urkunde Welfs III, in welcher bischof Egilolf von Eichstaett zeuge ist, zu d»-
tiren: Augsburg 1179 sept. 16.
weiht die kapeile im schloss zu Pappenheim. — Hund, Bayer, stammb. II, 160. Jahrcsbcr.
des bist. Vereins von Mittelfr. X, 13. XI, 16. Eichstätter pastoralbl. IX, 136. [288 1
Rcsignirt 1182 okt. 1. — Ein späterer eintrag sagt, er hätto es erst 1183 gethan. (Vitae
pontif. Eytctt. p. 2.) Im jähre 1186 wird er als todt erwähnt. (Popp, Dcnkschr. p-
242.) I 289 '
XXVI. Otto 1182-1195.
als domherr 1166 — conf. nro. [277], als domprobst 1179 —
conf. nro.
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XXVI. Otto 1182-1180.
35
1182
Okt. 7
1183
Augsburg
Kichstütt
1184
Jan.
1184
Augsburg
1185? Wolferstadt
1186 !( Verona)
Scpt 30
1186
Okt.?
|2821. Zum bischof wurde er gewählt 1182, denn schon im okt dieses jähr es erscheint er
in dieser eigenschalt am hole des kaisers Friedrich — conl'. uro. [290J; consecrirt 1183,
denn das pontificnle Gundekars nennt das jähr 1188 das sechste seiner Ordination — conf.
nro. [304). Nach dem pontiticale regierte er 13 jähre: also starb er 1195. Als todestag
nennt ein Robdorfer nekrologium den 6. märz. — Vitac pontif. Eystett. pag 2 in der
beilage zum Eichst, pastoralbl. von 1Ö67.
Bischof Otto soll nach abt Johann von sanet Emmeram, De monaster. Ratisbonn., im
jähre 1182 als landstand von Bayern anerkannt worden sein. Conf. Buchner, Gesch.
Bayerns V, 10 nach einem fast gleichzeitigen snlbuch nro. 94 fol. 92 im Münchner rcichs-
archiv.
Otto, Eistetensis electus, erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, laut
deren der kaiser dem klostcr sanet Ulrich in Augsburg seine besitzungen bestätigt, das
klostcr aber dem kaiser einen jahrtag zu halten verspricht, was Friedrieh hoch anzu-
schlagen erklärt. - Mon. boic. XXII, 194. Uiüllard-Brehollcs, Ilist. Frid. sec. V b,
997. [290J
assistirt, drei tage nach seiner consecration, dem bischof Hartwig von Augsburg bei der
einweihung der klostcrkirehc zu Kaisheim. — Originaleintrag im pontific. Gundekars,
abgedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 143 (1862). [291J
genehmigt, dass sein domkapitcl die kirche zu Bondorf, welche auf domkapitlischem grund
und boden erbaut ist, der kanonie Scamhubet gegen eine jährliche recognition von drei
goldgulden oder ein halbes talent verleihe unter wahrung der rechte des jetzigen, vom
domkapitel gesetzten priesters Gumpertus. Act. 1 183 regnante invictissimo Romanorum
imperatore Friderico indict. XV. — Diplomat, capit. Eystett. [292]
stiftet für sich und seino familie einen jahrtag in der dorakirche zu Eistete, wozu er ein
gut in Woligcrcshoucn, von ihm vor seiner wähl erkauft, durch Chuono von Eistcte und
Albero von Obern-Eistete als salmänner dem domkapitel übergibt und zwar seeundum
legem terre Bawaroruiu. Act. MCLXXXIII sub papa Lucio III, regnante Friderico
Rom. imperat. anno regni ejus XXXII, imperii XXVII. — Diplomatar. capit. Eystett. [293]
begräbt den bischof Hartwig von Augsburg, der 1181 jan. 26 gestorben war. — Braun,
Gesch. der bischöfe von Augsburg II, 155. |294]
bezeugt, dass der domherr Volchmar zu Eichstätt für die von demselben auf seinem erb-
gut in Wigerichesdorf erbaute kirche die bischöfliche weihe in der ehre der heiligen
Jungfrau und des heiligen Willibald erbeten und das dazu gehörige gut durch den sal-
roan Berengar von Zuchcringen dem domkapitel zu Eichstätt nach bayer. rechte ge-
schenkt habe, in der weise, dass es ihm (dem Volkmar) als leben auf lebzeit verbleibe
und Albert von Holcnstein die advokatio darüber erhalte. Act. 1184 ind. II reg.
imper. Friderico anno regni eius 32 imperii vero ... — Diplomat. Capit. Eichstätt. [295]
bestätigt die von dem edlen ministcrialcn Rudegerus in Affental dem domkapitel durch
den Bahnann, Merboto von Phunze mit seinen erbgütcru in Buchenhul gemachte Schenk-
ung. Act. 1185. — Diplomatar. capitul. Eystett [296]
weiht in der zeit von 1185 — 1188 die pfarrkirche in Wolferstadt. — Eichst, pastoralbl.
VII, 208 (1860). [297]
Papst Urban III bestätigt dem domkapitel seine besitzungen in einer Urkunde, die mit
ausnähme des eingangs und des Schlusses gleichlautend ist mit der bulle des papstes
Alexander III d. d. 1179 april 3. — Abgedr. im Eichst, pastoralbl. VII, 191 (1860). 1298]
Bischof Otto bestätigt dem augustincrkloster Rebdorf einen theil der güter, die bischol
Konrad diesem stifte geschenkt, Egilolfus, electus Eystetensis, aber mit Zustimmung päpst-
licher legaten wieder entzogen hatte. Es sind das: ein hof in Wazercelle, zehenten
und anderthalb höfe in Tubcrvelt, ein gut in Mersowc, eine hofstätte in Regensburg,
ein garten in Eistet, einige zehenten in Herswinsteten (Hinwenstetten), ein hof in Buoch
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XXVI. Otto 1186—1188.
1187
Regcnaburg
April 6
„ 17
April 19
«. > ,
1187
3
Augsburg
Donauwörth
Giengen
1188
Okt. 3
Eichstätt
und Ourenwanc (Eierwang |, einiges klcinholz auf der höhe oberhalb Rebdorf und auf
dem berge fort bis Richolvcscelle (den oboren theil von Wasserzell), der wald Raniniersberg
oberhalb Richolvescclle bis an den weg nach Muosprunnen ( Morizbrunn ) , von da nach
dem thale Linstal, von da wieder bis zur hänge von Richolvescclle. Zeugen aus dem
klcrus: Propst llsung; dekan Konrad; domscholaster Albert; custos llsung; archidiakon
Berthold; j)farrer Otto; cellarius Marquard. Ulrich, propst von Spalt und andere vom
chorc. Stephan, abt von Heideuheim. Konrad von Wilzeburg. — Rupert von Planck-
stetten. Cunrad von Ahusen. Laien vom horrnstand: Gerhard, graf von Tollcustain:
Albert von Truhcldingeu ; Ulrich von Stein; Berthold von Praitcubrunne ; Albero von
Santalshusen ; Cuno von Stein und andere. Ministerialen: Hcnric, schenk von Eystet;
Ulrich von Emmendorf: Conrad, cammerarius; Adelo, marsebulk: Hartvic und sein
bruder; Reinbot von Werde; Heinrich und sein bruder; Cuno von Wolvesbuch: Hein-
rich von Paffenhofen: Merboto von Phnze; Albero von Obern-Eystad ; Chuno von Gla-
-acbenberk und andere. Vom lnndklerus: Cunpcrt von Tüüng; dekan Reinhard; dekan
Volimar; dekan Dietrich; dekan Menicoz; dekan Conrad; dekan Rupert und mehrere
dekane mit ihren brüderu vom lande. Uebcrdies die ganze eben versammelte synode.
Actum anno ab incarn. Domini MCLXXXVI indict. IV Urbano tertio papatum tenente
Fridcrico imperatore Imperium gubernante, Henrico fratro (!) ejus gubernacula uiode-
rante, anno pontiKcatus nostri IV. (Sine die; aber die synode wurde gewöhnlich im
okt. gehalten.) — Fnlkenstein, Cod. dipl. Eystett. p. 39 u. 27. Ltinig, SpicU. eceles. II,
208. Lang, Reg. boic. I, 335. Verhandl. des histor. Vereins von Obcrpf. XX, 95-
(1858). (299]
erscheint als zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich I, wodurch derselbe dem kloster
Seitenstetten (bei Waidhofen, südöstlich von Linz) einen durch erzbischof Wiehmann
von Magdeburg geschenkten wald bestätigt und das recht ertheilt, in diesem wald auf
eisen nnd salz zu bauen. — Schmidt, chronologisch. System, saminl. der österr. bergges.
III abth. I, 16. Hormayr, Werke III, 433. Meiller, Regest, archiepiscop. Salisburg
p. 147 n. 30. |300|
assistirt nebst vier anderen biseböfen bei der einweihung der kirche sanet Ulrich und Afra,
die der erzbischof Konrad von Mainz in gegenwart des kaisers Friedrich I vornimmt,
und unterzeichnet in Donauwörth april 17 eine Urkunde des kaisers Friedrieh 1 für das
kloster der beiden genannten heiligen in Augsburg. — Mon. boic. XII, 197. Annal.
sanetor. Udalrici et Afrae bei Pcrtz XVII, 430. Steichele, Archiv III, 128. (301]
unterzeichnet als zouge eine Urkunde, durch welcho kaiser Friedrich 1 der kirche von
Innichen (im Pusterthal) ihre Schenkungen bestätigt. — Marian, Austr. sacra IV, 251.
Hormayr, Gtsch. von Tyrol I, 113. Stumpf, Kaiscrurkundeu p. 401 n. 4477. [302]
gibt 'den brüdern zu Halsprunmn die zehenten zu Heglin und Strulesbach in der pfarrei Arcn-
burem (Orubau). Zeugen: llsung, propst; Cunrad, dekan; Berhtold, erzprir ster ; Siboto,
propst zu Herriden; Otto, pfarrer (parochianus); Albert, scholasticus ; Marquard, celle-
rariue; Burchard von Witenheim; Dietmar, oblaier; Eberhard, canonici!*; Hermann von
Schillingesfirst; Heinric von Scowenbcich; Cuurat Kroph von Ehemutesheiin ; Adelo und
Cuno von Eysteten: Heiurie, schenk (pincerna); Heinric, truchsess (dapifer) ; Ulrio von
Emendorf; Reinpoto von Werde; Gotebold von Gredingcn; Albero von Obercystete
(de superiori Eystet); Merboto von Funlfeche, Cuno von Lupoldeshowcn , Heinric* von
Wolbcsbuch. Act. MCLXXXVII indict. V regnante gluriosisiino Romanor. imperat.
Fridcrico. — Heilbrunner copiebuch I f. 1056 im königl. archiv zu Nürnberg. [3031
Lang, Regeeta boic 1, 311 bat das jähr 1180!
consecrirt den altar in der von ihm erbauten und zu seinem grab bestimmten sanet
Magdalenenkapcllc auf der Südseite des doms in Eichstaett und dotirt diesen altar mit
gfitern in Alfcrshusen, Egwilc, Wolkcrshoven , Hurkershcim, Altheira, Burgeshowe,
Michelnbach, Biburch, Watenhouen und Ahusen, wovon auch distributionen an die doni-
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XXVI. Otto 1188—1189.
37
u?*t<
1189
April 29
Rom
Aug. 10
Wifrzburg
Sept 30
1189
Bamberg
herrn gemacht werden »ollen. Act. ab incarn. Domini MCLXXXV11I indict. VI regn.
Fridcrico imporat. — Popp, Cod. Monnc. p. 9. Eichst, pastoralhl. IX, 115 (18G2). |304|
Leber die weihe dieses alters bat auch das pontilicale eine aufjseichnung, worin noch der tag ge-
nannt i*t tili k:.l. od.), den die Urkunde verschweigt, und das jähr als das 6. jähr der ordinatiou
Ottos bcteirhnt't wird. — Eichst, pastoralbl. I. c.
bestätigt dem kloster Kaisheim die Schenkung, die der frühere bischof Konrad dcmßelben
durch Überlassung der kirche in Ascesbrunnen samtnt ihren zehenten, ihrer dotation und
dem patronatsrecht gemacht hatte. Zeuge: Graf Gebhard, vogt der kircho EichBtaett.
— Lang, lieg. boic. I, 343. [305)
Papst Clemens Ubergibt in die blinde des' abtes Wolfram von Banct Michael in Baroberg
den schriftlichen auftrng an den bischof Otto von Eichstactt, gemeinschaftlich mit dem
bischof Eberhard von Merseburg und den übten von sanet Emmeram in Regensburg
und von Schwarzach über den wandet und die wunder des bischofs Otto I von Bam-
berg eine Untersuchung anzustellen. — Mirac. Otton. bei Pertz XII, 914. / Usserraann,
Episcopat. Hamb. cod. probat, p. 132 n. 148. Hasselbaeh, Cod. pommer. dipl. I, 163.
v "j Mansi XXII, 519. Gicscbrr cht, Baltische Studien XIV, 914. [30G|
11N9 iaai 1 gibt der papst dem bischof Otto II von Bamberg und seinem domkapitel ofiicielle uach-
richt von obigem befühl an den bischof von Eichstatt. — Ussermann p. 133 n. 149. Ilasselbach I, 164.
Bischof Otto, auf dem ersten reichatagc des königs Heinrich VI in Würzburg anwesend,
erhält durch den abt Wolfram von sanet Michael den aultrag des papstes extradirt, das
leben und die wunder des bischofs Otto I von Bamberg zu prüien, und nimmt sogleich
die kanonisation Ottos vor. — Miracul. Otton. bei Pertz XII, 914. Tocche, Kaiser
Heinr. VI p. 117. [307 1
rhebt in Bamberg die reliquicn des heiligen Otto und erneut die erklärung seiner canoni-
sation. — Har/heim III, 451. [308 1
urkundi t, dass er als doinpropst unter Egilollus, dem electus Eystctensis / mit Bruno von
Bcchtal, Ulrich von Emmendorf, den brüdern des letzteren und noch mehreren anderen
beauftragt worden sei, dem wünsch des Godefrid von Arnsberg gemäss zu untersuchen,
was aut der villa Phrundorf bischöfliches leben und was allod der familiu des Godefrid
sei; und dass nunmehr Hadebrand von Phrundorf, der erbe Godefrids und seines (des
Hadebrand) älteren bruders, der ebenfalls Godefrid hiess, im begriffe mit kaiser Fried-
rich I ins heilige Land zu ziehen , auch sein eigen in Phrundorf mit 94 familien, wo-
runter 24 de militari ordine, die anderen servilis conditionis waren, der kirche von Eich-
stactt zum geschenke gemacht, von dem bischof aber als leben zurückerhalten habe.
Zeugen und zwar aus dem klerus: Otto, decanus majoris ecclesiac; Gualbertus, archi-
presbyter; Ilsyngus custos; Albertus scholasticus. Eden: die freien männcr Hadebrand
von Arnsberg; Swikcrus von Livenstat; Albertus von Talmesingen; Gozwinus von
Angeringen; Conradus vogt von Walendingen; Adelo der alte von Eystcttcu; Conrad
von Stein. Ministerialen: Truchsess Hartwic und dessen söhn Ulrich; Reinboto von
Werde; Heinrich von Wolfesbuch; Chuno von Glaphenberg; schenk Heinrich; Mcrboto
von Phünzen; Ulrich von Emmendorf. Milites domini Hadebrandi: Rudergus (!) von
Erlungcshoucn; Sifridus von Uhingen (Falkenstcin liest: Hölingen); Rudegerus von
Arnsperch; Imo und dessen bruder. Fact. anno MCLXXXIX indict. VII. — Falken-
stein, Cod. dipl. Eyst. p. 38 n. 36. Popp, Cod. Monac. p. 13 (korrekturon zu Falken-
stcin). |309]
gibt dem Hadebrand von Arnsperch 64 talento gcld und empfängt dagegen durch die hand
Chunos des älteren von Stein das gut Uhingen zum pfände. Die cinkünfte dieses gutes
werden der sanet Magdalcncnkapcllc und ihrem altarc zugewiesen. Testes per aurcs
tracti: Berthold markgraf von Vohburg. Graf Gebhard von Tolenstein. Hadebrand
von Arnsperch selbst. Swikerus von LubenstaL Albert von Talmcssingen. Adelo der
alte von Eystet, freie männcr. Herold von Talmeizingen. Ulrich. Reynboto. Chuono
cammeraris von Emendorf. Mcrboto von Phuenzen. Cuno von Glaphenberch. Schenk
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XXVI. Otto 1189—1191.
1189
1190?
1190
circ.
n n
1191
Ursheim
Plankstetten
Heinrich. Cunrad Nogir. Truehsess Haertwig. Ulrich, dessen söhn, jetziger truehsess.
Reynboto von Werde. Heinrich von Wolfesbuch. Reynboto der alte von Vohcburch.
Marquard von Gronarshouen. Schenk Berthold, ministcrinlen. Vasallen des Hadobrand:
Rudiger von Ilcrlungcshoucn. Scifrid von Uhingen. Rudiger von Arnspcrg et alii
quam plures. (Sine anno et die; aber wahrscheinlich ausgestellt vor dem abgang IIa-
debrands zum kreuzzug im jähre 1189 ». — Popp, Cod. Monac. p. 12. Theihvcisc ab-
gedr. im Eichst, pastoralbl. IX, 145 (1862). [31()|
Da« pontificale Gundekars hat den eintrug: bischof Otto gab (an das domkapitel) Ylbingen und
andere besitzungen, wovon distributiunen an die einzelnen pfründen durch den custo» gemacht werden.
— Conf. Vitae poutific. Eystott. p. a, beigäbe tum Eichstatter pastoralbl. vom jähre lt<67.
gibt rath und Zustimmung, dass der domherr und bischöfliche kaplan Fulkraar sein haus
an der brücke (zu Eichstaett?) an das kloster des heiligen Petrus in Kastel zu einer
jahrtagsstiftung schenke. Zeugen: Cunradus, major praepositus. Utto, major deeanus.
Albertus magister scholarum. Ilumbertus archipresbyter. Hartwicus dapifer et filius
ejus Ulricus. Act. indict. VIII, episcopatus anno V1H. - Mon. boic. XXIV, 324. [311]
seidichtet auf einer synode in Mainz mit anderen bischöfen einen streit zwischen dem bi-
schof Udabskalk von Augsburg und den kanonikern zu sanet Moritz von eben dort über
die bcsetznng der propstei an dem letzteren stii't. — Braun, Gesch. der bisch, von
Augsburg II, 162.j 1312)
Yermuthlicb gesefeuh das auf der Mainzer synode von 1 18S, die gewöhnlich curia Dei genannt wird
weiht um 1190 eine kirche zu Ursheim zu ehren der heiligsten jungfrau Maria. — Eichst.
pastoralbl. V, 82 (1858). [313]
um die gleiche zeit eine kirche in Magerichesheim (Obermegersheiin), woselbst bischol
Gundckar schon 1058 eine consecratio ecclesiao vorgenommen hatte. — Eichst, pastoralbl.
V, 94 (1858). 1314 j
gibt dem abt Arnold und den brüdern zu Halspninne aus seinen besitzungen zu Steinberge
(Kalbcnateinbcrg) einen unbebauten vom seo Nezclbach umflossenen platz, der zur
hallte der kirche zu Babenberg gehört, wogegen das kloster Halsprunne am 21.
okt ein ewiges gedächtniss (j ahrtag) begehen und auf sanet Michael 20 käse entrichten
soll. Zeugen: Cunrad, propst. Otto, dekan. Albert, scholasticus. Ihning, custos. Mar-
quard, kellncr. Dietmar, oblaier. Gunbert, erzpriestcr. Godcscalc. Hcrman von
Hegelingen. Volcmar, kaplau. Gebehard von Grizbach. Eberhard Rufus. Marquard
von Ettcnstat. Hcrtwic, truehsess (dapifer). Heinric, schenk (pincerna). Reinboto von
Werde. Merboto von Funzecha. Vlric und Reinboto von Emendorf. Heinrich von
Wolfesbuch. Vlric, söhn des truchsessen. Radeboto und dessen gleichnamiger söhn Rci-
boto und Heinric von Ovestete. Vlric und Albert von Pilingriz. Cunrat Nogir. Vlric
von Gerwigestorf. Pertold von Ccnne. Cuno von Glapfcnberch. Arnold und Sige-
hard von Egewilc. Wolfram von Emcudorf. Cunrat. Herman von Metmendorf. —
Act. anno dominic. incaruat. MCXCI indict IX, regnante Romanor. rege Henrico.
Hcilsbr. copiebuch I f. 151 b im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. J,
353. |31S|
urkundet über die einweihung der neu aufgebauten kirche in Plankstctten , die er vorge-
nommen, und bestätigt dem dortigen kloster das patronatsrecht an dieser kircho, das
der pfarrer von Pilingries für sich in anspruch nahm. — Handschriftl. chronik von
Plankst. I, 19. III, 33 im pfarrarch. zu Beilngries. Jahresber. des bist ver. von Mittelfr.
XVI, 94. [316J
bestätigt dem kloster Plankstctten seine besitzungen und rechte, als ein gut in Plankstctteu
selbst, ein anderes in Hütteshoven, die drei dörfer Pctxenbruck, Zulchenreut und Trcn-
reut, alle drei an der Schwarza, sowie das patronnt an den drei kirchen Plankstctten,
Pühelkirchcn und Solzkirchen u. s. w. — Plankstetter chronik I, 18. III, 31 im Beiln-
pfarrarchiv. Jahresber. des hist. vcr. von Mittelfr. XVI, 95 (1847). 1317)
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XXVI. Otto 1 1Ü 1 — 111)4.
39
119^
Juni 7
Würzburg
1194 Eichstätt
n n
r v
v n
wird unter den zeugen aufgeführt in einer Urkunde dos kaisers Heinrich VI, dureh welche
derselbe das kloster Salem in seinen besonderen schütz nimmt. — Act. ind. 10, regni
anno 23, iinp. 2; dat. Wircebure 7 id. junii. — Wirtemb. Urkunden)). II, 3ü3. (318]
stillet für sich einen jabrtng in der klusterkirche sauet Walburg zu Eichstactt, abzulialten
im jnnuar. - Luidl, Eichst, heiligthum III, 103. 13191
In der Urkunde hierüber ist Ott© der 2>>. bischof von Eichstaett genannt,
bestätigt auf bitten der schottenmünehe die durch weiland den dompropst Walbbrun ge-
schehene Stiftung ihres hospitals zum heiligen Kreuz in der ostenvorstadt von Eichstätt,
nachdem er die kireho daselbst in der ehre des heiligen Kreuzes und des grabta Christi
geweiht hat, und genehmigt die zur dotatiou von Walbrun gemachten schaukungen in
Wicnanmersdorf (Vytmesdorf), Wiphenvelt, Egelse, Gcrlevingcn, Ilazzenhofen, Ha-
scnwiuckel, Larenstetten, Milenhoven, Allstetten, Butelbrunne, Kcwenkircheu, Oetingcn,
üarfiuberg (Griifenbcrg), Gunthershule, Bullenveit, Thalmanslelde , Haseluch, Eistet:
er selbst lügt bei güter in Wachenzeile, Affcntall, Atnhalmestorf, Raticheshartt. Zeugen
vom chore: Dompropst Hartwich, dumdechant Otto, domscholnstcr Albert, Schatzmeister
llsunc, kellermeister Marquard, archipresbyter Gumpert und Conrad: Sigeboto, propst
in Herrieden; Voleraar kaplan. Gotescalc priester und die anderen domherrn. Laien:
Adelo liber. Cuno über und fil. Cuno. Cuno de Glaphenberc. Ileinricus pincerna.
Vlrieus dapil'er. Udalrieus von Emmendorf. Reinboto von Werde und dessen söhn
Ileinricus: dann dessen brüder Wicfrit und Lugclin. Merboto von Phüntze. Reinboto
von Emmendorf u. a. m. Act. anno ab incarn. Domini MCXC1V indict. V sub Coeles-
tino papa III, llenrico V imperat. anno imperii ejus III. — Salbuch des klostcrs heiligen
Kreuz in Eichst, f. 3 (im Ordinariatsarchiv). Eichst, pastoralbl. VIII, 84. X, 114 (1863),
auszug. [3201
Im selben jähre conflrmirt auch papttt Coclcstin III dieses kloster.^/
bestätigt dem kloster Halsprunu die zur kireho iStcinberch gehörigen zehenten, die schon
könig Konrad dem genannten kloster gegeben und bischof Gebhard von Eystet eben-
falls überlassen hatte, sowie dio zehenten der von dem kloster selbst gebauten neuge-
reuthe in den dürflein Brueca und LimVnbühcl (Burk und Lindenbühl bei Günzen-
hausen). Dagegen soll das kloster dem pfarrer zu Steinberch ein jährliches reiehniss
von 30 Pfenningen geben. Zeugen : Hcrtwic, propst. Siboto, propst zu Ilerriden. Otte,
dekan. Guubert, erzpriester. Albert, seholasticus. llsung, custos. Volmar, kaplan.
Marquard von Walmintiugen. Fridcric, kaplan. Hermann. Ilertwic. Reinboto. Die
kauouiker: Adelo, Cuno, Wolfktr und Wortwin von Tanehausen; sein bruder Llric
der junge (iuvenis) von Sehovcn. Dio freien männcr: Heinric schenk (pineema); Rein-
boto von (k\cudorf; Cuurad von Ekeberch; Merboto von Pfeflhuncc; Cunrad und sein
bruder Ortwin von Waltmintingen; Vlric von Emindorf; Reinboto und Heinric von
Ilovestete; Arnolt von Egenwile; Ralvolck; Ilcrtwigc von Ilemichinlheim ; Vlric von
Witinsheim: Heinrich von Bindungen. Fact. MCXCIV indict. XI, regnante Romanor.
imperat. Henrico. — Heilsbr. copiebuch 1 f. 106 b im königl. archiv in Nürnberg. Lang,
Reg. boic. I, 363. [321]
bestätigt dein kloster Ahuscn dio Schenkungen, wodurch sein kaplan Volkmar, kanonicus
zu sanet Maria und sanet Willibald in Eistet, ein gut zu Wartenberge, das ihm Hade-
brand von Arnesberc verpfändet hatte, der seligen jungfrau Maria zu Ahusen zum
dunste der dortigen mönche durch dio band seines salmanncs Wernher von Brunne
übergibt, und bruder Mahtfrid, spitalnieister (provisor) zu Ahnsen, dem nämlichen kloster
einen Weingarten am Main (bei?) Scgcnintz abtritt. Act. anno ab incarn. Domini
MCXCIV indict. III, undeeimo anno episcopatus sui. — Copiebuch des klost. Ahausen
f. 9 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, Reg. boic. I, 363. [322]
iat zeugo in einer Urkunde der propstei Berchtesgaden, laut deren Irmengard mit ihren
Heinrich und Rcinold ihr gut auf dein Ebenberg dem heiligen Petrus in Berch-
10*
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40
XXVI. Otto 1194— Ii 05.
im
Günzen-
hausen
tesgadcn durch den trafen Gebohard von ToUcnstaein gegen 51 talente Kegensburger
Währung überlässt. Ausser bischof Otto sind als zeugen genannt: Iladcbrant von Ann-
beruh: Purehart von Staein; Albert von Braitinbruunc ; Friderich von Wolfcrshoueu
(landgerichts Wasscrtiüdingen) : Chvono von Stacin der zuvor snlmann gewesen; Odtl-
rich von Schonen (Seehof in der pfarrei Zuchering); Auielbreht von Zucheringen; Al-
breht von Altcnbruch; Chvono von Glnphenbcrch; Ilorniann von Aeistctcn (Obereich-
stätt); Merbot von Phunze: Adelo von Aeistct; Ubiciis von Pennveit; Reimbot ven
Emmendorf; Chvonrad Noiger; Clivonrad von Walmetingcn (Walting), vogt: Chvonrad
von Wahneting, des vorigen bruder ; Heinrich von Ilouestcten; Bruno von Bechtnlt
(Bechtlial) ; Clivonrad uf der Erde; Rvodigcr von Amebrvck (Ammlbruch, landgerichts
Wassertrüdingen) ; Perthold von Pholesbiunt (Pfalzpaint) ; Rvodolf von Tegcningen:
Chvonrad, chamerar von Hirzbcrk; Odelrieh, truchsess von Werde: Heinrich, desscu
bruder; Reimbot , vatersbruder der beiden vorausgegangenen; Gotfrid Gumbrelit von
Tegeningeu: Gotfrid von Rushoucn: Albert von Uwe; Perthold, dessen cognatus; Hc-
rolt von Tnlmaezingen ; Haertwic propst, bruder des grafen von ToUcnstaein (später
bischof von Eiehstactt); Livzeman; Albert von Staein; Chvonrad von Lupurch; Wem-
her von Labere; Rvodiger von Dietfurton; Heinrich von Hebingen; Heinrich von Wich
friedesdorf; Heinrich von Ebenberge und dessen bruder Reiuolt, die das gut verkauften:
Sigfrid von Uhingen. Acta sunt haec in tempore Henrici imperatoris, tilii Fridcrici im-
perat. — Quellen zur bayer. und deutseh. gesch. I, 350. Moritz, Grafen von Sulzbach
I, 281. Verhandl. des histor. vcr. von Oberpfalz XX, 99. |323i
weiht um das jähr 1194 eine kirche in Günzenhausen. — Eichstätter pastornlblatt V, 1*2
(1858). [324
Verzeichniss der sämmtlichen von bisch ofOtto consccrirtcn kirchen
nach Gundechnri lib. pontifical: 1. Kaisheim, 2. Hvstet (Haunstetten bei Reilngries), 3.
Grizbach (Burggriesbach), 4. Uvigerichesdorf (Weigcrsdorf), 5. Perehusvn (Gross-
berghausen), 6. Pcmmingen (Bviming), 7. Pechetal, 8. Lnibestat, 9. Biburch, 10. Hvsmgtn
(Hüssingen), 11. Uvimersheim (Weimcrsheim bei Weissenburg), 12. Ilobenstat (Katzenhoch-
statt), 13. Uvisente (Wieset bei Feuchtwangen), 14. Enkenbach (unbekannt, welches), 15.
Phafcnhouen (bei Roth), 16. eine kapelle in Ellingen, 17. Wolferstat, 18. Berengouve.
19. Tvberuelt, 20. Berheim, 21. Millingen (Meiling), 22. Blancstctcn, 23. Luzingen (bei Hüch-
städt), 24. Donauwörth, 25. aspersionen in Sulenhoven, 26. Brattenbrunnen , 27. die Uti-
ligen kreuz kirche (schottenkloster, jetzt kapuzinerkloster ) in Eichstädt, 2ä. zwei altäro
in Heidenheini, 29. die kirche in Elliugen, 30. Olbinaresueld (bei Ellingen), 31. Oberendort
(bei Ellingcn) , 32. Nivwenmnreh, 33. eine kapelle in Wilzeburg, 34. Guudoltcsheim, 35.
V r rresheim (bei Heidenheim), 36. Sratenhouen (Sehrattenhofeii bei Nördlingen iu der
diözeso Augsburg), 37. Bettenhollen, 38. Houestcte, 39. Hvttcshouen (Hitzhofen), 40. Tal-
raazingen (unbekannt, welcho der drei dortigen kirchen), 41. Kastel (in cenobio Casttllcn«i
duas capellas et aspersionem ecclesiae), 42. Swnndc (bei Schwabaeh), 43. Ileidenbeim et
ibidem translationcm prestiosi confe»sorit Chritti Wunibald*, 44. Windcspach, 45. Mvngcuouwe
(Wassermungenau), 46. Tyingen (Deining), 47. Pvehuclt ff'uchfeld bei Deining), 48. Altare
in Wilzcburc et aspersionem ecclesiae, 49. Ishersehirch (unbekannt), 50. Mazhigcn (Ober-
mässing), 51. Bergen (bei Laibstatt), 52. Blienuelt (Pleinfeld), 53. Othrammesdorf (Gross-
nottersdorf), 54. Tvtingen (zwei kirchen in Titting), 55. Erkenshouen, 56. Stoplienheiiu,
57. Storsbrunneu (Dorsbrunnen), 58. aspersionem in Bcrolteshciin, 59. aspersionem in Wizen-
burch (Weissenburg), 60. Buthelbrunnen, 61. Livpoldeshoucn (Lippertshofen), 62. die obere
kapelle des heiligen Lorenz in Eistet (an einem 14 okt.), 63. Magensheim (Megesheim),
64 Magersheim (Obermegersheim), 65. dio sanet Magdalenenkapelle in Eistet,
66. Itensheim (Eitensheim), 67. Oborendorf (bei Freistadt), 68. Füchte (Feucht), 69. Rotehsc
(Rödelscc in der diözese Würzburg), 70. Erinsbach, 71. Gimzcnbusen, 72. eine kapelle in
Heidenheim, 73. Erkenbrchteshoueu (Erkertshofen in der pfarrei Eutenhofen), 74. Talbuint
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XXVII. Hartwig 1195-1108.
41
1195
circ.
1196
1197
Pappenheim
1198
März 6
Sept. 8
1198
Arnstadt
. . i ■
(Thalpaint bei Vohburg), 75. Landfridcshouen (Landershofen in der ptarrei Pietenfeld),
76. Luzelnahe (Litzlohe), 77. Althain (Langenaltheim?), 78. Suabach, 79. eine kapelle in
HahcUbrunno (Hailsbronn), 80. Hngenetet (wciler bei Vohburg), 81. Denchondorf, 82.
Ailingen (Ehingen im dekanat Wasaertrüdingen), 83. eine kapcllo in Swinfurthe, 84. Rorc,
85. (jiredingen, 86. Huahen (Huisheim), 87. Plosseuawe, 88. Buorbore (Beuerberg im dekanat
Wnssertrüdingen, 89. Dietuurt, 90. Schehlorf, 91. die kapelle der heiligen Afra in Eiste«,
92. Kegeningen (Högling), 93. Bargen, 94. Pirchingcn (Berching), 95. Vuattcnhoucn (einge-
gangene ortschuft in der pfarrci Hofstetten), 96. dio kapcllo des heiligen Bartholomacos in
Ai8tcten, 97. Spalte, 98. Vorahe (Veitsauracb), 99. Pcrhtoldcsdorf (bei Windsbach) , 100.
Volandesdorf (Wollersdorf bei BerthoMsdorf), 101. Steinbcrc (Gräi'ensteinberg), 102. Roten-
bach, 103. Fuogrlstal (Fiegenstall), 104. Gnozeshcim, 105. Dechingen (Döckingcn). — Eichst,
pastoralbl. IX, 143 (1862).
Anmcrk. In der zeit vom tode des bischofs Gundckar II bis zum tode Ottos
wurden in der diözese Eiclistaett noch geweiht: 1. die pfarrkirche zu Lauterhofcn durch
bischof Gebhard III von Constnnz (reg. 1081—1110), 2. die klostcrkirchc zu Kastel, diu*eh
Lischof Otto von Bamberg, doch unbestimmbar, ob durch Otto I (1102—1139) oder durch
Otto II (1177—1196). - Eichst, pastoralbl. IX, 145 sq. (1862).
XXVII. Hartwig 1195-1223.
Der zweite bischot von Eichstätt aus dem hause der graten von Hirschberg; ver-
wandt mit künig Philipp von Schwaben (Moritz, Grafen von Sulzbach I, 286) und nach
der ermordung d< 8 bischofs Konrad von Würzburg (1202 dez. 3) dessen kanzler (Mallin-
krot, Oe archieanc. iinperii mm. p. 97), doch bald wieder aus diesem dienst entlassen
^Chronic. frsperg. p. 312). Sein pontifient dauerte 28 jähre, also bis in das jähr 1223;
nach einem späteren eintrage in das pontiticalö Gundokars war sein todestag der 2. mai
(Vit. pontif. Eystctt. p. 2). Er baute und consecrirte einzelne theile des dolus.
Bischof Hartwig tiberlässt dem abt Aruold von Hailsbronn den neubruchzehrnt in Tann-
hausen (bei Günzenhausen). — Lang, Reg. boic. I, 367. [325]
weiht die scitenaltärc in der pfarrkirche zu Pappenheim. — Hund, Bayer, staramb. II,
160. Jahreaber. des bist ver. vonMittelfr. XI, 14. XI, 16. Eichst, pastonilbl. IX, 136. (326|
Hartwig, Eiatetensis ecclesiae minister, entscheidet auf einem gcriehte in Pfünz in dem
streite zwischen dem klostcr Kaishcim und dem ritte r Wortwinus von Emiehishcim über
den zehent in Askcsprunnc und zwar in der weise, dass die brüder von Kaisheim einen
hof iu Rorebach und einen in Hochvelde für den genannten zehent abtreten sollen.
Zeugen: Burchard von Stein, Rupert von Stahelsberc, Haidebrand von Haideke, Wie-
mann von Rorbach, Gottescalc von Rorbac, Cunrad von Horburc. Acta anno praesu-
latus secundo. — Lang, Reg. boic. I, 375. Verband!, des bist. vcr. von Oberpfalz XX,
99. 1327|
ist auf einer fürstenvcrsaminlung in Thüringen zugegen, woselbst Philipp von Schwaben
zum deutsehen könig gewählt wird. (Ort und tag sind nicht genau bestimmbar.) —
Böhmer, Regesta iinperii 1198—1254 p. 3. 1328)
soll während der abwesenheit des erzbischofs Konrad von Mainz den Philipp von Schwaben
zum könig gesalbt und gekrönt haben. — Continuat. Admuntcns. bei Pertz IX, 589.
595. Vergl. aber Böhmer, Reg. p. 5 und 303 (es that das der erzbischof Aimo von
Tarantaise). [329J
erhält von papst Coelestin III den auftrag, gemeinsam mit den bischöfen Udalskalk von
Augsburg und Konrad von Würzburg eiue Untersuchung über den wandel und die
wunder der kaiscrin Kunigund vorzunehmen. — Braun, Gesch. der bischöfe von Augs-
burg II, 168.
11
X
>
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42
XXVII. Hartwig 1198-1199.
Eichstätt
überlässt adstantc cnpitulo et mclioribus niinisterialium die gütcr des bisthuins Eichstaett, die
Udalrich von Ilutteahoven, früher propst von Eichstaett und bruder des klosters Plank-
stetten, vermischt mit gütern des klosters Plankstettcn besessen hatte, wegen Unmög-
lichkeit einer sicheren Ausscheidung an das letztere, und erhält dafür einen kleinen hof
in Griesbach. Zeugen de choro: Cunrad, major praepositus. Otto, decanus. Albert,
zuvor scholasticus, jetzt custos. Humbert (?), archipresbyter. Hcrman von Hegelingen.
Berthold, cellcrarius. Menward, schenk. Marquard von Giaelheim. Rudolph. Mar-
quard von Witcnhcim. Ministerialen: Heinrich, schenk. Ulrich, truchsess. Adelo,
marseale und sein bruder Wortwin. Chuno von Stein. Conrad ad pontem (Pfünz).
Cunrat von Pfaffenhoucn. Ulrich von Emmendorff. Heinrich von Houenstetten unil
dessen söhn Chunrat. Rudeger von Amelbrugk. Adelhoh. Heinrich von Ettcnbergn.
Reiubotto von Monheim. Ulrich von Togening und dessen bruder. Dicpoto und dessen
söhn. Pcrthold und (?) Rudeger von Morspach. . . . von Roudeshouen. Gotfrit und
Reginolt. Cunrat von Heimesfurt. Rathold und Hartwic von Emcchesheira. Wicfrit
von Wittesheim. Eberhard von Plicnveld. Albert von Cheschingen et alii quam plurc*.
Act. anno incarnat. 1198, I indict. — Plankstcttcr chronik I, 21. III, 34 im ptarrarcliiv
zu Beilngrics. [331]
überlässt dem kloster Rebdorf mit Zustimmung des domkapitels und der hochstiftsmini-
sterialen dio von bischof Konrad 1 in Eichstätt erbaute sanet Wunibaldskapelle für eine
andere von den Rcbdorfern zu ehren des heiligen Nikolaus und des heiligen Thomas
erbaute kapelle, welche letztere bischof Hartwig dotirt und zu seinem grabe bestimmt.
Zeugen und zwar de choro ; Cunrad, propst. Otto, dekan. Siboto, propst von Herric-
den. Albert, scholasticus. Gumbert, archipresbyter. llsung, custos. Rudolf, oblaicm
Pcrthold, cellcrarius. Herman von Hegclingen. Marquard, prior cclh-rarius. Mar-
quard von Giselshcim. Menward, schenk. Marquart von Wittensheim. Chunrad von
Wirzeburg et ceteri quam plures. Ministerialen : Heinrich, schenk. Chunrad, camorarius.
Arnold von Nasscnvclscn. Heinrich von Hoffstctten. Rcinbot von Hoffstetten. Chuno
von Stein. Chunradt vou Oberneystct. Heinrich von Pfaffenhofen. Adelo von Eystet.
Cunrat von Hcuncsfurt. Udalrich, truchsess. Chunrat Nogir. Act. anno dominic. in-
carnat. M.C.XC.VIII. indict... — Stein, Cod. dipl. 1, 54. Falkenstein, Cod. dipl. p.
40 n. 28. Verhandl. des bist. vor. von Überpf. XX, 100. (3321
siegelt nebst fünfzehn anderen genannten zeugen eine Urkunde des königs Philipp, vermöge
deren derselbe den verkauf des gutes Hormisheim (Siebenhausen bei Frankenthal) durch
seinen dienstmann Ludwig von Nicastcl an den abt Hezilo von Frankenthal bestätigt.
— Böhmer, Acta imperii sei. p. 194 n. 213. Widder, Beschreibung der Pfalz II, 353. 1333]
gibt seine cinwilligung dazu, dass der freie mann Konrad aus Wahnctigen dem kloster
sanet Walburg in Eichstätt und der äbtissin Liuhardis dortselbst seine beiden tüchtcr
und zugleich ein gut in Hohenrcin und eine wiese in Wnlmetigeu überlässt. Anno
pontificatus quinto. (Verdächtig). — Snlbuch des klosters s. Walburg f. 35. Laug Reg.
boic. I, 381. |3341
urkundet über beziehungen mit der grafschaft Henneberg. — Schulthes, Gesch. der grafen
von Henneb. I, 84. Ussermnnn, Episcop. Wirzeb. p. 441. [335;
erlangt vermittels einer goldbulle von könig Philipp als dessen blutsverwandter und für
seine bewiesene treue die Verordnung, dass bei heirathen zwischen erbeigenen dienst-
leuten des reiches oder des königs einerseits und dienstmannen der Eichstätter kirche
andererseits dio kinder dergestalt gethcilt werden sollen, dass jedesmal das älteste dem
stand des vators, dass zweite dem stand der mutter folge u. s. w. Ferner wird dem
bischof die begünstigung erthcilt, jedes jähr in der stadt Eysteten, wie das auch früher
der fall gewesen sein soll, eine vierzehntägige messe zu halten. Zeugen : der erzbischof
(Aimo) von Tarantaise ; der bischof (Hermann) von Münster; Konrad, bischof von Würz-
burg und hofkanzler; ferner die grafen Heinrich von Abenberg, Boppo von Werdheim,
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XXVII. Hartwig 1199—1200.
43
!20<) [Nürnberg
März 4
März 15
März?
April 3
Mai 28
(Lateran)
Speyer
1200
circ.
Eichstätt
Heinrich von Ortenberg und die dienstmanneu (Juno von Minzen borg, Drushard, Wem-
her von Bolanden und dessen bruder Philip]), Ch. dapifer von Rotenbureh, Friedrieh
dnpifer von Widpurch , Ludwig von Niehastcl, Nidingus von Wirccburch et alii quam
plurcs. Act. anno MCXCVI11I indict. JI, regnante Philippo anno regni ejus primo. —
Popp, Cod. Monacens. p. 3. Mon. boic. XXIX. I, 488. Böhmer, Reg. p. 6 n. 16. |336|
Die mou. boic. haben: anno regni II.
wird als zeuge genannt in einer Urkunde deB königs Philipp, in welcher dieser das kloster
Adelberg von aller Schätzung, bet und »teuer aus dessen pfiinnen und salze in der stadt
Hall befreit. Geb. Nürnbcrgk an den 4. tag merzen. — Wirtemb. urk. b. II p. 337. [337]
König Phili]»p spricht in einem schutzbrief für das kloster Ebrach aus, dass bei der Schenkung
des gutes Schwabach durch den herzog Friedrich von Rothenburg an das genannte
kloster der damalige bisch of Konrad von Eiehstaett seine Zustimmung gegeben. —
Mon. boic. XXIX. 1, 493. Schütz, Corp. bist. Brandenb. IV, 54. Falkcnstcin, Cod. dipl.
Norimb. p. 42 n. 24. Stillirid, momim. Zolkriati. I, 25. [338]
Konrad wurde bischof 1153; Friedrich von Rothenburg starb 116". Also geschah die erwähnte Schenk-
ung in der zeit von 1153 bis 1167. — Fast wörtlich erneut 1237. Schütz IV, 54 und 75 hat falsche zahlen.
Bischof Hartwig wohnt einem grossen hoftag in Nürnberg bei, auf welchem die anwesenden
fiirsten in dem streit zwischen Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig um
die deutsche kröne für den erstcren partei nehmen. — Berichtet in dem briefe dieser
fiirsten d. d. mai 28 dieses jahres bei Böhmer, regosta imperii 1198—1254 p. 8. [339J
ist genannt in der bulle des papstes Innocenz HI Uber diu canonisation der heiligen Kunigund.
— Ussermann, Episcopat. Bamberg, cod. probat, p. 137 n. 153. Bolland. acta sanetor.
mens. mart. tom. I p. 281. Harzheim III, 473. [340 J
richtet von Speyer aus gemeinsam mit vielen anwesenden fttrsten, worunter eilt" weitere
bischöfc, und im einverständniss mit vielen nicht erschienenen ein schreiben an pnpst
Innocenz III: König Philipp« anhang, wclchor der irren im reiche wegen sich erst jüngst
in Nürnberg versammelt, gedenke seinem herrn nunmehr alle gegner unfehlbar zu unter-
werfen; auch der pnpst möge ihm seine gunst zuwenden und solle wissen, man werde
demnächst nach Rom kommen, um die katserkrönung Philipps zu erlangen. — Pertz,
Leges II, 201. Registrum de uegotio imperii (Urkunden des papstes Innocenz III)
opist. 14, bei Baluzc tom. I p. 090. Boczek, Cod. dipl. Morav. I, 321. Böhmer, Reg.
imperii 1198—1254 p. 10. [341]
Pertz hat da» jähr 1198. Hurter (Gesch. des papstes Innocenz III) und Boczek entscheiden sich
für 1199; nach Stalin (Wirtemb. gesch), Mciller, (Reg. der waikgr. und herz. Oesterr. aninerk. zu p. 84)
und Böhmer ist das jähr 1200 vorzuziehen. Heiele (Concitiengescb. V, 664) halt das jähr des Pertz für
das wahrscheinlichere, citu-t aber dabei Böhmer für sich!
beurkundet, dass der vogt in Tagesteten ein gut in Nivsazcn, das er von ihm zu lehen
hatte, zum heil seiner scele der heiligen Jungfrau zu Halsprunne geschenkt und dagegen
der heiligen Jungfrau und dem heiligen Willibald (dorn in Eiehstaett) ein gut zu Niwen-
stat und zu Rossebach zu lehen gemacht habe. Zeugen : Berthold, dompropst ; Marquard,
deknn; Albert, scholasticus; Rudolf, oblaier; Hartwic von Werde; Marquard von Soltz-
kirchen. Laien: Cunrad schenk; Gozwin von Oberneister (sie); Cunrad Noiger; Fri-
deric, kämmerer; Wolfram von Emechesheim. Facta in choro Eystettnsi. (Sine anno
et die.) — Ihilsbr. copiebueh I f. 209 im königl. arehiv in Nürnberg. |342J
gibt dem abt und convent zu Halsbrunncn seinen antheil am neugereuthzehent aus ihrem
gut zu Tanehusen. Zeugen: Berthold, propst; Marquard, deknn; Albert, scholasticus;
(Jumpcrt, erzpriester; Cunrad, custos; Hermann von Hegelingen; Rudolf, oblaier; Mar-
quard von Witensheirn; Albert vonBcinvelt; Ulric von Wellenheim. Die ministerialcn :
Cuno von Glaffenberch; Cuno von Steine; Ulric dapifer; Arnold von Egewile; Gotfrid
von Wallentingen; Reinboto von Witensheirn; Gebehard und Berthold von Wcllenhcim ;
Wortwin von Billichinge; Cunrat von Pfaffenhofen ; Cunrat Noigir; Goswin von
Obereneistcte ; Berthold marschalc; Gebehard und Volcard, seine brüder; Sigchard von
11*
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XXVII. Hartwig 1-200—1204.
1202
Jau. 1
Febr. ?
Sept. 21
(Vcllctri)
1203
Jan. 23
(Lateran)
Febr. 21
Eger
April 23
120-1
Egewile. (Sine anno et die.) — Hcilsbr. copiebuch 1 i. 291 b im königl. archiv zu
Nürnberg. I343j
weiht unter assistenz der bischöfe Nnrtbert von Brandenbarg und Helmbcrt von Ilavelberg
den bischof Konrad von Halberstadt. — Dambcrger, Synchronist. gesch. IX, 189. [311)
protestirt mit mehreren anderen geistlieben und weltliehen fürsten in einem sehreiben an
den papst gegen die von dem cardinallegattn, dem bischof Guido von Praeneßte, dadurch
begangene einmischung in den thronstreit, dass derselbe (etwa Juli zu Köln) den Otto
von Braunsehweig anerkannte; denn Guido sei weder wähler noch riehter. — Rcgistrura
imperii ep. 62 cd. Bahizo I, 715. Böhmer, Rogcstn imperii 1198 — 1251 p. 13 n. 42.
Abel, König Philipp di-r llohenst. p. 138. (345]
Nach Boczek, Cod. dipl. Morav. 11. «J wäre dieses schreiben 1201 sept 8 iu Bamberg unterzeichne*.
worden. Di.mtils waren viele fürsten, ilercn namen aber nicht angegeben sind, bei erhebung der heiligen
Cuniguui in der genannten stadt und erneuten dem könig Philipp trotz der über ihn verhängten ex-
omuiunicatiou den eid der treue. Böhmer, Reg. [>. 12. L'sserm.tnu, EpUcop. Bamb. p. 135. — Antwort
des papstes im Reyistr. eptst, (.2 bei Baluze I, 7 Ii.
wird von papst Innocenz III in einem schreiben an die deutschen fürsten getadelt, weil
er trotz des offenkundigen wahren Sachverhalts mit den biachöten von Passau und Frei-
sing den neuen erzbischof Sit gfiid von Mainz (einen anbänger Ottos von Braunschwei,:.'!,
zur Verantwortung über seine durch den papst gestattete Versetzung von dem bisclu't-
lichcn stuhle iu T urins auf den erzbischöfliehen in Mainz vorgeladen Der papst dringt
darauf, die falscher aufzusuchen. — Böhmer, Reg. imper. 1198 — 1254 p. 302 n. 101. [346|
Der bischof von Eichstädt ist wegen dieser Mainzer angcle^enhcit noch genannt: a) 1202 okt. -
in einem schreiben d< s papstes Innocenz III au den erzbischof Eberhard von Salzburg. Böhmer p. 3t'.!
n. 102. b) 1U03 apr. 5 iu einem schreiben des nämlichen papstes an die sämmtlichen weltlichen und
geistlichen fürsten Deutschlands. Böhmer p. 3i*4 n. 123. c) in einem schreiben der cardinälc, welche*
sich au das schreiben des papstes d. d. 1203 april 5 anschließt. Registr. imperii ed. Baluze I, 72^.
Ohne, den namen des Eichstiitter bischofs wird gegen die gefälschten briefe wegen Mainz von
Innocenz abermals prostestirt 1203 de c. 13. Böhmer p. 300 u. Iii.
Papst Innocenz III schreibt an den erzbischof Siegfried von Mainz und dessen sürauitliche
suffragauo und befiehlt, das anathein über die mörder des bischofs Konrad von Würz-
burg zu verkünden, der seinen feinden erlegen (1202 dez. 3), nachdem erst 1192 nov.
24 Albrecht von Lüttich ein gleiches schickaal erfahren. — Lappenberg, Hamburger Ur-
kunden!). I, 295. 13*7 j
Bischof Hartwig fungirt als kauzler in einer Urkunde des königs Philipp für das kloster
Waldsassen, dessen haus in Eger von den städtischen abgaben befreit wird. - Monutn.
bore. XXIX. I, 507. |-l' sl
Dies ist die einzige von Hartwig ausgefertigte Urkunde, die erhalten worden,
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Philipp für den markgraien Theodorich
von Meissen. - Schubes, Dircctor. II 419. Böhmer, Reg. imper. 1198-1254 p. 15 u-
49. [3-W1
gibt dem nbt und convent zu Halsprunncn die vogtei über die ihnen von seinem vorfahrcr
bischof Otto eingeräumten öden plätzo am fluss Ncßelbach und über das dorf llegclni-
die Mcgenward de Mecore (Mure), ministcriale seiner kirche, zu leben hatte und nun-
mehr für 13 mark sübers aufgab. Zeugen: Berthold, propst; Marquard, dekan; Albert,
scholastieus : Cunrad, etistos; Gumpert, archidiakon; Rudolf, oblaier ; Hartwic und Gote-
frid, diakonen; Marquard, Sifrid, Reinboto, Heinric, subdiakonen; L'unrad und sein
bruder Gozwin von Enkeringcn. Ministerialen: Cuno von Steine; Cuno von Gl«p uen "
berg; (Cunrad von PfafFcnhoven ; Conrat Noigir; Sifrid von Bussensheim; Reinboto von
Crugcsburg; Odalric truchsess; Conrat schenk ; Heinric von Eystctc; Cunrad von Hein«-
furt; Berthold, marschalk; Rudiger von Aroelbrucht. Fact. anno dominic incarn. 1'-*^
indict. VII. — Heilsbr. copiebuch I f. 152 im königl. archiv in Nürnberg. Lang, R 1 '?'
boic. II, 13. i 35 °i
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XXVII. Hartwig 1204—1209.
45
1206 Freising
1206 Eichstätt
Juni 26
1208? 'ilerriedeu
März 15?
1208
Dez.
1209
Jan. 13
Jan.
Augsburg
Febr. 20 Nürnberg
ist bei der erhebung der reliquien de» heiligen Corbiuian zugegen und asaistirt einer kloster-
| eiuweikung. — t'hunradi Sehirens. annal. hei Fcrtz XVII, C31. 1361]
lentscheidet auf bitten des nbtes Eiuwie von Plangksteten in öffentlichem chorgericht, duss
da» von der kirebengemeiude Piihelkirchen (Beilngrics) gegen den willen ihres pfarrers
Hartwic beanspruchte pfnrrrecht an der kircho Planngksteten , zu der von anfang an
auch Friwartzhoucn, Wallcnsdorff und Piberbach als filiaien gehört hatten, dem klostcr
Einwies zustehe und bestätigt alle briei'e seiner Vorgänger für Plankstetten. Zeugen
und zwar vom domkapitel: Perthold propst; Marquard dekan; Adalbert scholasticus ;
Marquard Blciman; Hartwic und »ein bruder Reinbot von Werde; Reinger; Heinrich
dapifer; Marquard von Ettenstatt: Conrad custos; Gotfrid von Babenbergk; Adalbert
von Pleienucld; Mnrquard von Wyttesheym; Frideric von Huwcnstat; Conrad Wachcr-
stayn; Ulrich, dekan von Wcllcnhayin. Ministerialen: Cuno von Glapffenberg; Udalric
dapifer; Hermann von Mcrstorff ; Carol; Ulrich und Hartwic von Mekenhawsen ; Conrad
pincerna; Goswin von Oberneystct; Wicpoto; Perthold und Conrad von Morspach;
Wolfram von Einchishaym; Conrad camerarius; Perthold vonRöhhngen; Conrad Nogir;
Conrad von Pfaffenhoucu ; Reinbot von Krugelpurgh; Reinbot Eytt'stayn; Hainrich von
Stain; Conrad von Enckringen; Chuno und sein söhn Chuno von Stain; Pruno von
Pcchtal und andre. Acta anno incarn. dominic. 1206, indict. IX, VI. kal. jul. papa Inno-
centio HI, regnanto Philippe II, anno pontiticat. nostri XII. Data Eystett per inamis
Conradi notarii. Popp, Cod. Monac. p. 260. Plankatetter chronik I, 22. III, 36 im
Bcilngriescr pfarrarchiv. Jahresbericht des bist. vcr. von Mittelfrank. XVI, 51 (1847). [352]
erhält von den kanonikeru in Herrieden die erklärung, dass ihm das recht zustehe, den
propst ihres stifte« zu ernennen. Die Urkunde unterzeichnen: Siboto propst (von 11er-
rieden). Mar. < Marianus!) dekan. Mar. scholasticus (?). Otto Wieland. Gottcscalc
custo». Ego tuue teuiporis scholasticus. Heinricus Svcnus. Wolfram von Bilngriez.
Ruodigus (!) ccllerarius. Ego Ch. de Ahe. Ulrich von Dornhusen. Siboto von Walm-
ting. Diemar von Celle. Mar. von Gyselsheim. Ego B. Sneko. Ulrich Hvzing. AI.
Ey»t. Eichstätter vassaldi: Swigcr von Oberubach. AI. advocatus von Tagestetcu.
Chuno von Glapfenberch. Ulrich dapifer. Eberhart uud sein bruder Wicfrit von Witens-
heira. Noier Snekc. Haertwic von Hirzlach. Sifrid von Lvmingcn. Bl. marscalcus.
Chunrad von Tanne und sein Bohn Chunrat und Wolfram von Emecheim. Heinrich von
Eyst. Heinrich dispensator. Ulrich von Phalvelt. Ferner waren zugegen der abt von
Heidenheim und der abt von Ahuscn. Facta sunt haec anno ab incarn. Domini M.CC.VHI
idus mareii. — Popp, Cod. Monac. p. 78. Falkenstcin, Cod. dipl. Eystett. p. 41 n.
30. [353]
Vermutulich ist zn lesen; Anno MCC, octavo id. mart.
lässt den bann des reiches Uber Otto von Wittenbach, den inürdcr des königs Philipp von
Schwaben, in den kirchen seiner diözeso verkünden. — Plankatetter chronik im pfarr-
archiv zu Beilngriea. 1354]
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto, wodurch derselbe die kirchc zu
Aquileja auf bitte des dortigen domkapitcls in seinen besonderen schütz nimmt. —
Ughelli, Italia sacr. V, 78. Böhmer, Reg. imperii 1198—1254 p. 41 n. 46. [365]
desgleichen in einer Urkunde, wodurch könig Otto IV dem patriarchen Walther von Aqui-
leja das herzogthum Friaul bestätigt. — Ughelli, Ital. sacr. V, 76. Böhmer, 1. c. nro. 45. [356 J
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto, wodurch derselbe in der klagsachc
des bischofs Walther von Gurk gegen den erzbischof Eberhard von Salzburg den auf
Vortrag des bischofs Engelhard von Naumburg durch die fürstcnversammlung ergangenen
rechtsspruch mittheilt, dass nicht dem reiche, sondern dem erzbischof von Salzburg diu
Verleihung der regalion an dem gotteshause zu Gurk zustehe. — Böhmer, Act. imp.
p. 209 n. 234. Archiv für österr. geschichtsquell. XIV, 141. [357j
Regest» imperii 1198-1254 p. 42 n. 53 Uat Böhmer: febr. 18 und bischof Hartwig von Zeit*!
12
4(i
XXVII. Hartwig 1209—1210.
1209
Juli 29
Aug. 19
Aug. 21
Sept. 1
1209
Augsburg
am Gardasec
apud Va-
ler um
1210
r n
1210
circ
wohnt einem hoftag des königs Otto in Augsburg bei, woselbst berathungen über die
kaiscrkrönung gepflogen werden. Bischof Hartwig ist unter den mit specicllen auftragen
betrauten. — Arnold, Chronica Slavor. bei Pertz XXI, 248. Böhmer, Reg. imperii
1198—1254 p. 45. [358)
Hartwig begleitet den könig Otto aof seinem zag nach Italien,
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Otto IV, durch welche dieser der haupt-
kirchc von Verona ihre besitzungen und rechte gewährleistet und verschiedene ver-
äusserungen lür nichtig erklärt — Böhmer, Reg. imperii 1198-1254 p. 46 n. 73. [359!
dergleichen in einer Urkunde Ottos für Tonistus, den abt von sanet Hilarius und Benedikt
(später sanet Gregor) in Venedig. — Cornelius, Eccles. Venet. IX, 386. Böhmer p.
46 n. 74. [360]
befindet sich im lager des königs Otto IV vor Bologna und unterzeichnet am 1 sept. als
zeuge eine Urkunde, durch welche Otto den söhnen des verstorbenen grafen Rainer von
Biandratc lehensweise alles das zugesteht, was in Stadt, bisthum und grafschaft Ivrc.i
dem reiche angehört. — Damberger, Synchronist. gesch. des mittelalt. IX, 694. [361 1
schlichtet die zwischen dem propst und convent zu Sulenhovcn einerseits und Ulrich iu
Hofstete andererseits wegen eines gutes zu Lumingen (Lchmingen, oberamts Heidenheiin
bestandenen irrungen also, dass des gedachten Ulrich natürlicher söhn jenes gut lebens-
länglich um einen jährlichen zins von 12 pfenningeu besitzon soll. Zeugen: Berhtold.
dompropst; Marquard, dekan; Albert, scholasticus; Marquard, propst zu Herricdcn:
Gumbert, archidiakon; Cunrad, custos, kanoniker zu Eistet. Dann die laien: Hermann
von Stophe; Rudiger von Beichenhoven; Berhtold von Cenne; Virich von Hofesteten:
Sigilrid von Mergesling; Ulrich von Chirstet; Otto von Ureinheim; Pruno von Bechc-
tal; Chunrad von Phaphcnhovcn; Vlrich dapifer von Werde. Acta sunt haec anno ab
Incarnatione domini MCCVHII indictione XII glorioso Romanorum rege Ottono reg-
nantc anno ejus per (wohl: post) Philippum primo. — Copicbuch des klosters Solen-
holen fol. 4 b im königl. archiv zu Nürnberg. Popp, Cod. Monac. p. 421. Lang, Reg
boic. II, 39. [362]
beurkundet, dass Rudolf vonHurnheim, sein lehenmann, und Meginward von Mure, sein
dienstmann, gegen die brüder zn Halsbrunne auf die lehenschaft des frueht- uud weide-
zehcnt8, genannt heida, aus den gütern am sce Nezclbach verzichtet haben. Zeugen:
Bertold, propst; Sifrid, dekan; Albert, scholasticus; Marquard, pfarrer; Cunrad, custos;
Reinger, keilner; Hartwic, erzpriester von Werde; Marquard (von) Witiusheim; Rudolf,
oblaier (obletarius); Vlric von Wellinheim; Vlric Hunlin; Heinric Tunarc; Werenher
von Papenheim; Vlric von Berchem, kanoniker zu Eystct. Dann die laien: Graf Gebi-
hard und sein söhn Gerhard; Gorwin (sie) von Angeringen; Berhtold von Mazingen:
Arnold von Nazinvelt und sein söhn Vlric; Cuno von Stein (de Lapide) und sein söhn
Cuno; Gotfridvogt; Gotfrid von Rugishovin ; Vlric truchsess; Cunrad schenk; Cuno von
Glapphinberg; Wicfrit von Witinshein; Cunrat Nogir; Cunrad von Phafinhovin; Heiuru
in der Stadt (in urbc). Factum anno ab incarnat. Domini 1210 indict. XII (XIII) reg-
nantc Romanorum imperatore Ottone glorioso. — Heilsbronncr copicbuch I f. 163 im
köuigl. archiv zu Nürnberg. Popp, Cod. Monac. p. 79. Lang, Reg boic. II, 43. [363
vidimirt den Stiftungsbrief des klosters heiligen Kreuz in Eichstätt vom jähre 1194 anno
ab incarn. 1210 sub papa Innocentio HI, Ottone imperante, anno pontificatus nostri XV, in
die consecrationis nostrae roajoris ecclcsiae. — Salbuch des klosters h. Kreuz in Eichst,
fol. 3.
bestätigt die Stiftung des Mcrboto von Phunzo, die derselbe mit einem gute in Luipoldes-
hoven zur bcsoldung zweier todtengräber an den beiden gottesäckern zu Eichstact (in
coemeterio s. Mariac et s. Willibaldi et in altero coemetcrio s. Walburgae) gemacht
hat — Moedel, Chronik der bischöfe von Eiehstaett, Hartwig p 8 (manuscript im bi-
schön, ordinariatsarchiv). Diplomatar. capituli Eystett. [3 CS !
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XXVII. Hartwig 1210—1213.
47
1210
1211
Nov. 8
Eichstätt
1212
Mai 10
Mai 11
Mai 28
Nürnberg
Okt. 2 lf Moosburg
1213
Febr. 15
überlässt an das kloster Rcichenbach Weinberge, welche der conventus ccclesiac Eystctcnsis
in Regensburg besnss, an das klostcr Roichenbach; dagegen trat der abt von Reichen-
bach einen hof und eine mfihle, die sein kloster in Erchinbrehouin (Erkcrtshoi'cn?) be-
sass, an den conventus ecelesiae Eysteteusis ab. Zeugen aus dem knpitel: Bcrthold,
propst. Marquard, dekan. Albert, scholasticus. Rudolf, oblatarius. Renuger, ccllcrarius.
Cunrad, custos. Hnrtwic von Werde und dessen bruder Remboto. Marquard ßlimann.
Marquard von Witinsheim. Marquard von Soltzkirchen. Götfrid von Babinbcrch. Sigc-
frit von Rohrbach. Chunrat von Gunczinhuseu. Wornhir von ßappinhem. Heinrich
Tünare. Ulrich Hirtilin. Otto, schenk. Heinrich Eiüratcin. Wirnto. Laien: Chunrat,
schenk. Ulrich dapifer und dessen bruder Otto. Chunrat von Phafinhovin. Gozwin
von Obirneustetiu (Oberneichstätt). Ffridrich, camerarius. Heinrieb, dispensator et
alij quam plures. Act. MCCX Innocentio papa Ottonc tertio romano iuiperio praesi-
dente sub comite Gebchardo. — Monuin. boic. XXVII, 49. [366|
bekundet, dass die zwei Schwestern Juta und Kunigund den hof Bircha (Birkhof), ihr er-
erbtes eigenthum, durch den grafen Gebhard als salmann dem kloster sanet Walburg
in Eichstädt geschenkt, aber auf lebensdnuer die erträgnisse sich vorbehalten haben.
Zeugen: Graf Gebhard. Heinrich von Suouersheim. Heinrich von Hovcstctcn. Hein-
rich von Eistet. Hartwic Ivdeman. Heinrich von Egwile. Heinrich von Mundling.
Ulrich Brobestlin. Ilerinan Pfaphelin. Heinrich Ekeman. Virich Faber. Virich pul-
sator. Frideric cocus. Conrad Steinbreche et alii quam plures. — Copie in der Poppi-
schen Sammlung. Luidl, Eichst, hciligth. III, 154. [367]
unterzeichnet als zeuge eine Urkunde des königs Otto IV, wodurch derselbe zu ehren Gottes
und der jungfrau Maria sowie zu seinem und seiner eitern Seelenheil die besitzungen
des Deutschordens in seinen schütz nimmt. — Ouellius, Hist. ord. teuton. p. 11. Scheid,
Origin. Guelf. III, 819. Hcnncs, Cod. ordin. teuton. p. 11. Böhmer, Reg. imperii
1198—1254 p. 59 n. 169. |3G8|
unterzeichnet den schutzbrief des königs Otto für das schottenklostcr in Regensburg und
die dazu gehörige kirche. sanet Peter beim westthore. — Mon. boic. XXXI. I, 478. [369]
eignet dem abt Heinrich und den brUdem des klosters Ahuscn das neben diesem kloster
jenseits der Wernizc gelegene gut Vorste, das der kirche Eichstaett gehörte, aber an
Otto, dompropst zu Wirceburg, und die gebrtider Hartmann und Hermann von Lodeburc
als lohen ausgegeben war. Zur cntschädignng geben die genannten ihr väterliches gut
zu Lengenveit und Tiufenbach und einen hof zu Berolfeshcim in der weise an das hoch-
stilt Eichstaett, dass sie das abgetretene als 1» hen zurückcrhnlten. Mitsieglcr: die kirche
zu Eistet. Zeugen: Berhtold, dompropst; Sifrid, dekan; Heinrich, scholasticus ; Mar-
quard, pfarrcr; Cunrad, custos; Regenger, ccllerarius; Rudolf, oblsicus; Marquard Bli-
mannus; Wernher, archidiakon ; Heinrich von Tisthingen; Friderich von Howenstat;
Friderich ignis; Reinboto von Werde; Vlrieh pullus; Otto atre; Heinrich Aitcrsteinj
Sifrid von Emechesheim, kanoniker. Laien: Marquard, vogt von Lumingen; Cunrad
von PhafTenhoven; Cunrad und Tiemo gebrlider von Haimcsfurt; Manegold von Heiden-
heim ; Cunrad von Ostheim ; Cunrad von Hfsclsheim ; Sifrid von Lumingen ; Marquard
von BerolljeBhcini. Kanoniker von Wirceburc: Friderich von Grindloh und Heinrich
vom Stein; Heinrich, magister von Onoldcsbach. Acta ab incarnatione Domini 1212 V
kal. iunij indictiono quinta deeima. — Copiebuch des klosters Ahuscn fol. 7 im königl.
archiv zu Nürnberg. Lang, Reg. boic. II, 49. [370]
assistirt am feste der heiligen eilf tausend juugfrauen dem bischof Otto von Freising bei
der consecration der kirche saneti Castuli in Moosburg. — Cod. trodit. monastcrii s.
Castuli ed. Freyberg in den abhandlungcn der bayer. akad. der Wissenschaften. Hund,
Metrop. Salisburg. II, 514. (371]
Rogensburg erscheint zum ersten male in einer Urkunde Friedrichs II von Hohenstaufen und zwar in
einem schutzbrief für das kloster Berchtesgaden. Monum. boic. XXX. I, 5. Ltinig, Roiclis-
12*
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48
XXVII. Hartwig 1213— 1219.
1213 Hegensburj
Febr. 15
Febr. 16
12U
Febr. 19
1214
Augsburg
1215 Ulm
Juni 20
1215
1216
Aug. 28
Nov. 21
1218
Dez. 14
1219
Jan. 15
März 15
Nov. 2
Nov. 8
Köln
Eichstätt
(Rom)
Nürnberg
nrehiv XVIII, 16. Hund, Metropol. Salisburg. II, 180. Böhmer, Reg. p. 73 n. 52. [372]
Die urkundo hat das jähr 1212, aber indict. I. Boczek behalt das jähr 1212 bei.
unterzeichnet luit ein und zwanzig anderen genannten zeugen eine Urkunde des kaiaers
Friedlich II, worin dieser den bürgern von Cremona alle ihre rechte neuerdings ver-
brieft und seine eigenen zu Mantua ihnen gemachten Versprechungen bestätigt. — Böhmer,
Act iiuperii sei. p 772 n. 1075. 1373)
ist zeuge in einer urkuude des kuisers Friedrich II für das schottenkloster (sanet Jakob)
in Regensburg und die dazu gehörige kirche Wihi sanuti Petri. — Monum. boic. XXX. I,
7. Ried, Cod. dipl. Ratispou. I, 303. [374|
Diese Urkunde bat, wie die vorige, da*, julir 1212 und iudict. 1. Ried bebillt das jähr 1212 bei.
unterzeichnet, bei einem feierlichen holtag in Augsburg zugegen, eine Urkunde des kaisers
Friedrich II, wodurch derselbe den rechtsspruch bekundet, dass dem Vasallen, dem ein
kammerlehen zwar verliehen worden, der aber mit dessen abholung saümig war, lür
die inzwischen verlaufene lehenszeit nicht* von den leheuseinktinften gebühre. — Hör-
niayr, Gesch. von Tirol I, 206. Pertz, Lcges II, 225. Böhmer, Reg. p. 75 n. 75 [376]
schenkt dem kloster Planngkstetten ad usum cujusdam domiuae Agnes, quac per eju»
ordinationem ad dictum coenobium fuit oblata, in gegenwart seines bruders Gebhard,
graten von Hirspcrg und vogts von Plankstetten, durch den aalmann Chuno von Glapfea-
berg jenes gut in Grispach, welches im jnhro 1198 durch den abt Rupert an das hoch-
stift Eichstädt war abgetreten worden. Zeugen: Seufrid, dekan. Marquard, plebanns
major. Ilartwie von W erde, archidiaconus. Reimboto, dessen bruder. Marquard von
Witenshaym. Regenger cellerarius et alii de choro. Act. MCCXIV Friderico regnante.
praesulatus nostri anno XVI1II. — Popp, Cod. Monac. p. 275. Plankstettcr chronik
I, 32. III, 42 im pfarrarchiv zu Bcilngries. 1370|
ist zeuge in einer Urkunde des kaisers Friedrich II, wodurch derselbe das von seinen vor-
fahren gestiftete kloster Lorch in seinen besonderen schütz nimmt. — Besold, Docum.
retÜV. 1, 449. Böhmer, Reg. p. 82 n. 133. 1377J
nimmt aamint seinem bruder Gebhard in Köln das kreuz. — Chronic, german. bei Pistorius,
seriptor. rer. german. II, 812. Eichst pnatondbl. I, 43 (1854). 13781
Da erst 122(4 wieder ein kreuzxug abging, konnte Hartwig sein gelübdc nicht erfüllen,
schlichtet einen streit zwischen dem kloster Rcbdort und dem pfarrer in Eystct über eine
dos Rebdorfs in Wcydeuhül (eiuem cire. 1485 eingegangenen cinzelnhof zwischen Tau-
bcrfeld und Walkertshofen), und über zehenten von der wiese bei Rebdorf, bei den Stein-
brüchen cbendort und dem dorf Richolvestzelle. — Stein Cod. dipl. I, 55. [37'J]
Papst Honorius III schreiLt dem erzbischof von Mainz und seinen suft'raganen in bezug
auf die erhebung des zwanzigsten theils von allen geistlichen einkünften während dreier
jähre, wie solcher dem heiligen land zur hilfe auf dem allgemeinen coucil vom nov. 1215
cinmüthig bewilligt worden ist und dessen erste rate am 1. mai bezahlt werden soll. —
Würdtwtin, Nov. subsid. dipl. III, 49. Böhmer, Reg. imperii 1198-1254 p. 324 n. 2. [380]
erhält von papst Honorius III den auftrag, den domherrn von Prag und anderen böhmischen
klcrikern bekannt zu geben, dass sie wegen nichtbcachtung des über ihr land verhäng-
ten iuterdikts ihrer pfründen entsetzt seien. — Boezek, Cod. dipl. Morav. II, 107. 1381]
tritt das patronatsrecht an der kirche zu Egweil dem kloster Kaisheim (Caesarea) ab. [382)
Lang, Reg. boic. berichtet dies 1219 jau. 15. (11,92) und Febr. 22 (II, 102) und nochmal 1231 (11,202).
erlangt von papst Honorius III die incorporirung der kirche Hcmesfurte (Hainsfart) an
das domkapitel Eichstaett — Lang, Reg. boic. II, 92. Popp, Cod. Monac. p. 431. [383]
ist zengo in einem schutzbrief des kaisers Friedrich II für das kloster Scheftcrshciin. —
Hansselmann, Diplomatischer beweis I, 372. Böhmer, Regesta imperii 1198—1254 p.
103 n. 309. [384J
dcs8gleichcn in einem privilegienbrief Friedrich II lür die stadt Nürnberg. — Monuin. boic.
XXX. I, 84. Wölkern, Histor. Norimb. diplom. prodrom. 9. Toluer, Cod. dipl. ad bist.
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XXVII. Hartwig 1219—1223.
4ü
1219
1220
April 19
■ 23
n 26
Frankfurt
I? B
1220
1221
Febr. 18
1222
Sept. 26
1223
April 18
(Rom)
Eichstätt
Palat p. 68. Schütz, Corp. hUt. Brand. IV, 58. Lünig, Reichsarchiv XIV, 85. Böhmer
L c n. 12. [3851
reconciliirt dio durch Rupert von Stein und andere mit brand und raub entheiligte kloster-
kirche su Kastel. — Moritz, Die grafen von Sulzbach II, 108. [3861
unterzeichnet dio Urkunde, wodurch kaiscr Friedrich II den bürgern von Utrecht auf bitten
ihres bischofs Otto da» Privilegium der zollfreiheit in Word erneut — Heda, Hut
episcopor. Traject. p. 212. Böhmer, Regcsta iinpcrii 1198—1254 p. 106 n. 333. [387]
Wahl Heinrichs VII in Frankfurt zum deutsehen könig, wobei dio geistlichen fürsten wesent-
lichen einfluss übten. — Böhmer, Reg. p. 211. [388 1
Bischof Hartwig erscheint als zeuge in dem grossen privilegienbrief des kaisers Friedrich
II für die geistlichen fürsten. — Mon. boic. XXX. I, 99. Pertz, Lcgcs II, 235. Guden,
Cod. dipl. I, 469. Würdtwcin, Nov. subsid. dipl. IV, 401. Harzheim III, 512. Senken-
berg, Corp. jur. feudal, p. 766. Falkcnatein, Cod. dipl. Eyst. p. 62 (dazu korrekturen
bei Popp, Cod. Monac p. 5). Böhmer, Reg. p. 107 n. 341. [389]
Dieses Privilegium wurde 1284 im nov. durch Friedrich II selbst und 1275 mir* 13 durch Rudolph
vou Habsburg erneut.
unterzeichnet die Verordnung des kaisers Friedrich II, daas in Nürnberg und ebenso in
den bayerischen städten nach anderem als Rcgcnsburger gepräge gemünzt werden
müsse. — Mon. boic. XXX. I, 95. Ried, Cod. dipl. Ratisbon. I, 324. [390]
; zeuge in einer Urkunde des bischofes Konrad II von Regensburg, die vogtei über das
kloster Prttl betreffend. — Mon. boic. XV, 165. Conf. Ried, Cod. dipl. Ratisb. I, 329. [391]
wird samnit den übten von Waltsahaen und Hailsbrunne von papst Honorius III beauftragt,
die anstände zwischen dem bischofe Kourad von Regeusburg und dem crzbisclmfo Eber-
hard von Salzburg wegen kaufssnehen zu bereinigen. — Ried, Cod. dipl. Ratisb. I, 330.
Mon. boic. II, 116. Lang, Reg. boic. II, 116. [392]
Lu der gleichen sache hatte pap&t Iuaocenz III schon 1209 april 13 dem dompropst, domdechant
und scholasticus von Eisteten das commissoriuin, aber wie es scheint, erfolglos übertragen. — Ried,
Cod. dipl. Ratisb. I, 296. Lang, Reg boic. II, 34.
übergibt an die oblei des domkapitels zur Stiftung eines jahrtngs für sich ein gut in Itensheim,
das Mathilde, olhn socius (soerus oder socia?) Herinanni Brunnarii in Eystett, nn das dom-
kapitcl, das domkapitcl aber an den bischof vorkauft hatte; ferner ein gut in Bussensheim,
das Hartwig von Reimar, miles quondam de Bussensheim, an sieh gebracht; endlich ein
zweites gut in Itensheim, erworben von dem herrn Hacelus Albus, wobei für das erste
gut Ulrich von Elmendorf, für das zweite und dritte Ulrich von Glapfenberch als sal-
mann fungirt. Der domeustos Reiuiboto verspricht alle bedingungeu zu erfüllen. Acta
in choro majoris ecclesiao 1222 VI kal. okt. indict. II (XI). — Diplomatnr. capit.
Eystett. [393]
'Zeugen sind angedeutet, aber nicht hinzugesetzt.
läset durch den domdechant Sifrid und den seholastcr Albert den streit schlichten zwischen
dem pfarrer Ulrich von Ahe, zugleich kanonikus in Herrieden, und dem miles Burchard
von Imilndorf über das patronatsrecht an der kapelle Phlunvelt, wobei als zeugen ver-
nommen worden: Friedrich, scholasticus Harrideusis; Rudiger, dekan von Uvrtiheim ;
miles Heinrich der ältere von Aspach; Bertiger' von Phalvet; Konrad, priester in Sammen-
hein und kanonikus in Onoltesbachc ; Cunrad der alte, telonearius in Heidinheim; Ctin-
rad lapieida. Als zeugen der Verhandlung und entscheidung unterzeichnen: Marquart
von Witinsheim; Ulrich Hnnlin; Heinrich (von Zipplingen), scholasticus in Augsburg;
Ulrich, major plebanus; Ulrich von Benhein; Albert von Owe; Sigitrid von Emichis-
heim, canonici. Zugegen waren ferner: Ulrich Pobistilin, pfarrer bei sanet Walburg;
Emchard; Albert scartomeus (!); Enchinbreht et alii quam plures. Acta sunt haec Eistet
in capitulo anno Domini 1223 XIV kal. maj. — Mocdl , Cod. dipl. und Ejusd. chronic,
episcopor. Eichst Hertwic p. 13 (beide als manuscr. im bisch, ordinariatsarch. zu Eichst.).
Phlunvelt wurde als filiale von Ahe erklärt. [394 1
13
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50
XXVII. Hartwig 1223—1223* XXVIII. Friedrich I 1223—1225.
1223?
Eichstätt
1221
März 7
April 10
v'>-VL
(Rom)
Eichstätt
entscheidet gegen deu iniles Raiuungus von Schvvobach, welcher behauptete, dass Bach-
hansen eine eigene pfarrei sei und ihm an der dortigen kirchc das patronatsrecht zu-
stehe, es sei im gegentheile Bachausen eine filiale von Wideuwanch und der Eichstätt»
doinscholaster, der magister Werner, sei als pfarrcr von Weidenwang gleich seinem Vor-
gänger Bernhard auch pfarrer von Baehhausen. — Berichtet in der Urkunde de« bischok
Friedrich I von 1221 april 10 bei Falkcnstcin, Cod. dipl. Eystctt. p. 42 n. 32. (395|
Bischof Hartwig ist ferner genannt
1209 juni 1: In einer bulle, durch welche pnpst Innocenz III dem kloster Planksteten das
plarrrccht an diesem orte und alles andere, was bischof Hertwic ihm überlassen hat,
bestätigt. - Popp, Cod. Monac. p. 263.
1222 circ. : In einer Urkunde des stadtpropstes (Vorstandes des stadtratha !) Heinrich. Hein-
rich, propst des bischofs Hartwig seligen angedenkens, und dessen ehefrau Ilazegn,
sehwester Heinrichs olim Egg^nanni, schenken dem domkapitcl durch den salmann
Heinrich von Wolvcsbuch ein haus in Eichstaett. Actum 1222 indict. II (XH) tem-
pore Haertwici Eisteten, episcopi. — Diplomatar. capit. Eystett.
Das actum mus» in dio regiorungszeit Hartwigs, das datum nach dessen tod fallen.
XXVIII. Friedrich I 1223—1225.
Das pontificale Gundckars nennt Um Fridericus de Ilowenstat (bei Ingolstadt?) und
6agt, dass er 1226 nach einer regicrung von zwei jähren gestorben sei. Aber die zahl
1226 ist unrichtig. Conf. Popp, Denkschr. p. 243. y ./< JßJ. *
(
Bischof Friedrich vernimmt auf seiner ersten synode in dem streite, ob Bachhausen eine
filiale oder pfarrkirchc sei, dio beiden streitenden partheien, nämlich den Konrad von
Phaffenhoven , domherrn von Eichstätt und pfarrer in Weidenwang, und den priesUi
Heinrich Orlin, welchen der rittcr Ramung von Schvvobach schon zur zeit des bischofs
Hartwig nach Bachhausen gesetzt hatte. Dem Konrad wird mit Zustimmung der synode
ein termin gesetzt, um zeugen hinsichtlich der früheren entscheidung des bischofs Hart-
wig in der gleichen sachc zu stellen ; die appellation des Heinrich Orlin nach Rom wird
für nichtig erklärt. — Berichtet in der urkundo Friedrichs von 1224 april 10. Vergl.
auch oben nro. [395]. [396]
Papst Honorius III bestellt den bischof Konrad von Hildesheira und den magister Salomen,
kanonikus in Wllrzburg, zu predigern de« kreuzzugs im Mainzer metropolitnnsprcngel
(also auch in der diüzcsc Eichstaett). — Würdtwein, Nov. subsid. dipl. IV, 120. [397]
Fridericus, Dei gratia Eystettensis ecelesiao clectus, entscheidet unter Zustimmung des chores,
der ministerialen und Vasallen in der Streitsache wegen der kirche in Bachhausen, nach-
dem folgende zeugen vernommen worden: Ulricus, frater domini Chunradi de Widen-
wanch; Arnolt Hiwiscman; Otto Ileilicman; Friedrich Boch; Cunrat mit dem bart:
Volcmar, ecclesiasticus von Erichesbach : dass die kapcllc zu Bachhausen eine filiale zu
Weidenwang seL Als zeugen des urtheils unterzeichneten: Sigfrid, dekan; Marqunrd
von Witinsheim ; Henricus oblaicus; Albertus scholasticus ; Heinrich von Houistct ; Diet-
mar custos; Conradus von Bertolsheim; Albertus sncerdos von Owa; Otto sacerdos:
Ulrich von Werde ; Sigifridus von Emichesheim ; Wernhcrus von Hofsteten ; Jacgov.
Laien: Ruodiger von Gredingen; Cunrad von Plaffenhoucn ; Heinrich von Eystct ; Ul-
rich Chemo von Talmaezzingcn ; Wittigov von Gcmphingen; Gotfrid Stuhso von Teli-
wanch; Arnolt von Sulnhouen et alii quam plures. Act. 1223 indict. II (XII), IV id.
april. — Falkenstein, Cod. dipl. Eystctt. p. 42 n. 32. Popp, Cod. Monac. p. 83 (kor-
rekturen zu Falkenstein). [398]
Statt 1223 muss es heiseen 1224; denn am 10. april 1223 lebte bischof Hartwig noch. Ebenso U«
indict U unrichtig.
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XXIX. Heinrich I 1225-1226.
1225
Juli 2
Dez. 1
1225
Nürnberg
Scheyern
1226
Okt. 7
Nov. 6
Hagenau
Weingarten
„ 13 Augsburg
Nov.
Nov. 26
Wlirzburg
XXIX. Heinrich I 1225—1228?
Ein Augsburger nekrologiura und ein späterer eintrng im pontificalc des Eiehstätter
bischofs Gundeknr nennen ihn Heinrich von Zipplingen. Zuvor scholasticus am dorn
zu Augsburg (vid. oben 1223 april 18 nro. 394 und Khnni, Hicraeh. Aug. I, 587) wurde er
vor dem juli 1225 für die infel von Eichstädt gewählt. Seine regierung dauerto nach
dem pontilicale 3 jahro und 2 monate; demnach starb er 1228 und zwar nach dem er-
wähnten Augsburger nekrologium am 15 septetaber, wogegen Thoraas, ein coutinuator
Gundekara, Uber einer rasur dio angäbe aufzeiohnetc; obiit 1229 IV id. jan. (10 jan).
Bischof Heinrich erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich VU , wodurch
derselbe das kloster der Schütten zum heiligen Egidius in Nürnberg sammt der zuge-
hörigen kirchc zu Altcnfurt in seinen besonderen schütz nimmt. — Mon. boic. XXXI. I,
519. Falkenstein, Cod. dipl. Norimb, p. 47 n. 29. Ussermann, Episcopat. Barub. cod.
prob. p. 147 n. 165. Schütz, Corp. hist. Brandeub. IV, 53. Hanselmann, Landeshoheit
I, 393. Böhmer, Regesta imperii indc ab anno 1198 usque ad annum 12C4 p. 221
n. 85. |399l
dessgleichcn in einer urknnde, wodurch Heinrich VII den bischof Albert von Liefland zum
fürsten erhebt. — Dogiel, Cod. Polon. V, 75. Lundorp, Acta publ. VIII, 658. Voigt,
Gesch. von Prcusseu I, 671. Böhmer, Reg. p. 223 n. 98. |400]
ist sammt dem bischof Gerold in Scheyern zugegen, als abt Konrad von dort 1125 sein
amt niederlegt. Heinrich und Gerold bestricken durch ihr zureden die inünche (quia
filii hujus saeculi prudentiores filiis lncis sunt), die wähl des neuen abtes Heinrich, die
1226 febr. 14 vorgenommen wurde, entgegen der dem kloster zustehenden freiheit von
dem herzog Ludwig von Bayern bestätigen zu lassen. — Chounradi Schirens, annal.
bei Pertz XVII, 633. [4011
erscheint als zeuge in einer Urkunde des königs Heinrich VII, wodurch derselbe dem
Gcrechin von Sintzig das patronatsrecht in Königsfeld zuerkennt — Tross, Westphalia
vom 9. juli 1825. Böhmer, Reg. p. 225 n. 114. [402]
dessgleichcn in einer Urkunde des königs Heinrich VII, wodurch derselbe dem kloster dos
heiligen Petrus zu Weisscnau eine pfründe an der pfarrkirche zu Brcgenz mit der ka-
pellc in Wolfurt schenkt. - Lünig, Rcichsarchiv XVIII, 750. Böhmer, Reg. p. 225
n. 116. [103]
dessgleichcn in einer Urkunde Heinreichs VII, wodurch derselbe erklärt, das von seinem
vater Friedrich II an den edlen mann Albert von Niwenburc verpfändete kloster Urs-
perg wieder ausgelöst zu haben (wozu aber das kloster selbst 200 mark beisteuerte),
und dasselbe sammt seinen besitzungen in besonderen schütz nimmt. — Mon. boic.
XXX. I, 139. Lünig, Reichsarchiv XVIII, 678. Böhmer, Reg. p. 225 n. 117. [404)
dessgleichcn in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII die rechtssprüche bekundet: 1) dass
alle privilegien und handvesten, welche die bürger der stadt Canibray von den kaisern
je erhalten, nichtig seien; 2) dasa daselbst die gemcindcvcrfaitsung aufgehoben sei und
rathBglocke sowie glockcnthurm zerstört werden müsse, auch den bürgern keinerlei ge-
richtabarkeit verbleibe. — Pertz, Legcs II, 257. Miraeus, Opera diplom. IV, 540.
Böhmer, Reg. p. 225 n. 118. [40oJ
Das datum: raensis seplemUris die septimo orklärt Böhmer für einen irrthum.
verwendet sich mit anderen geistlichen und weltlichen fürsten bei könig Heinrich VII, dass
derselbe die durch seinen vater Friedrich II gemachte Schenkung der kirche zu Ess-
lingen an die hauptkirche zu Speyer genehm halte. — Lib. obligat, ecclesiae Spir. I,
91. Böhmer, Reg. p. 226 n. 122. |406]
als zeuge die Urkunde, durch welcho könig Heinrich VII auf feie
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52
XXIX. Heinrich I 1226-1227.
1226
Nov. 28
1227
März 15
„ 27 Aachen
• 29
n 30
April 5
„ 29
Würzburg
Oppenheim
Wc
Mai 1 Hagenau
Mai 30
Straubing
hottag mit rath der fUrstcn anordnet, dass die dienstmannen, bürger und anderen leutc
des erzbischofs Sifrid von Mainz, die in der königliehen Stadt Oppenheim waren aufge-
nommen worden, demselben zurückgegeben werden; sodann die btindnisso und cidc für
nichtig erklärt, durch welche sieh dio städto Mainz, Bingen, Worms, Speyer, Frank-
furt, (Gelnhausen und Friedberg zum nachtheil der Mainzer kirche verbunden hatten. —
Portz, Leges II, 257. Mon. boic. XXX. I, 143. Gudcn, Cod. dipl. I, 493. Schaab,
Gesch. des rheinischen städtebundes II, 2. Böhmer, Reg. p. 226 n. 123. [407]
leistet mit mehreren anderen gewährschaft bei einem vergleiche zwischen dem könig Hein-
rich VII und seinem vater auf der einen, und dem bischof Bertold von Strassburg und
seiner kirche ayt der anderen seite. Bischof Bertold bclelmt den könig mit einem nicht
näher bezeichneten gute, das derselbe schon länger angesprochen; dagegen verzichtet
der könig auf die güter der verstorbenen grätin von Dagsburg, die Bertold von den
erben derselben, den markgrafen Hermann und Heinrich von Baden, gekauft hatte, und
will auch die neue bürg bei Girbadcn noch vor Weihnachten abtreten. — Böhmer, Acta
imperii select. p. 280 n. 319. und Reg. p. 226 n. 121. Schöpflin, Alsat. dipl. I, 357.
Huillard, nist. dipl. Frider. secundi tom. II p. 900. 1408]
erscheint als zeuge in der Urkunde, durch welche könig Heinrich VII dem nbt und convent
von Waldsassen das patronat zu Wundreb verleiht, — Mon. boic. XXXI. I, 524. Böhmer,
Reg. p. 227 n. 128. Conlr. Crusius, Chrou. suevic. üb. I prs. III png. IC. [409]
desgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII den Deutachordensbrüdern die gnade
gibt, dass briefe des reiches für sie kostenfrei ausgefertigt werden sollen und dass der
jeweilige ordensmeistcr mit sieben personen und sieben pferdeu am hofe des kaisers
freie Verpflegung zu erhalten habe. — Duellius, Hist. ordin. teuton. append. 18 zum 29
april. Brandenburgische usurpationsgeschichtc p. 100. Böhmer, Reg. p. 227 n. 131. [410]
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche könig Heinrich Vll dem bischot Eberhard
von Salzburg das privilegium des königs Otto IV d. d. 1209 febr. 20, betreffend die
Unterordnung des bisthums Gurk unter Salzburg, bestätigt. — Böhmer, Acta imperii
selecta p. 280 n. 320. Meiller, Regestcn der inärkgr. und herzöge Oestcrr. p. 138. [411]
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII auf bitten der äbtissin* Helwigis von
Nivcllc die ihrer kirche von seinen vorfahren bewiUigten Privilegien bestätigt. — Notizbl.
zum archiv für österr. gcschicbtsquell. 1, 152. [412]
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche Heinrich VII den Deutschordensbrüdern das
Privileg d. d. Aachen 27 märz dieses jahres wiederholt. — Lacomblet, Urkundenbuch
II, 77. Böhmer, Reg. p. 228 n. 139. [413]
dessgleichen in der Urkunde, durch welcho Heinrich VII bekennt, von dem bischof Hein-
rich zu Worms Wimpfen und die bürg Eberbach als leben erhalten zu haben, dagegen
verspricht, dem bischof in genannten terminen 1300 mark zu bezahlen, für welche summe
dio herzöge Ludwig von Bayern und Liupold von Oesterreich, dann Philipp von Bolaml
und Philipp von Hohenfels als bürgen gestellt werden. — Lünig, Rcichsarchiv XXI,
1298. Schannat, Hist. Worm. p. 107. Böhmer, Reg. p. 228 n. 116. [414j
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch Heinrich VII zur kenntniss bringt, dass er dem
Walter und Konrad von Horburg, sodann dem Anselm und Ulrich von Rapoltstein Un-
recht an der bürg Kaisersberg im Elsass abgekauft habe mit dem versprechen, dort
keine Stadt anzulegen. — Schöpflin, Alsat. dipl. I, 354. Böhmer, Reg. p. 228 n. 147. [415]
wohnt in Straubing um pfingsten mit könig Heinrich VII der wehrhaftmachung Ottos des
Erlauchten von Bayern bei. Ebendort wird Ulrich, der erste bischof von Lavant, durch
den erzbischof Eberhard von Salzburg geweiht. — Chronic. Salisb. bei Pez I, 353.
Hermann Altah. bei Böhmer, Fontes rer. germ. U, 501. Annal. Schcftlar. ad anu. 1227.
Böhmer, Reg. imperii p. 231 und Wittclsbach. reg. p. 12. [4161
Das chronic Salisb., Hermannus Altah. und Böhmer, Regcsta imperii (gedr. 1849) haben das jähr
, Wittenbach, regest, (gedr. 1864) dagegen das jähr 1227.
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XXIX. Heinrich I 1227— 1228.
53
1227
Aug. 3
llMühlhaiuen
.Sept. 22
Dez. 20
1228
ebr. 23
Wimpfen
Nürnberg
Ulm
Juli
Aug. 18
Gelnhausen
Nürnberg
Ulm
Aug. 31 Esslingen
Aug.
unterzeichnet als zeuge eine Urkunde, durch welche künig Heinrich VII hekanut gibt, dass
die btlrger von Frankfurt keine ansprüche auf den wald und die weide des hofes Riderin,
den Friedrich II an das kloster Haina geschenkt, mehr machen wollen. — Böhmer, Cod.
Mocnofrancf. I, 51 und Reg. iniperii p. 229 n. 150. [417]
dessgleichen eine Urkunde, wodurch künig Heinrich dem bischof Hermann von Würzburg
die vogtei eines hofes in Frickenhausen unter der bedbigung resignirt, dass Hermann
dieselbe vogtei dem abte und convent des klosters Ahausen eigne, dem der erwähnte
hof gehörte. — Mon. boic. XXXI. I, 527. Böhmer, Reg. imp. p. 329 n. 152. [418]
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche Heinrich VII den deutschordensbrttdern dio
kirche des heiligen Blasius zn Miihlhausrn mit dem patronat und allem zugehür schenkt.
— Böhmer, Regest, imperii p. 230 n. 161. [419]
^lessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII bekannt gibt, die vogtei über
alle besitzungen des klosters sanet Johann im Turthal übernommen zu haben. — Neu-
gart, Cod. Alemann. II, 154. Böhmer, Reg. imp. p. 230 n. 171. [420]
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII erklärt, der abt des klosters
sanet Johann im Turthal habe vor ihm das recht dieses klosters erwiesen, seinen vogt
frei zu wählen und den gewählten, wenn er sich schädlich erweist, wieder abzusetzen;
dass dann Dicthclm von Toggenburg, der diese vogtei ererbt, aber missbraucht hatte,
eidlich auf dieselbe verzieht geleistet, und dass er (Heinrich) darauf dieselbe übernommen.
— Neugart, Cod. Alemann. II, 156. Böhmer, Reg. imp. p. 231 n. 173. [421]
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche köuig Heinrich VI sein recht am klostcr Lorsch
dem erzbischof Sifrid von Mainz überlässt. — Guden, Cod. dipl. 11, 55. Böhmer, Reg.
imper. p. 231 n. 181. [4221
dessgleichen in einer Urkunde, durch welche künig Heinrich VII dem erzbischof Eberhard
von Salzburg mit der grafschaft im Rinzgau belehnt, die herzog Ludwig von Bayern zu
diesem behufc dein reiche anheimgesagt, nachdem er zuvor mit dem oberen Pinzgau
den nunmehr verstorbenen grafen Heinrich von Mittesel (Mittcrsill) und mit dem untern
den grafen Leutold von Plaien belehnt gehabt. — Böhmer, Acta imperii sclccta p. 283
n. 326 u. Reg. imper. p. 232 n. 183. Meiller, Reg. der markgr. und herzöge Oesterr.
p. 142. [423]
dessgleichen in einer Urkunde, wodurch künig Heinrich VII dem propst und den brüdern
des klosters Adelbcrg erlaubt, von seinen dienstmannen, bürgern und leuten giltiger -
weise güterschenkungen anzunehmen. — Besold, Docum. rediv. I, 15. Bühmcr, Reg.
imper. p. 232 n. 187. [424J
siegelt eine urkundo des bischofs Ekkbert von Bamberg, wodurch dieser dem herzog Lud-
wig von Bayern und dessen söhn Otto die lehen überträgt , deren sich die edlen von
Hals widerrechtlich angemasst hatten. — Quellen zur bayer. und deutsch, gesch. V, 42,
Scheid, Bibl. bist. Gütt. p. 184. Lang, Reg. boic. II, 176. [4261
ist mitsieglor einer Urkunde Ludwigs des Keblheimers, wodurch dieser bekennt, dass
der bischof Eckbert von Bamberg ihm und seinem söhne Otto und ihrer beiden lchens-
erbeu das lehen überlassen, welches zuvor der verstorbene graf Albert von Bogen von
der kirche Bamberg getragen, zuletzt aber dessen bruder wider recht innc gehabt. —
Mon. boic. XI, 200. Huillard, Histor. diplom. Frideri secundi III, 501. Ocfele, Scriptor.
rer. boic. I, 726. Tolner, Jlistor. palat. p. 72. Hund, Metrop. Salisb. II, 31. Böhmer,
Wittelsb. regesten p. 12. 1426]
dessgleichen mitsiegler in einer Urkunde des nämlichen Ludwig, worin derselbe bekennt,
dass ihn der bischof von Bamberg mit den gütem belehnt hat, die zuvor dio brüder
Alrain und Albert von Hals besassen, er aber rechtlich von ihnen erstritten hat. —
Mon. boic. XII, 371. Huillard, Hist. dipl. Fridrici secundi III, 500. Böhmer, Wittels-
bachisthe regest, p 12. [427]
Bischof Htinrich tilgte mit 1500 mark eine schuld, welche dio kirche Eichstädt in Rom
14
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XXIX. Heinrich I 1228—1228.
controhirt hatte; Hess den thunn in Morneahem bauen und löste da« dem graten von
(Dettingen verpfändete gut Ehingen mit seinen zugehörungen um 200 mark und 20)
pfund wieder aus. — üundechari lib. pontific. abgedr. in Vitac pontif. Eystett. beigab?
zum Eichst, pastoralbl. von 1867. [42« |
Hainricus Aistctcnsis episcopus et canonicus hujus ecelesiae (Augsburg) . . . dedit domüm
(den domherrn in Augsburg) praebendam suam et illa vendita fuit pro LX marcis
argenti, et hnc datae fuerunt in empeione domus institarum (waarenladen?). — Nekro-
log. August, in Mon. boic. XXXV. I, 91 beim 15. «cpt. [429!
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